HSV

Handballer wollen beim Heide-Cup die Großen ärgern

Lukas Ossenkopp Lukas Ossenkopp ist nach Handverletzung wieder in Form.

Lukas Ossenkopp Lukas Ossenkopp ist nach Handverletzung wieder in Form.

Foto: Witters

Die Zweitligamänner des HSV Hamburg blicken auf eine Saisonvorbereitung nach Maß. Der Kader ist gut besetzt.

Hamburg. Am Donnerstag war trainingsfrei. Einige Profis kamen trotzdem in die Volksbank-Arena zur Muskelpflege bei Physiotherapeutin Christina Dressel, ehe auf die Zweitligamänner des HSV Hamburg von diesem Freitag an drei Spiele in drei Tagen warten. Zum Ende der Saisonvorbereitung geht es traditionell zum Heide-Cup nach Schne­verdingen vor die Tore Hamburgs. Auftaktgegner (heute, 17.45 Uhr/Sprungwurf.tv live) ist der schwedische Champions-League-Teilnehmer IFK Kristian­stad. Schwerstarbeit.

„Es ist für uns nach wie vor eine große Ehre als Zweitligist und Lokalmatador dabei zu sein“, sagt Martin Schwalb. Der HSVH-Vizepräsident hofft darauf, dass die Mannschaft Eigenwerbung betreibt: „Wir spielen auch in einem größeren Einzugsgebiet vor, um Fans und Sponsoren dazuzugewinnen.“ Am liebsten wären dem Sportchef drei sportlich ansprechende Auftritte wie am Mittwochabend beim 32:32 (15:17) gegen den französischen Erstligisten Saint-Raphaël.

„Jede Position ist doppelt besetzt“

Schweiß, Blut und jede Menge Ehrgeiz: Beim Heide-Cup-Vortest in Hollenstedt erinnerte wenig an ein Freundschaftsspiel. „Ein positiver Auftritt. Kein Spieler fällt ab, das imponiert. So haben wir uns das vorgestellt“, lobt Schwalb die 60 Minuten, in denen Trainer Torsten Jansen allen 16 zur Verfügung stehenden Profis gleiche Spielanteile gewährte. Die Erkenntnisse: Die vier Neuen um die Topzugänge Tobias Schimmelbauer (32/Linksaußen) und Jens Schöngarth (30/Rückraumrechts) sind integriert, die Alten haben Verletzungen und Formkrisen hinter sich gelassen. Wie zum Beweis trafen Kapitän Lukas Ossenkopp (5 Tore) und Jan Forstbauer (4).

„Das ist der beste Kader seit der Neuaufstellung des Clubs“, sagt Ossenkopp. „Jede Position ist doppelt besetzt. Jeder muss sich beweisen“, ergänzt Schimmelbauer. Wie die Saisonziele (einstelliger Platz) steigen auch beim Heide-Cup die Ambitionen, bei dem das Team 2018 den späteren Champions-League-Sieger Skopje (31:25) besiegte. „Wir wollen die Großen ärgern“, sagt Ossenkopp. Marius Fuchs (Kreis) fehlt mit Hexenschuss, dazu möglicherweise Spielmacher Philipp Bauer (Platzwunde). Neben Kristianstad winken Duelle mit der russischen Nationalmannschaft, Bundesligist Wetzlar oder Füchse Berlin.

Die gewannen Donnerstagabend bei Drittligaaufsteiger HG Hamburg-Barmbek vor rund 800 Zuschauern in der Sporthalle Wandsbek mit 35:21 (17:6).