WM-Splitter

Indianer feiern Klose - Löw lässt Spielerfrauen ins Quartier

Am 12. Juni beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien. Die Nationalmannschaften bereiten sich bereits intensiv auf das Turnier vor. Alles rund um die WM gibt es im Ticker auf abendblatt.de.

Ronaldo-Einsatz im letzten WM-Test weiter fraglich

23.40 Uhr: Portugals Nationaltrainer Paulo Bento will erst im letzten Moment entscheiden, ob er seinen angeschlagenen Superstar Cristiano Ronaldo im Testspiel gegen Irland einsetzen wird oder nicht. „Wir werden bei ihm alles ausschöpfen, was uns an Zeit bleibt“, sagte der Coach einen Tag vor dem letzten WM-Test des deutschen Gruppengegners am Dienstagabend (Ortszeit) in den USA.

Der Weltfußballer des Jahres war aufgrund hartnäckiger Knie- und Oberschenkel-Probleme erst am Samstag ins Mannschaftstraining der Portugiesen eingestiegen. Zeitweise galt sogar sein Einsatz im ersten WM-Spiel gegen Deutschland am 16. Juni als gefährdet. Daran hat Bento aber mittlerweile kaum noch Zweifel. „Wir sind mit der Entwicklung bei Ronaldo sehr zufrieden“, sagte er.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon kommt zur WM-Eröffnung

22.11 Uhr: UN-Generalsekretär Ban Ki Moon wird sich das Eröffnungsspiel der Fußball-WM zwischen Brasilien und Kroatien am Donnerstag vor Ort in der Corinthians-Arena in São Paulo anschauen. Dabei werde er auch mit Staatspräsidentin Dilma Rousseff zusammentreffen, wie die UN-Vertretung in Brasilien am Montag bestätigte. Anschließend fliege Ban weiter nach Bolivien, wo er an einem G77-Treffen teilnehmen werde. Sportminister Aldo Rebelo versicherte bei einer Pressekonferenz in Rio de Janeiro, dass Rousseff an der Eröffnung teilnehmen werde. Sie hatte am Montag mehrere Termine wegen einer starken Erkältung absagen müssen.

Indianer feiern Kloses Geburtstag mit einem Tanz auf dem Trainingsrasen

20.30 Uhr: Seinen 36. Geburtstag feierte Miroslav Klose - wie so viele Ehrentage seit der Jahrtausendwende im Kreis der Nationalmannschaft. Die Gratulation war diesmal eine besondere: Brasilianische Indianer in bunter Stammestracht umringten Klose tanzend auf den Trainingsgelände in Santo André. Der gebürtige Pole klatschte mit und hob die Arme. Vorher war auch für den Jubilar hartes Training angesagt gewesen.

Nach Immobile-Dreierpack: Prandelli will sich nicht festlegen

19.52 Uhr: Italiens Nationaltrainer Cesare Prandelli will sich nach der überzeugenden Testspiel-Leistung von Angreifer Ciro Immobile nicht auf eine Sturmformation für den WM-Auftakt festlegen. „Wir haben 23 Spieler, aber es kann keine 23 Stammspieler geben“, sagte der 56-Jährige am Montag in Mangaratiba. „Wir werden das auf Basis der körperlichen und psychologischen Verfassung entscheiden. Alles ist möglich“ Der zu Borussia Dortmund wechselnde Immobile hatte beim 5:3-Sieg über Fluminense am Sonntag dreimal getroffen. Bislang war im Sturm der Fußball-Nationalelf Mario Balotelli gesetzt. Seinem Team traut Prandelli vor der ersten WM-Partie gegen England am Sonntag (0.00 Uhr/MESZ) in Manaus viel zu. „Dieses Team hat die Kraft und die Möglichkeiten, um bis ins Finale zu kommen“, betonte der Nationalcoach. „Wir arbeiten jetzt noch an der Schnelligkeit und an den Details, die Grundlagen haben wir gelegt.“ Die Mannschaft sollte am Montagnachmittag (Ortszeit) noch eine Trainingseinheit unter Ausschluss der Öffentlichkeit absolvieren. Angeschlagen war nur Mittelfeldspieler Marco Verratti, der Fieber hatte.

