Silvester 2014

Von Macklemore in New York bis Heino in Berlin

Mit Feuerwerk, knallenden Sektkorken und großen Silvesterpartys haben Menschen auf der ganzen Welt das neue Jahr begrüßt. In Berlin zelebrierten Hunderttausende den Jahreswechsel am Brandenburger Tor.

Berlin. Mit fröhlichen Feiern und Feuerwerk haben Milliarden Menschen weltweit das neue Jahr begrüßt. In Städten wie Sydney, Dubai, London und New York feierten Millionen Menschen den Jahreswechsel im Freien. Als Erste begrüßen die Einwohner von Samoa und auf den Line-Inseln von Kiribati im Pazifik das neue Jahr, das dort am Dienstag um 11.00 Uhr MEZ beginnt. Die Feiern enden auf Hawaii am Mittwoch um 11.00 Uhr MEZ.

In New York waren etwa eine Million Menschen bei der traditionellen Party auf dem Times Square. Stars wie Miley Cyrus, Melissa Etheridge oder das Rap-Duo Macklemore und Ryan Lewis läuteten das neue Jahr ein. Um Mitternacht wurde schließlich der Klassiker „New York, New York“ angestimmt.

Am Hafen von Sydney erlebten rund 1,6 Millionen Zuschauer den Countdown zum Jahreswechsel im lautstarken Chor. Am der Copacabana in Río de Janeiro feierten nach Medienangaben 2,3 Millionen Menschen den Beginn des Jahres, das die Fußballweltmeisterschaft nach Brasilien bringt.

Auch vom All aus wurde das neue Jahr begrüßt. Die Internationale Raumstation ISS überquert in der Silvesternacht gleich 15 Mal die Datumsgrenze, die sechs Raumfahrer beschränkten sich auf dreimal offiziell alkoholfreies „Prost Neujahr“.

400.000 Feuerwerkskörper in Dubai

Das größte Feuerwerk gab es dieses Mal in Dubai zu sehen. 400 000 Feuerwerkskörper schossen zum Jahreswechsel in den Himmel – dem Internet-Portal „thenational“ zufolge das größte Feuerwerk in der Geschichte der Pyrotechnik.

In Griechenland hingegen, begrüßte man das neue Jahr eher bescheiden. Nur wenige tausend Griechen feierten im Zeichen der Krise unterhalb der Akropolis, dem Wahrzeichen Athens, mit Musik und einem kleinen Feuerwerk. „Die Zeiten haben sich geändert. Das Feuerwerk war klein. Die Stimmung hielt sich in Grenzen“, sagte eine 23-jährige Krankenschwester der Nachrichtenagentur dpa. Seit Neujahr hat Griechenland für sechs Monate die EU-Ratspräsidentschaft inne.

Verletzte und Tote bei Silvesterfeiern

Doch nicht überall gingen die Feiern gut aus. In Frankreich kamen bei Silvesterfeiern mindestens vier Menschen ums Leben. Außerdem starben dort drei junge Menschen an einer Kohlenmonoxidvergiftung. In Österreich starb ein Mann, als er sich über einen Böller beugte und dieser – nach anfänglicher Zündhemmung – explodierte.

In Deutschland blieb es dabei nach Angaben von Polizei und Feuerwehr meist friedlich. Dennoch mussten die Rettungskräfte auch dieses Mal wieder tausendfach ausrücken, um Feuer zu löschen und Verletzte zu versorgen. In Köln wurden in der Neujahrsnacht bei einer Schlägerei sechs Menschen verletzt, einer davon schwer. Wie ein Sprecher der Kölner Polizei am Mittwoch berichtete, hatten sich zwei Gruppen um kurz nach Mitternacht zunächst beschimpft. Später gingen sie mit einem Messer und Knüppeln aufeinander los.

Beim Versuch, einen sogenannten Polenböller in einem vergrabenen Rohr zu entzünden, ist ein 36-Jähriger in Rotenburg (Niedersachsen) ums Leben gekommen. Ein 31-Jähriger starb beim Abbrennen von Feuerwerk in Ammerbuch bei Tübingen, wie die Polizei mitteilte. In Heidelberg stürzte ein 28-Jähriger auf der Suche nach der besten Sicht auf das Feuerwerk durch ein Hallendach und starb.

Berliner Partymeile wegen Überfüllung geschlossen

Allein in Berlin versammelten sich Hunderttausende bei Temperaturen um den Gefrierpunkt am Brandenburger Tor zur größten Silvesterparty des Landes. Dort wurde es bereits Stunden vor Mitternacht so voll, dass die Eingänge wegen Überfüllung geschlossen wurden. Mit dabei waren auch Heino, Matthias Reim und die Band Scooter. Die Tourismusgesellschaft Visit Berlin schätzt, dass insgesamt rund zwei Millionen Besucher zum Jahreswechsel in die Hauptstadt gekommen sind. Noch in der Nacht haben rund 600 Mitarbeiter der Berliner Stadtreinigung mit den Aufräumarbeiten begonnen.

Das Hamburger Abendblatt wünscht Ihnen ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2014!