Basketball

Spannendes Finale: Hamburg Towers sind Zweitliga-Meister

Die Hamburg Towers bejubeln die Zweitliga-Meisterschaft.

Die Hamburg Towers bejubeln die Zweitliga-Meisterschaft.

Foto: dpa /Frank Molter

Motivierende Stimmung beim Spiel gegen die Nürnberg Falcons. Auch Gzuz von 187 Straßenbande und "Das Bo" waren dabei.

Hamburg. Um 21.29 Uhr kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Die Spieler sprinteten auf das Parkett und feierten den ersten Meistertitel in der 2. Bundesliga Pro A. Nach dem 87:90 im Hinspiel siegten die Hamburg Towers am Sonnabend vor 3400 Zuschauern in der zum 18. Mal ausverkauften edel.optics.de-Arena gegen die Nürnberg Falcons mit 99:94 (49:44). Beste Werfer der Hamburger war Max Montana mit 16 Punkten.

Gzuz rappt spontan bei Towers-Spiel

Vor dem Einlauf der Towers sorgte 187-Straßenbande-Rapper Gzuz für Stimmung in der edel.optics.de-Arena, als er Auszüge ("Wir packen Hamburg wieder auf die Karte") aus dem Song "Ahnma" live rappte. Diesen spontanen Auftritt verfolgten auch Rapper-Kollege "Das Bo" und Moderatorin Sylvie Meis. Auch die Hamburger Promis sind vom Basketballvirus befallen.

Musikalisch ging es auch auf den Rängen zu. "Nie mehr Zweite Liga", skandierten die Hamburger Fans noch bevor der erste Korb geworfen wurde. Und von der Stimmung beflügelt, waren die Towers sofort im Showmodus. Allen voran Beau Beech zeigte vor den Augen seiner aus Florida angereisten Eltern Joanne und Bud mit einem spektakulären Alley-Oop und Dreipunktewürfen, dass er unbedingt den Zweitliga-Titel wollte.

Hamburg Towers lagen zunächst zurück

Von Beginn an entwickelte sich eine wilde Partie, in der beide Teams nicht wirklich viel Wert auf taktische Disziplin legten. So erinnerte das Spiel eher an ein Showmatch als an ein Finale um den Titel. Towers-Trainer Mike Taylor war mit der Darbietung seiner Aufstiegshelden nicht wirklich zufrieden und redete immer wieder auf seine Profis ein. Nach dem ersten Viertel lagen die Towers mit 28:29 zurück.

Am Spiel der Hamburger änderte sich wenig. Die Towers spielten im Angriff zu kompliziert und fanden über weite Strecken kaum Mittel gegen die starken Distanzwürfe der Nürnberger. Erst zum Ende der ersten Hälfte bekamen die Gastgeber die Partie besser in den Griff. Max Montana sorgte mit der Pausensirene für das 49:44.

In der Halbzeitpause heizte der Hamburger Kult-Rapper "Das Bo" mit seinem auf die Towers umgedichteten Tophit "Türlich,türlich, sicher Digger" dem Publikum ein.

Dann 17-Punkte-Vorsprung im dritten Viertel

Nach dem Seitenwechsel konnten sich die Hamburger vor allem durch ihre aggressivere Verteidigung absetzen. Tevonn Walker riss mit einem krachenden Dunking zum 53:46 die Fans von den Sitzen. Die Nürnberger ließen sich von den stärker aufspielenden Hamburgern zunehmend entnerven, sodass die Towers sich im dritten Spielabschnitt zwischenzeitlich eine 17-Punkte-Führung (71:54) erspielen konnten. Sicherheit brachte diese Führung aber nicht. Nürnberg kam nach 30 absolvierten Minuten auf 77:68 heran.

So entwickelte sich in den vorerst letzten zehn Zweitliga-Minuten für die Towers ein Krimi, der dank leidenschaftlichen Hamburgern und einem Dreipunktewurf von Toptalent Justus Hollatz ein Happyend hatte.