Brasiliens Dani Alves lobt Deutschland für „munteren Fußball“

19.35 Uhr: Für Brasiliens Außenverteidiger Dani Alves sind Deutschland und Spanien die Favoriten für die Weltmeisterschaft – nach Brasilien natürlich. „In erster Linie Spanien“, sagte der 31-Jährige vom FC Barcelona am Montagabend im Trainingslager der Seleção in Teresópolis auf eine entsprechende Frage und betonte: „Deutschland gefällt mir auch sehr, sie spielen einen sehr munteren Fußball. Und Argentinien ebenfalls, sie haben einen spektakulären Angriff.“ In seiner Rangliste der WM-Favoriten stehe Brasilien aber ganz oben. „Weil wir zu Hause spielen und die Menschen auf unserer Seite haben.“ Alves träumt von einem Finale Brasiliens gegen Argentinien. „Das ist ein Klassiker durch die Geschichte der beiden Mannschaften und wäre ein historisches Spiel“, sagt er.

Löw lässt Spielerfrauen ins Quartier

19.08 Uhr: Joachim Löw wird seinen 23 Spielern auch bei der Weltmeisterschaft in Brasilien wieder Zeit für private Stunden mit ihren Frauen und Familien gönnen. Teammanager Oliver Bierhoff kündigte am Montag in Santo André auch Treffen im Campo Bahia, dem Quartier der DFB-Auswahl, an. „Wir würden die Familien auch bei uns empfangen“, sagte Bierhoff. Er begründete das auch mit logistischen Gründen. Zudem fühle man sich „wie eine Großfamilie“. Das erste Wiedersehen mit den Liebsten wird es aber frühestens nach dem Auftakt am kommenden Montag gegen Portugal geben. „Jetzt geht der Fokus voll aufs erste Spiel. Nach dem Spiel tut es meist sehr gut, auch mal rauszukommen und die Familien zu sehen“, sagte Bierhoff. Die persönlichen Freiheiten seien auch wichtig bei einem langen Zusammensein der Nationalmannschaft. „Es ist auch mal gut, die gesamte Gruppe nicht zu sehen“, bemerkte der ehemalige Kapitän der deutschen Nationalmannschaft.

DFB-Team simuliert Bedingungen für Portugal

18.49 Uhr: Bundestrainer Joachim Löw lässt die extremen klimatischen Bedingungen bei der WM für das erste Gruppenspiel am 16. Juni gegen Portugal intensiv simulieren. Am Mittwoch, Freitag und Sonntag werde jeweils um 13 Uhr trainiert, sagte Löw-Assistent Hansi Flick am Montag in Santo André. Zu dieser Zeit erfolgt in einer Woche in Salvador auch der Anstoß gegen das Team um Weltfußballer Cristiano Ronaldo. Laut Flick sind alle Akteure im deutschen Kader „nahe bei 100 Prozent“. Teammanager Oliver Bierhoff stellt sich auf einen langen Aufenthalt in Brasilien ein. „Realistisch ist schon der Weg zum Finale. An etwas anderes möchten wir gar nicht denken.“

Robben sieht Brasilien als Topfavorit auf WM-Titel

18.35 Uhr: Gastgeber Brasilien ist für Arjen Robben der Topfavorit auf den WM-Titel. „Sie haben sehr viel Qualität und den Heimvorteil“, sagte der Niederländer dem Fachmagazin „Voetbal International“. Die Rolle des Ausrichters könne für die Seleção aber auch zum Nachteil werden. „Der Druck wird unglaublich groß sein, das ganze Land geht davon aus, dass sie den Titel holen“, meinte der Flügelflitzer von Bayern München. „Ich bin gespannt, wie sie damit umgehen.“ Auch dem deutschen Team traut Robben eine gute Rolle zu. „Neben Brasilien ist Deutschland in meinen Augen ebenfalls ein ernsthafter Kandidat“, sagte der 30-Jährige, der außerdem noch Argentinien und Spanien auf der Rechnung hat. Gegen den Titelverteidiger starten Robben und Co. am Freitag in Salvador ins Turnier. „Es geht nicht um Individuen, die werden kein Weltmeister. Es geht darum, wer die beste Mannschaft hat“, sagte Robben, bei den Bayern in der Vergangenheit oft als Egoist verschrien.

Mexikaner mit dem Taxi zum Training

18.20 Uhr: Die mexikanischen Nationalspieler mussten am Montag kurzfristig auf Taxis umsteigen, um im WM-Quartier in Santos zum Training zu gelangen. Der Mannschaftsbus von El Tri war nämlich liegengeblieben. Das Trainingsgelände O Rei Pelé ist vier Kilometer vom Hotel der Mexikaner entfernt. Kapitän Rafael Marquez twitterte ein Foto von sich und seinen Teamkollegen, die sich in ein Taxi zwängten. Das Training begann trotz der unvorgesehenen Anreise pünktlich. Mexiko spielt in in der Vorrundengruppe A gegen Gastgeber Brasilien, Kroatien und Kamerun.

