Basketball

Neunter Heimsieg: Towers bleiben in Hamburg unbezwingbar

Towers-Neuzugang Carlton Guyton (l.) zieht an Kirchheims Kevin Wohlrath vorbei.

Towers-Neuzugang Carlton Guyton (l.) zieht an Kirchheims Kevin Wohlrath vorbei.

Foto: Tay Duc Lam / WITTERS

Die Zweitliga-Basketballer besiegen Kirchheim Knights und festigen Platz zwei. Doch die Souveränität der ersten Saisonhälfte fehlt.

Hamburg.  Der Schlussjubel in der zum sechsten Mal in Folge mit 3400 Zuschauern ausverkauften Edel-optics.de-Arena (Rekord) fiel weit weniger laut und enthusiastisch als zuletzt aus, was wohl auch daran lag, dass viele Fans der Hamburg Towers nach dem 80:74 (25:16, 16:18, 16:19, 23:21)-Erfolg gegen die Kirchheim Knights erst mal kräftig durchatmen mussten.

Auch der neunte Heimsieg im neunten Heimspiel konnte schließlich nicht darüber hinwegtäuschen, dass den Wilhelmsburgern die Souveränität der ersten Saisonhälfte abhandengekommen ist. Mit nun 12:5 Siegen konnten sie aber ihren zweiten Tabellenplatz in der 2. Basketballbundesliga ProA festigen.

Im Basketball ist offensichtlich nichts trügerischer als eine klare Führung, und als René Kindzeka in der 16. Minute die Kugel zum 36:22 in den Korb stopfte, war die Begegnung natürlich nicht entschieden, das Publikum glaubte sich indes im Weiteren auf einen entspannten Spielverlauf einstellen zu können. Viele nutzten diese Überzeugung, um schon vor der Halbzeitpause die Bierstände im Oberrang aufzusuchen.

Lob für Guytons Heimdebüt

Auch die Towers verloren in dieser Phase etwas den Kontakt zum Geschehen auf dem Feld, wirkten fahrig, leisteten sich eine Reihe eklatanter Fehlpässe. Die Folge: Rohndell Goodwin, mit 26 Punkten Topscorer der Knights, glich in der 27. Minute per Korbleger zum 51:51 aus. Es war dann der Reboundstärke der Hamburger (40:31), Center Justin Raffington (17 Punkte), Flügelspieler Andrew Barham (20) und einer guten Freiwurfquote (8 von 9) zu verdanken, dass die Kirchheimer in den letzten 13 Minuten keinen Schaden mehr anrichten konnten.

„Es war eine Geduldsfrage. Kirchheim hat versucht, uns aus dem Rhythmus zu bringen, wir haben einen Weg gefunden, das Spiel zu gewinnen“, sagte Neuzugang Carlton Guyton (6 Punkte) nach seinem Heimdebüt. Trainer Mike Taylor lobte den Spielmacher, der den nur sporadisch eingesetzten Kapitän Achmadschah Zazai (Bänderdehnung im linken Fuß) vertrat, trotz einiger Abstimmungsprobleme für seine „physische Präsenz und Vielseitigkeit“. Er werde dem Team in Zukunft noch mehr helfen können.