Jahreswechsel

Was Sie über das Feuerwerk an Silvester wissen sollten

Tausende Feuerwerksraketen explodieren in der Silvesternacht vom 31.12.2014 über der Innenstadt von München.

Tausende Feuerwerksraketen explodieren in der Silvesternacht vom 31.12.2014 über der Innenstadt von München.

Foto: Peter Kneffel / dpa

Laut, bunt, grell – an vielen Orten der Welt wird das neue Jahr mit einem großen Feuerwerk begrüßt. Doch nicht alles ist erlaubt.

Berlin.  Bald ist es wieder so weit: Das alte Jahr geht zu Ende und das neue wird gefeiert – fast überall mit viel Getöse, Geknalle und Feuerwerk. Doch wissen Sie schon alles, was es zum Thema Feuerwerk zu wissen gibt? Wir helfen nach:

Die Geschichte: Schon in vorchristlichen Zeiten sollten Lärm und Feuer böse Geister vertreiben. Nach altem Aberglauben sind in der Zeit um die Silvesternacht die Dämonen besonders aktiv. Auch heute wird noch ordentlich Krach gemacht. Mit einem Feuerwerk um Mitternacht wird das neue Jahr begrüßt, verbunden mit der Hoffnung, dass es gut werde.

Inhaltsstoffe: Raketen, Knaller und Verbundfeuerwerk enthalten Schwarzpulver und Chemikalien für die Effekte. Sie müssen geprüft und gekennzeichnet sein, bevor sie verkauft werden dürfen. Seit 2009 regelt eine EU-Richtlinie die einheitliche Prüfung und Kennzeichnung von Feuerwerk.

Zeitliche Einschränkung: Knallkörper der Kategorie 2, zu der Silvesterfeuerwerk gehört, dürfen ohne besondere Erlaubnis nur am 31. Dezember und 1. Januar von über 18-Jährigen abgebrannt werden.

Verbote: Das Abbrennen von Pyrotechnik in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie Reet- und Fachwerkhäusern ist nicht erlaubt.

Verletzungsgefahr: Behörden warnen vor nicht geprüften illegal eingeführten und selbst gebastelten Knallern. Sie können zu schweren Verletzungen führen.

Lautstärke: Explodierende Kracher erreichen in einem Umkreis von zwei Metern einen Lärmpegel von bis zu 160 Dezibel, mehr als ein startendes Düsenflugzeug erzeugt. Mehrere Tausend Menschen in Deutschland erleiden zu Silvester durch den Krach Verletzungen des Innenohrs – ein sogenanntes Knalltrauma.

Umweltbelastung: Jährlich werden nach Angaben des Umweltbundesamtes etwa 4000 Tonnen Feinstaub durch das Abbrennen von Feuerwerkskörpern freigesetzt, der größte Teil davon in der Silvesternacht. Das entspricht demnach etwa 15 Prozent der jährlich im Straßenverkehr abgegebenen Feinstaubmenge.

Umsatz: Für die Silvesterknallerei 2014/15 gaben die Bundesbürger 129 Millionen Euro aus. Der Verband der pyrotechnischen Industrie erwartet für den kommenden Jahreswechsel einen ähnlichen Umsatz.

Spenden: Unter dem Motto „Brot statt Böller“ ruft das evangelische Hilfswerk Brot für die Welt seit mehr als 30 Jahren zum Jahreswechsel zu Spenden auf. (dpa)