Mannheimer Luisenpark

Leber gerissen: Wildlebender Pelikan "Quax" ist tot

Wie alt "Quax" war und woher sie kam, ist unbekannt. Der Landesbund für Vogelschutz in Bayern hatte "Quax" per Online-Tagebuch begleitet.

Mannheim. Die wildlebende Pelikandame „Quax“ ist tot. Ein Tierarzt des Mannheimer Luisenpark habe sie trotz Infusionen nicht mehr retten können, teilte der Park am Freitag mit. Ein Mann hatte den Vogel am Donnerstag in lebensbedrohlichem Zustand in der Nähe von Bobenheim-Roxheim bei Bad Kreuznach gefunden und die Vogelwarte Radolfzell in Baden-Württemberg alarmiert. Ein Mitarbeiter brachte den geschwächten Pelikan zum Park.

Eine Untersuchung habe ergeben, dass „Quax“ unter starken inneren Blutungen litt und die Leber gerissen war, hieß es weiter. Der Tod habe aber nichts mit dem Abszess am linken Fuß zu tun, dem Erkennungsmerkmal der Pelikan-Dame.

Möglicherweise sei der Vogel einem Aufprall zum Opfer gefallen, in der Nähe des Fundorts befinden sich mehrere Hochspannungsleitungen. Schon im Herbst starb ein anderer Pelikan in freier Wildbahn nach der Kollision mit einem Windrad, wie der Park weiter mitteilte.

Wie alt „Quax“ war und woher sie kam, war laut einem Parksprecher unbekannt. Der Landesbund für Vogelschutz in Bayern hatte „Quax“ seit geraumer Zeit per Online-Tagebuch begleitet.

Pelikane haben einen auffälligen Hautsack unter ihrem Schnabel, in dem sie etwa Fische sammeln können. In freier Natur leben die Wasservögel üblicherweise in wärmeren Regionen, etwa in Australien, Afrika, Asien und im Südosten Europas.

© Hamburger Abendblatt 2018 – Alle Rechte vorbehalten.