Schenefeld

Bonus für Schulen gegen Vandalismus wird fortgeführt

Schenefeld. 6500 Euro versenkten die Schüler des Schenefelder Gymnasiums 2014 im Klo. Nein, nicht sprichwörtlich, sondern in der Tat. Denn so hoch fiel die Rechnung aus, die die Stadt für mutwillig mit Klopapier verstopfte Toiletten in der Schule zahlen musste. Das ging aus einer Liste hervor, die der Schulausschuss kürzlich auf den Tisch bekam. „Das ist Steuergeld, dass dort im Klo runtergespült wird“, betonte Axel Hedergott als zuständiger Fachbereichsleiter im Rathaus, der sich gegen den Vorwurf von Schulleiter Hartmut Appel wehrte. Dieser hatte in infrage gestellt, dass alle von der Stadt aufgeführten Vandalismus-Schäden an seiner Schule tatsächlich welche wären. „Die Schule ist in einem schlechten Sanierungszustand. Wenn Türklinken abbrechen oder Tafeln kaputtgehen, kann das auch auf Ermüdung des Materials zurückzuführen sein“, so Appel. Laut Hedergott seien alle Schäden klar auf Vandalismus zurückzuführen.

Insgesamt summierten sich diese im Gymnasium auf knapp 8000 Euro und lagen höher als im Vorjahr. Damit kommt die Schule nicht in den Genuss einer neuen Prämie, die die Stadt ausschüttet. Anders verhält es sich bei der Grundschule Altgemeinde und der Gemeinschaftschule. Beide Einrichtungen konnten die Kosten für Vandalismusschäden um 66 beziehungsweise 41 Prozent senken und erhalten einen Teil des eingespartes Geldes.

Die Politiker sprachen sich dafür aus, das Bonussystem weiterzuführen. Allerdings soll die Kommunikation zwischen Verwaltung und Schulen ausgebaut werden. Da Appel die Fälle anzweifelt, soll zeitnah die Schulleitung über Vandalismusschäden informiert werden, um das an die Schüler und Lehrer weitergeben zu können. Damit soll der Anreiz erhöht werden, sich den Vandalismus zu sparen, um mit dem eingesparten Geld Anschaffungen für die Schule zu tätigen. „Das ist ein großartiges System, an dem wir festhalten wollen“, so Bauausschuss-Chefin Susanne Broese (CDU). „Wir geben so viel unnötiges Geld für die Beseitigung von Vandalismus aus, das wir für wunderbare Dinge nutzen könnten.“