Schwimmen

Von Kuba nach Florida: Diana Nyad versucht es wieder

Sie ist bereits 44 Stunden im Wasser: Die US-Extremsportlerin Nyad will ohne Haikäfig von Kuba nach Florida schwimmen. Es ist bereits der fünfte Versuch der 64-Jährigen.

Miami. Bei ihrem fünften Versuch, von Kuba nach Florida zu schwimmen, hat sich die US-Extremsportlerin Diana Nyad am Montag ihrem Ziel genähert. Am Morgen (05.00 Uhr Ortszeit, 11.00 Uhr MESZ) war die 64-Jährige seit 44 Stunden im Wasser und hatte bereits mehr Kilometer als jeder andere Mensch ohne Haikäfig hinter sich gebracht, wie ihr Team mitteilte. Die Ankunft Nyads in Key West im Bundesstaat Florida sei für 16.00 bis 18.00 Uhr (22.00 bis 24.00 Uhr MESZ) geplant.

Nyad scheiterte bereits viermal bei dem Versuch, von Kuba zur 170 Kilometer entfernten Küste Floridas zu schwimmen. Sie war am Samstag an der Uferpromenade Marina Hemingway in der kubanischen Hauptstadt Havanna ins Wasser gesprungen. Für die Meeresdurchquerung mit einem 36-köpfigen Begleitteam plante die 64-Jährige etwa 80 Stunden ein.

Vor ihrem Start hatte Nyad versichert, dies sei ihr „letzter“ Versuch. Wenn es nun im fünften Anlauf klappe, gehe ihr „Lebenstraum“ in Erfüllung. Neben der sportlichen Herausforderung geht es Nyad nach eigenen Angaben um ein politisches Signal. Sie wolle zeigen, dass die USA und Kuba trotz ihrer ideologischen Gegensätze „letztlich nah beieinander“ lägen.

Als einziger Mensch durchschwamm bislang die Australierin Susan Maroney die Meerenge von Florida. Bei dem Rekord im Jahr 1997 war sie 22 Jahre alt. Maroney war damals durch einen Käfig vor Haiangriffen geschützt. Nyad hingegen trägt bei ihrem neuerlichen Versuch lediglich einen Schutzanzug und eine Gesichtsmaske gegen gefährliche Quallen.