Auktionshaus

Blauer Diamant für stolze 45 Millionen Euro versteigert

Im Auktionshaus Sotheby's wurde der „Blue Moon“ Diamant für 48,6 Millionen Schweizer Franken versteigert.

Im Auktionshaus Sotheby's wurde der „Blue Moon“ Diamant für 48,6 Millionen Schweizer Franken versteigert.

Foto: Martial Trezzini / dpa

Für 45 Millionen Euro wechselte ein Diamant bei einer Versteigerung in der Schweiz den Besitzer. Damit wurde ein Rekord gebrochen.

Genf.  Ein spektakulärer blauer Diamant ist am Mittwochabend in Genf für den Rekordpreis von 48,6 Millionen Schweizer Franken versteigert worden (45 Millionen Euro). Der 12,03 Karat schwere „Blue Moon“ aus einer südafrikanischen Mine war das Prunkstück der diesjährigen Juwelenauktion von Sotheby's. Neuer Besitzer sei ein privater Sammler in Hongkong, teilte das Auktionshaus auf Twitter mit.

Der Erlös blieb zwar unter der zuvor abgegeben Höchstschätzung. Nach Angaben von Sotheby's wurde für den „Blue Moon“ dennoch der höchste Preis pro Karat erzielt, der jemals für einen Edelstein dieser Art gezahlt wurde. Der Nettopreis – ohne Kaufprämie für das Auktionshaus – belief sich auf 43,2 Millionen Franken.

Sechs Monate wurde der Diamant bearbeitet

Das Schmuckstück wurde aus einem Rohdiamanten von 29,62 Karat gefertigt, der im Januar 2014 in Südafrika entdeckt worden war. Alleine sechs Monate wurde an dem Stein in New York gearbeitet – geschliffen und poliert.

Das Prädikat „Fancy Vivid Blue“, das diesem Edelstein zuerkannt wurde, gilt als die seltenste und gefragteste Farbausprägung bei blauen Diamanten. Der „Blue Moon“ ist zudem laut Sotheby's der größte Stein mit diesem seltenen Blau, der je versteigert wurde. Er sei zudem von größter Reinheit.

Rosafarbener Diamant wechselte ebenfalls den Besitzer

Farbige Edelsteine sind bei den Genfer Juwelenauktionen echte Renner. Auch im Auktionshaus Christie’s wurde ein Diamant für einen Rekordpreis versteigert. Umgerechnet 26,6 Millionen Euro wurde für einen der größten rosafarbenen Diamanten gezahlt. Den Zuschlag für den 16,08 Karat schweren Stein bekam am Dienstagabend ein anonym gebliebener Bieter. Der Stein war zuvor im Besitz einer US-Familie. (jei/dpa)