Jugend-Olympiasiegerin

Körper streikt: HSV-Weitspringerin Lena Malkus hört auf

Weitspringerin Lena Malkus wechselte zur Saison 2019 zum HSV.

Weitspringerin Lena Malkus wechselte zur Saison 2019 zum HSV.

Foto: Tim Groothuis / WITTERS

Nach vielen Verletzungen wollte die frühere deutsche Meisterin in Hamburg neu Anlauf nehmen. Doch das Fleisch ist zu schwach.

Hamburg. Einen "kompletten Neuanfang" hatte sich Lena Malkus versprochen, als sie Ende 2018 von Preußen Münster zum HSV wechselte. Seit sie 2015 deutsche Meisterin geworden und 6,94 Meter weit gesprungen war, hatten sie immer wieder Verletzungen gestoppt. Bei ihrem neuen Trainer, dem ehemaligen Europameister Sebastian Bayer, wollte sie einen neuen Anlauf nehmen.

Aber ihr Körper wollte nicht. Obwohl erst 26 Jahre alt, sieht sich Malkus jetzt gezwungen, einen Schlussstrich unter ihre Leichtathletik-Karriere zu ziehen. „Es ist schwierig, da mein Körper immer wieder streikt. Ich hätte mir und uns gewünscht, dass es anders ausgeht“, so zitiert sie der HSV am Donnerstag in einer Mitteilung.

Malkus-Trainer Bayer: "Es ist unglaublich schade"

„Es ist unglaublich schade, denn Lena bringt so viel Talent mit. Aber es ist für sie die richtige Entscheidung", sagte ihr Trainer Sebastian Bayer (33), der sich selbst vor zwei Jahren wegen ständiger Verletzungsprobleme zum Karriereende gezwungen gesehen hatte. Malkus' wenn auch kurze Bilanz ist trotzdem beeindruckend. 2010 siegte die gebürtige Bremerin bei den Olympischen Jugendspielen in Singapur, zudem gewann sie die Titel bei den Junioren- und bei den U-23-Europameisterschaften.

Malkus will sich jetzt mit voller Kraft ihrem Studium der Psychologie widmen. In ihrer Master-Arbeit setzt sie sich mit dem Thema „Work-Life-Balance von hauptamtlichen Trainern“ auseinander, wie sie dem Portal "Leichtathletik.de" sagte.