Del Bosque warnt trotz WM-Ziel: „Sind nicht der Nabel der Welt“

18.08 Uhr: Trainer Vicente del Bosque will mit Spanien den WM-Titel verteidigen. Er strebe mit seinem Team „das Maximum“ an, sagte er in einem Interview der Online-Ausgabe der Zeitung „Marca“ am Montag. „Dafür arbeiten wir.“ Zugleich wies er darauf hin, dass vergangene Erfolge im Fußball nichts garantierten und es neben Brasilien viele weitere Favoriten gebe. „Dieses Deutschland, das seit Jahren ganz nah daran ist zu gewinnen, dieses Argentinien mit Messi, dieses Portugal mit einem Riesenspieler wie Cristiano“, sagte del Bosque. Frankreich und Italien, aber auch Mannschaften wie Uruguay, Chile, England, Belgien und die Afrikaner, über die weniger gesprochen werde, die aber auch ein sehr hohes Niveau hätten, zählen für den 63-Jährigen ebenfalls zu den Kandidaten. Bezogen auf die Chancen, den Titel zu verteidigen, erinnerte del Bosque an die WM-Geschichte. Nur Italien und Brasilien sei dies geglückt, und seit 1962 keiner Mannschaft mehr. „Das muss ja einen Grund haben“, meinte er. Natürlich sei es nicht unmöglich, aber „normal wäre es, die WM nicht zu gewinnen“, sagte del Bosque. Spanien müsse das Potenzial seiner Gegner respektieren. „Wir sind nicht der Nabel der Welt“, betonte er. „Aber unser Ziel und unser Traum muss sein, zu gewinnen und daran zu glauben.“

Gerrard leicht verletzt – Oxlade-Chamberlain mit Lauftests

17.56 Uhr: Vor der malerischen Kulisse am Aussichtspunkt Morro hat die englische Nationalmannschaft das erste Training in ihrem WM-Quartier in Rio de Janeiro absolviert. Bei Temperaturen von rund 34 Grad in der Sonne nahmen am Montag bis auf den angeschlagenen Alex Oxlade-Chamberlain alle Profis aus dem Kader von Trainer Roy Hodgson an der gemeinsamen Einheit teil. Der 20 Jahre alte Offensivspieler konnte nach seiner Verletzung am Innenband des rechten Knies zumindest wieder alleine Laufübungen und auch Sprints absolvieren. Dabei trug der Arsenal-Profi eine flexible Schiene am Bein. Kapitän Steven Gerrard musste die Trainingseinheit der Three Lions hingegen vorzeitig wegen leichten Leistenbeschwerden abbrechen. Im ersten Spiel bei der Weltmeisterschaft in Brasilien trifft England am 15. Juni (0 Uhr MESZ) in Manaus auf Italien.

Bierhoff zufrieden mit Bedingungen: „Stimmung hervorragend gut“

17.17 Uhr: Teammanager Oliver Bierhoff hat die Bedingungen im WM-Trainingsquartier der deutschen Nationalmannschaft in Campo Bahia in den höchsten Tönen gelobt. „Wir haben es sehr gut angetroffen. Die Stimmung ist hervorragend gut. Wir hoffen, dass wir dies auch auf dem Platz umsetzen können“, sagte Bierhoff am Montag auf der DFB-Pressekonferenz im Santo Andre. Die besondere Atmosphäre habe das Team schon bei der Ankunft in Campo Bahia am Sonntag gespürt. DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock sprach von einem „wunderbaren Empfang“. „Das hat gezeigt, dass wir hier willkommen sind“, erklärte Sandrock.

Kamerun in Brasilien eingetroffen

16.50 Uhr: Die Nationalmannschaft Kameruns ist nach dem Ende des Prämien-Streits in der Heimat am Montagmittag (Ortszeit) in Brasilien eingetroffen. Das Team des deutschen Trainers Volker Finke hatte am Sonntag zunächst die Abreise verweigert, ehe es am Montagmorgen um fünf Uhr in Jaunde doch den Flieger Richtung Brasilien bestieg. Schon am Freitag bestreiten die unzähmbaren Löwen in Natal gegen Mexiko (18 Uhr MESZ/ZDF) ihr erstes WM-Spiel. Das Teamquartier befindet sich in Vitoria. Der Streit war in der Vorwoche vor dem Länderspiel gegen Deutschland in Mönchengladbach (2:2) eskaliert. Heimische Medien hatten berichtet, dass die Nationalspieler für den Sprung zur WM umgerechnet 182.000 Euro pro Person verlangten und das nachgebesserte Angebot der Regierung von 68.000 Euro abgelehnt hätten. Angeblich haben sie damit gedroht, das Spiel gegen die DFB-Elf platzen zu lassen. Nun sollen sich die Parteien nach Angaben von Cameroon Radio Television (CRTV) auf einen Stufenplan geeinigt haben: 76.000 Euro Prämie pro Kopf für den Achtelfinal-Einzug und für das Erreichen jeder weiteren Runde. Zusätzlich sollen sechs Prozent der gesamten WM-Einnahmen des Verbandes an das Team zurückfließen.

