Basketball-Bundesliga

Hamburg Towers geben Sieg in letzter Minute aus der Hand

Neuzugang Bogdan Radosavljevic (26/M., schwarzes Trikot) war mit 21 Punkten neben dem starken Heiko Schaffartzik (36) Topscorer der Hamburg Towers.

Neuzugang Bogdan Radosavljevic (26/M., schwarzes Trikot) war mit 21 Punkten neben dem starken Heiko Schaffartzik (36) Topscorer der Hamburg Towers.

Foto: imago / Manngold

Dennoch könnten die Hamburger schon in der kommenden Woche den Klassenerhalt feiern – durch eine Entscheidung am grünen Tisch.

Crailsheim. Es gibt bittere, dumme und saudumme Niederlage – das 98:101 (20:24, 23:31, 29:26, 26:20) der Towers vor 2401 Zuschauern in Crailsheim gehört wohl in letztere Kategorie. Eine halbe Minute vor Schluss, die Hamburger führen 98:96, setzt außerplanmäßig Center Bogdan Radosavljevic zu einem Dreipunktewurf an (Bilanz: null aus drei) – der Ball wird geblockt. Im letzten Towers-Angriffs, Crailsheim führt jetzt 99:98, verdribbelt sich ausgerechnet Spielmacher Jorge Gutiérrez, verliert das Spielgerät drei Sekunden vor dem Ende.

Hätte er getroffen, die Hamburger hätten ihren vierten Auswärtssieg in der Basketball-Bundesliga feiern können. So bleibt es bei der Erkenntnis, dass die Towers selbst den Abstand zu den Spitzenteams inzwischen fast nivelliert haben.

Radosavljevic und Schaffartzik führen Towers an

Mit jeweils 21 Punkten waren Radosavljevic, der bis auf seine letzte Aktion überzeugte, und erneut Heiko Schaffartzik, der fünf von zehn Dreiern traf, die besten Werfer. Bei den Dreipunktewürfen (48:36 Prozent Trefferquote), den Freiwürfen (74:69) und den Rebounds (35:32) sprach die Statistik für die Towers, bei denen Prince Ibeh (Handverletzung) und Justus Hollatz (Erkältung) kurzfristig ausfielen.

Crailsheim entschied das Spiel aus der Nahdistanz, netzte 21 von 26 Zweipunktewürfe (81 Prozent) ein, die Towers nur 21 von 42.

Towers-Klassenerhalt an grünen Tisch?

Da der Tabellenletzte Weißenfeld derzeit jedes Spiel verliert, bleiben die Hamburger Drittletzter. Bloß der Letzte steigt ab. Wird jedoch bei der in dieser Woche anstehenden Tagung der Basketball-Bundesliga in Frankfurt/Main dem Antrag zugestimmt, dass es in dieser Serie keinen Absteiger geben soll, würden alle Teams die Klasse halten.

Begründung: Es solle sichergestellt werden, dass die Liga in der nächsten Saison wieder mit 18 Mannschaften spielt. Diese Ziel sei gefährdet, weil die potenziellen Aufsteiger aus der ProA nicht alle Lizenzierungsbedingungen erfüllen könnten.