Italien

In Rom wird Vogelkot zu einem Problem für den Verkehr

Städtische Mitarbeiter befreien eine Straße in Rom von Vogelkot.

Städtische Mitarbeiter befreien eine Straße in Rom von Vogelkot.

Foto: Claudio Peri / dpa

In Rom ist es derzeit meistens sonnig. Trotzdem wird ein Regenschirm empfohlen. Der Grund: Vogelkot, der auch ein Verkehrsproblem ist.

Rom.  Wenn die Römer dieser Tage den Regenschirm aufspannen, dann liegt das nicht am Wetter. Über der ewigen Stadt scheint in diesem Dezember nämlich fast jeden Tag die Sonne. Statt Wasser „regnet“ es aber vor allem entlang des Tibers massenweise Vogelkot.

Der Grund: Millionen Stare haben die Stadt um die Weihnachtszeit in Beschlag genommen. Am Himmel beeindrucken sie mit kühnen Flugformationen, doch dann lassen sie sich auf den Bäumen nieder – um sich zu entleeren.

Rutschpartie nach Regen

Das gibt unschöne Flecken auf Jacken, Mänteln, und zu lange parkende Autos werden bis zur Unkenntlichkeit eingekleistert. Die Massen an Exkrementen werden aber auch zum Verkehrsproblem: Als es am Donnerstagfrüh ausnahmsweise mal ein paar Tropfen regnete, wurde die Lage kritisch. Entlang des Tibers wurden die eingekoteten Straßen so glitschig, dass ein Abschnitt der Lungotevere-Uferstraßen auf beiden Seiten des Flusses zeitweilig gesperrt werden musste. Ein Verkehrschaos in der Altstadt am letzten Einkaufstag vor Weihnachten war die Folge.

Die Behörden in Rom versuchen seit Wochen recht erfolglos, der Starenplage Herr zu werden. Unter anderem werden Megafone eingesetzt, die Raubvogelschreie imitieren sollen. Echte Raubvögel gibt es kaum, so dass die Stare einen idealen Lebensraum in der diesen Winter auch überdurchschnittlich warmen Stadt finden. (dpa)