Flughafen Hamburg

Frau will mit perfekt getarntem Elektroschocker in Flieger

Sah zunächst aus wie ein Kosmetikartikel, dann wie eine Taschenlampe - und war ein Elektroschocker.

Sah zunächst aus wie ein Kosmetikartikel, dann wie eine Taschenlampe - und war ein Elektroschocker.

Foto: Bundespolizei Flughafen Hamburg

Sicherheitskräfte haben bei einer Frau am Flughafen Hamburg einen getarnten Elektroschocker entdeckt. Sie wollte damit nach Düsseldorf.

Hamburg/Düsseldorf.  Die Bundespolizei hat bei einer 47-jährigen Frau am Hamburger Flughafen einen Elektroschocker sichergestellt, der zunächst nach etwas ganz anderem ausgesehen hatte.

Die 47-Jährige hatte am zweiten Weihnachtstag nach Düsseldorf fliegen wollen, teilte die Polizei mit. Bei der Kontrolle entdeckte das Sicherheitspersonal in ihrem Handgepäck etwas, was an Deo oder ein Kosmetikutensil erinnerte. Beim Öffnen sah der Fund dann nach einer Taschenlampe aus. Doch das Gerät war umgebaut: In dem Ring um die Lampe befinden sich bei dem sichergestellten Fund zwei Elektroden, über die Stromstöße abgegeben werden können.

Frau durfte weiterfliegen

Die Besitzerin bestritt das auch überhaupt nicht, machte aber keine Angaben, warum sie den vermutlich selbstgebastelten Elektroschocker mit sich führt. Sie erhielt eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz. Elektroschocker, die einen Gebrauchsgegenstand vortäuschen oder mit Gegenständen des täglichen Bedarfs getarnt werden, sind laut Waffengesetz verboten. Ohne den Elektroschocker und um 150 Euro Sicherheitsleistung ärmer durfte die Frau weiterreisen.

Die Bundespolizeiinspektion am Hamburger Flughafen verfügt über eine eindrucksvolle Sammlung von sichergestellten verbotenen Gegenständen. Ihr Sprecher demonstriert auf Präventionsveranstaltungen das Waffenarsenal mit Sprenggranaten-Attrappe, Schlagringen, Schlagstöcken, Butterfly-, Faust- und Springmessern. Er will so demonstrieren, was Fluggäste allen Ernstes in die Flieger hineinschleusen wollen. (law/dpa)