Politik

„Ich sage meinen Kindern vorher nicht, wohin ich reise“

Dioe Politikerin hat insgesamt sieben Kinder. Manchmal erzählt sie ihnen lieber nicht, in welche Krisengebiete sie reisen muss

Diese Frau ist oft im Fernsehen und auf Fotos zu sehen: Ursula von der Leyen. Die Frau mit den kurzen, blonden Haaren ist die Verteidigungs-Ministerin von Deutschland. Das heißt, sie ist die Chefin der Bundeswehr. Oft reist sie deshalb auch in Krisengebiete. Hier erzählt die 57-Jährige von ihrem Beruf.

Kinderpost: Wie ist es für Sie, sich ständig mit Krieg befassen zu müssen?

Ursula von der Leyen: „Das bedrückt mich oft. Aber ich erlebe, wie die Bundeswehr sich im Ausland bemüht, wieder Frieden herzu stellen und Menschen zu beschützen. Es gibt immer wieder Hoffnung, dass wir auch bei streitenden Parteien immer wieder eine Lösung finden.“

Wozu braucht Deutschland Soldaten?

„Deutschland braucht Soldaten, damit wir uns selbst schützen können. Aber auch, damit wir befreundeten Ländern, die überfallen werden, zur Seite stehen können. Unsere Soldatinnen und Soldaten haben gelernt, Terroristen oder feindlichen Angreifern standzuhalten. Sie machen das sehr gut und helfen gerne, wenn Menschen in Not geraten.“

Was sagen Ihre Kinder dazu, dass Sie ständig in Krisengebiete reisen?

„Ich sage meinen Kindern vorher nicht, wohin ich reise, damit sie sich keine Sorgen machen. Aber wenn ich wiederkomme, erzähle ich ihnen von den Ländern wie Afghanistan - oder Mali in Afrika. Ich versuche ihnen zu erklären, was ich erlebt habe. Und warum ich zuversichtlich bin, dass wir die Krisen und Kriege beenden können, wenn wir alle zusammenhalten. Und ich erzähle ihnen, wie wir für die Menschen vor Ort Sicherheit schaffen können. Dann verstehen auch meine Kinder, warum ich dahin reise. Und dass sie sich keine Sorgen machen müssen.“Michael Fischer