Deutsches Team trainiert vor 500 Zuschauern

16.23 Uhr: Die deutsche Nationalmannschaft um Manuel Neuer hat sich beim Training in Brasilien den einheimischen Fußball-Anhängern präsentiert. Vor rund 500 Zuschauern aus Santo André, darunter eine indianische Gruppe in traditioneller Tracht, absolvierte der komplette WM-Kader am Montag eine öffentliche Einheit. Die Profis, Trainer und Betreuer trugen beim Training neu gestaltete T-Shirts mit dem Aufdruck „Feliz por estar aqui“ (Wir sind glücklich, dass wir hier sein dürfen) auf der Vorderseite und „Obrigado Bahia“ (Danke Bahia) auf der Rückseite. „Ein Riesenkompliment und einen Riesendank an die Menschen in Bahia und Santo André. Die WM hätte für uns nicht besser beginnen können. Obrigado!“, erklärte Kapitän Philipp Lahm. Auch Oliver Bierhoff war vom Empfang angetan. „Die Herzlichkeit und Fröhlichkeit der Menschen ist ansteckend. Die Spieler haben dies genauso erlebt, wir sind fantastisch empfangen worden“, schilderte der Nationalmannschaftsmanager. Neuer hinterließ beim Torwarttraining mit Andreas Köpke einen guten Eindruck, von der Schulterverletzung war nichts mehr zu erkennen. Vor der Einheit spendete die Mannschaft ihrem Ältesten Beifall – zum Geburtstag. Miroslav Klose wurde am Montag 36 Jahre alt und feierte wie seit 2002 bei allen Turnieren seinen Ehrentag im Kreis des DFB-Teams und fernab der Familie.

Ronaldo: „Haltet Klose auf, er darf keine Tore machen“

15.43 Uhr: Mit einem ungewöhnlichen Appell sorgte Brasiliens Fußball-Legende Ronaldo für Stimmung beim offiziellen Auftakt der Fifa-Fan-Feste in Fortaleza. „Ihr seid die Besten und habt eine wichtige Funktion“, sagte der WM-Rekordtorjäger auf der Tribüne und bat dann, man möge doch gegen Deutschland und Rekordtorjäger Miroslav Klose halten, „damit er hier keine Tore macht“. Denn der deutsche Nationalstürmer ist mit 14 WM-Toren im Gepäck angereist und könnte Ronaldos Bestmarke von 15 Endrunden-Treffern beim zweiten Gruppenspiel der DFB-Elf gegen Ghana am 21. Juni in der Arena Castelão von Fortaleza einstellen oder gar übertreffen. Knapp 20.000 waren zur Fan-Fest-Premiere am Iracema-Strand gekommen. Auf dem Gelände finden insgesamt 35.000 Personen Platz. Neben der Übertragung der 64 Turnierspiele werden an den zentralen Veranstaltungsorten in den zwölf WM-Städten auch Musikgrößen für Unterhaltung sorgen.

Ancelotti: Khedira spielt auch in der nächsten Saison für Real Madrid

15.15 Uhr: Sami Khedira soll auch in der nächsten Saison für Real Madrid spielen. Trainer Carlo Ancelotti wies Spekulationen in der spanischen Presse zurück, wonach der Champions-League-Sieger auf ein attraktives Angebot für den deutschen Nationalspieler eventuell eingehen würde. „Khedira ist für uns ein sehr wichtiger Spieler“, betonte der Coach am Montag in Madrid. „Er wird auch in der nächsten Saison bei uns spielen.“ Khediras Vertrag bei Real läuft noch bis 2015. Ancelotti kündigte an, dass die Madrilenen bei ihren Neuverpflichtungen für die nächste Spielzeit erst die Weltmeisterschaft in Brasilien abwarten wollen. „Wir haben Zeit. Vor dem Ende der WM werden wir nicht aktiv werden. Der Transfermarkt ist bis zum 31. August geöffnet“, sagte der Italiener. Real sei entschlossen, seinen Kader zu verstärken. „Das wird nicht leicht sein, denn das Team ist sehr gut“, betonte Ancelotti. In den Medien war der Uruguayer Luis Suárez vom FC Liverpool als mögliche Verstärkung genannt worden. „Dass er ein fantastischer Spieler ist, weiß jeder“, sagte der Trainer. „Aber es wäre respektlos, jetzt über Namen zu sprechen.“

