WM-Affäre

DFB droht Steuernachzahlung von bis zu 25 Millionen Euro

Der DFB kommt in der Affäre um das „Sommermärchen“ nicht zur Ruhe. Nun droht dem Verband auch eine satte Steuernachzahlung.

Der DFB kommt in der Affäre um das „Sommermärchen“ nicht zur Ruhe. Nun droht dem Verband auch eine satte Steuernachzahlung.

Foto: Boris Roessler / dpa

Dem DFB droht im in der Affäre um die WM 2006 weiterer Ärger: Auf den Verband könnte eine millionenschwere Steuernachzahlung zukommen.

Berlin.  Die Affäre um die Weltmeisterschaft 2006 könnte den Deutschen Fußball-Bund (DFB) nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ noch teuer zu stehen kommen. Bis zu 25 Millionen Euro könnten an Steuernachzahlungen und Zinsen fällig werden, vor allem im Falle einer nachträglichen Aberkennung der Gemeinnützigkeit für das Jahr 2006, berichtete das Blatt vorab aus seiner Freitagausgabe. Die Finanzbehörden können im Falle eines Steuervergehens die Gemeinnützigkeit aufheben, die erhebliche Steuervorteile mit sich bringt.

In der Affäre geht es um Vorwürfe, dass bei der Vergabe der WM nach Deutschland Schmiergeld geflossen sein soll. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt gegen den mittlerweile zurückgetretenen DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach und seinen Vorgänger Theo Zwanziger wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung. Im Fokus der Ermittler steht der Transfer von 6,7 Millionen Euro vom deutschen WM-Organisationskomitee (OK) an den Fußballweltverband Fifa. Zudem gab es Vorwürfe, beim OK habe es eine schwarze Kasse gegeben, mit der Stimmen gekauft worden sein könnten. (rtr)