USA

Ohio verschiebt Hinrichtung von verurteiltem Mörder

Nach massiver Kritik an der ungewöhnlich langen Hinrichtung eines verurteilten Mörders hat der US-Staat Ohio die Vollstreckung eines weiteren Todesurteils ausgesetzt.

Columbus. Nach massiver Kritik an der ungewöhnlich langen Hinrichtung eines verurteilten Mörders hat der US-Staat Ohio die Vollstreckung eines weiteren Todesurteils ausgesetzt. Die für den 19. März geplante Exekution von Gregory Lott werde um acht Monate verschoben, verkündete der Sprecher von Gouverneur John Kasich am Freitag. Lott wurde verurteilt, weil er 1986 einen Mann anzündete und ihn qualvoll verbrennen ließ.

Damit reagierte Ohio auf das landesweite Entsetzen über die 26 Minuten lange Hinrichtung des verurteilten Mörders Dennis McGuire durch einen neuen Giftmix im Januar. Seine Familie, die seinen Todeskampf mit ansah, reichte Klage gegen den Staat Ohio ein.

Auch Lott wandte sich mit dem Argument an ein Bundesgericht, dass die Kombination des Beruhigungsmittels Midazolam mit dem Schmerzmittel Hydromorphon einen grausamen und unmenschlichen Tod herbeiführen könne.