Hamburg Towers

Co-Trainer Barloschky reagiert auf Kritik am Kader

Trainer Benka Barloschky (l.) gibt Spielmacher Kahlil Dukes Tipps.

Trainer Benka Barloschky (l.) gibt Spielmacher Kahlil Dukes Tipps.

Foto: Witters

Vier Wochen vor dem Auftaktspiel der Basketball-Bundesliga beim FC Bayern München läuft beim Aufsteiger eigentlich alles nach Plan.

Hamburg.  In vier Wochen, am 30. September (20.30 Uhr, Magenta Sport), haben die Hamburg Towers ihren ersten Auftritt in der Basketball-Bundesliga, und das gleich bei Meister Bayern München. Seit dem 8. August befindet sich der Aufsteiger im Mannschaftstraining, Zeit für Co-Trainer Benka Barloschky (31), eine erste Zwischenbilanz zu ziehen: „Wir sind auf einem guten Weg, wir arbeiten hart an den körperlichen und taktischen Grundlagen.“

Die Fortschritte könne man in den Testspielen sehen. „Da sind erste Strukturen in unserem Spiel zu erkennen“, sagt der Assistent des Cheftrainers Mike Taylor (47). Der US-Amerikaner coacht derzeit die polnische Nationalmannschaft bei der WM in China. Nach zwei Siegen in den ersten beiden Spielen haben die Polen bereits die nächste Runde erreicht.

Barloschky lächelt Kader-Kritik weg

Die jüngsten Ergebnisse der Towers, Siege gegen Bundesligakonkurrent Giessen 46ers, den chinesischen Erstligisten Shanghai Sharks und den dänischen Rekordmeister Bakken Bears Aarhus, scheinen Barloschkys Eindrücke zu bestätigen, obwohl er selbst sagt: „Das sind alles nicht belastbare Momentaufnahmen. So wie wir unsere anfänglichen Niederlagen gegen Crailsheim, in Vechta und unsere ersten beiden Begegnungen in Wedel und Itzehoe bei Drittligaclubs nicht überbewerten, verfahren wir jetzt bei unseren Siegen genauso. Testspiele bleiben Testspiele, bleiben Testspiele.“ Zweifel an der Zusammenstellung des Bundesliga-Kaders lächelt Barloschky weg: „Seien Sie versichert, dass wir uns schon etwas dabei gedacht haben.“

Feinschliff in Trainingslager in Ungarn

Bis zum Trainingslager in Budapest (16. bis 21. September), bei dem Taylor nach der WM wieder zur Mannschaft stößt, soll das Team die Philosophie der Trainer verinnerlicht haben. „In Ungarn geht es dann um den Feinschliff“, sagt Barloschky, der am Montag nach vier Wochen seinen ersten freien Tag hatte. Er ist zeitgleich Cheftrainer beim SC Rist Wedel in der 2. Bundesliga Nord ProB. Die intensive Phase der Vorbereitung schließen die Towers mit einem Test beim Bundesligakonkurrenten Frankfurt Skyliners am 21. September ab.

Nach der Rückkehr des neuen Centers Prince Ibeh (25), der sich gegen Shanghai nach einem Ellenbogenschlag eine Platzwunde am Kopf und eine leichte Gehirnerschütterung zuzog, sind alle Spieler wieder im Training. Seit fünf Tagen ist auch Spielmacher Justus Hollatz (18) wieder voll belastbar. Wegen einer Fersenprellung hatte der Abiturient wochenlang nur reduziert trainieren können. Bis zum Bundesligastart sollte die Entdeckung der vergangen Saison seine körperlichen Defizite aufgeholt haben.