Mit federnden Sprungschuhen verwandelt sich die Umgebung in eine adrenalingeladene Erlebniswelt, ein völlig neues Bewegungsgefühl ergreift den Sportler.

Hamburg. Beschwingt und leicht fühlen sie sich, hüpfen sorglos wie die Grillen von Fleck zu Fleck. Als hätte sich der harte Fußboden unter ihren Füßen in ein riesiges Sprungtuch verwandelt:

Beim sonntäglichen Bouncing-Lauftreff an der Alster treffen sich von der 7-jährigen Fußballerin bis zum pensionierten Wissenschaftler immer mehr Menschen, die der Lust nach einer alternativen und belebenden Fortbewegung nachgehen.

Zu verdanken haben Sie dies Alexander Böck, der das Patent 1999 angemeldet hat. Das Sportgerät sieht aus wie Stelzen, ist aber ein High-Tech-Produkt mit einer eingebauten Fiberglasfeder, die den geübten Hüpfer über 2 Meter in die Luft katapultieren können. Entgeisterte Gesichter und Vergleiche zu Kängurus sind da nicht selten.

Doch was zunächst wie eine Sportart für verrückte Extremsportler aussieht, ist in Wirklichkeit schnell zu erlernen. Unsere Testperson stellte verblüffend fest: „Zunächst kam ich mit den Dingern gar nicht zurecht. Aber schon nach kurzer Zeit war dieses wacklige Gefühl gar kein Problem mehr und nach ungefähr 10 Minuten wagte ich die ersten freihändigen Schritte. Das hat großen Spaß gemacht und ist sogar Sport pur! Richtig schweißtreibend.“

Sportwissenschaftler und Ärzte loben außerdem den Gesundheitsaspekt der 7meilenstiefel: „Derartige Belastungen, die Gelenke, Bänder und Sehnen schädigen, treten nicht auf. Im Gegenteil, die Feder sorgt für eine optimale Dämpfung des gesamten Skeletts und trainiert außerdem das Zusammenspiel von Muskeln, Nerven und Gelenken“, erläutert Dr. Stefan Günter, sportärztlicher Leiter des Institutes für Sportmedizin und Sportphysiotherapie in Laßnitzhöhe.

Über diesen Gesundheitsaspekt hinaus gehe es den meisten Bouncern allerdings hauptsächlich um die Freude an der Bewegung: „Klar, dass man auch etwas für seine Fitness tun und abnehmen möchte, aber es macht einfach Spaß, die Welt wie ein kleines Kind aus einer neuen Perspektive neu zu entdecken“, beschreibt Zlatko Zubak das Gefühl auf Hüpfstelzen. Zubak ist Veranstalter des Lauftreffs und Inhaber des ersten Hamburger Fachgeschäfts für 7meilenstiefel. Sich dagegen stets eine neue Herausforderung zu suchen, das erste Mal ohne Pause um die Alster zu hüpfen oder sogar über eine Parkbank zu springen, das sei der faszinierende Reiz, den die ambitionierteren Sportler ewig aufs Neue suchen.

„Anfangen zu hüpfen wird aber jeder von ganz alleine. Nur nicht gleich ganz so hoch wie die Profis“, sagt Zubak und lacht.

Kleinere Blessuren bleiben bei solchen Kunststücken im urbanen Raum dennoch nicht aus. „Es versteht sich von selbst, dass man wie beim Inline-Skating Schutzkleidung trägt und seinen ersten Salto nicht auf dem Asphalt probiert“, warnt Timo Richters, der mal eben locker einen Vorwärtssalto über die Wiese dreht. „Ernsthaft verletzt hat sich bei uns aber noch niemand.“

Wenn sie nun die Lust verspüren, das mobile Trampolin am eigenen Körper zu erfahren, können sie sich auf den Seiten von www.zzet.de über die Öffnungszeiten des Ladens informieren. Der Lauftreff startet jeden Sonntag ab 11 Uhr am Mundsburger Damm 29. Anfänger werden direkt und kostenlos eingewiesen. Bei großem Andrang müssen die Stiefel zwischendurch getauscht werden.

Auf www.bouncen-in-hamburg.de werden außerdem Promotion- und Workshopangebote auf und mit 7meilenstiefeln angeboten.