Corona in Hamburg

Warum die HSV-Handballer jetzt die Fans anrufen

HSVH-Spielmacher Leif Tissier engagiert sich in der Coronakrise auch für die Fans des HSV Hamburg.

HSVH-Spielmacher Leif Tissier engagiert sich in der Coronakrise auch für die Fans des HSV Hamburg.

Foto: ValeriaWitters / Witters

Ungewöhnliche Aktion in Hamburg: Leif Tissier und Co. telefonieren mit den Fans – und machen ihnen ein Angebot.

Hamburg. 25 Telefonate à 15 bis 20 Minuten „Schnack“, wie er sagt, hat Leif Tissier am Sonnabend schon geführt. Gute sechs Stunden Überzeugungsarbeit kamen da zusammen. „Wobei: Wirklich überzeugend müssen wir gar nicht sein. Die Reaktion der Fans ist überragend, die Gespräche nett“, berichtet der 20 Jahre alte Spielgestalter des Handball Sport Vereins Hamburg.

Nach dem Saisonabbruch geht der Hamburger Zweitligist proaktiv auf seine über 2000 Dauerkartenbesitzer zu. Die Spieler sind angehalten, bis Donnerstag jeweils eine Liste mit bis zu 50 Ticketinhabern abzutelefonieren. Konkret geht es um die Frage, welche Fans auf Rückzahlungen für entgangene Heimspiele verzichten.

HSV-Handball: Ungewöhnliche Aktion für Fans

Sechs Partien sind für den HSVH ausgefallen. „Die Verzichtquote liegt bei nahezu 100 Prozent. Ein Zuschauer hat in der Familie mehrere Karten, wovon er gerne eine anteilig erstattet hätte“, sagt Tissier. Fans, die verzichten, erhalten ein Trikot, auf dem ihre Namen verewigt sind. Der Verein will darin in der kommenden Saison auflaufen.

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