Chile bangt weiterhin um Vidal

14.50 Uhr: Chile sorgt sich trotz des Kurzeinsatzes im letzten Testspiel weiter um seinen Starspieler und WM-Hoffnungsträger Arturo Vidal. Die chilenische Zeitung „El Mercurio“ schrieb am Sonntag (Ortszeit) auf ihrer Titelseite: „Alarm in der Nationalmannschaft.“ Vidal, der sich nach dem vorzeitigen Titelgewinn mit Juventus Turin in der italienischen Fußball-Meisterschaft Anfang Mai am Knie hatte operieren lassen, gehe es nicht besser. Seit seinem Einsatz beim 2:0-Sieg über Nordirland habe Vidal nicht normal mit der Mannschaft trainiert, schrieb das Blatt und widmete dem Fußball-Sorgenkind der Nation fast eine ganze Seite. Auch „La Tercera“ rechnet nicht mit einem Einsatz von Beginn an im ersten WM-Spiel der „Roja“ in Brasilien an diesem Freitag gegen Australien. Deswegen habe Nationaltrainer Jorge Sampaoli auch schon andere Varianten im WM-Camp der Chilenen bei Belo Horizonte ausprobiert. Nach dem Auftakt gegen die „Socceroos“ warten in Weltmeister Spanien und Vizeweltmeister Niederlande noch zwei Topteams auf die Chilenen, die von vielen aber als Geheimfavorit gehandelt werden.

Prämiendebatte bei Nigeria: Obi Mikel wird vorstellig

14.10 Uhr: Kurz vor der WM in Brasilien hat Nigeria seine obligatorische Prämiendebatte. Medienberichten zufolge wurden Kapitän Joseph Yobo und Chelsea-Star John Obi Mikel bei Funktionären des nationalen Verbandes vorstellig. Dem Vernehmen nach haben die Spieler der „Super Eagles“ schon im Vorfeld eine Siegprämie für die Vorrunde in Höhe von 10 000 Dollar pro Mann ausgehandelt. Zusätzlich wollen sie aber noch eine Auflaufpauschale. Schon beim Confederations Cup im vergangenen Jahr hatte es bei Nigeria eine Debatte um Prämien für die WM-Qualifikation gegeben. Das Team trifft in Brasilien auf Argentinien, Iran und Bosnien-Herzegowina.

Pelé hofft auf WM-Finale zwischen Brasilien und Uruguay

13.25 Uhr: Brasiliens Fußball-Lichtgestalt Pelé hofft bei der WM in seinem Heimatland (12. Juni bis 13. Juli) auf ein Endspiel zwischen der Selecao und dem Erzrivalen Uruguay. „Das wäre eine schöne Revanche“, sagte der 73-Jährige bei einer Fifa-Veranstaltung in São Paulo. Bei der bislang einzigen WM-Endrunde in Brasilien 1950 hatten die Gastgeber in der Finalrunde gegen Uruguay im Maracana-Stadion von Rio de Janeiro mit 1:2 verloren und damit den sicher geglaubten Titel noch an die Urus verloren. Am Donnerstag findet das WM-Eröffnungsspiel zwischen Brasilien und Kroatien in São Paulo statt. Pelé betonte außerdem, erst die WM-Erfolge im Fußball hätten überhaupt dazu geführt, dass die Welt Notiz von Brasilien genommen habe: „Als ich als 17-Jähriger bei der WM 1958 in Schweden spielte, kannte uns keiner. Für die Leute waren Argentinien, Brasilien oder das Amazonasgebiet das Gleiche.

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Weiterer personeller Rückschlag für Kolumbien: Ramírez fällt aus

12.45 Uhr: Nach dem Ausfall von Top-Stürmer Radamel Falcao muss WM-Teilnehmer Kolumbien einen weiteren personellen Rückschlag verkraften. Mittelfeldspieler Aldo Ramírez fällt nach Angaben des kolumbianischen Verbandes für die Weltmeisterschaft in Brasilien aus. Der 33-Jährige zog sich im Testspiel gegen Jordanien (3:0) am Freitag eine Knöchelverletzung zu. Als Ersatz berief Nationaltrainer José Pekerman überraschend den 23 Jahre alten Carlos Carbonero. Der Profi vom argentinischen Meister River Plate hat erst ein Länderspiel absolviert und stand auch nicht im vorläufigen 30-Mann-Aufgebot. Vor Ramírez mussten bereits Falcao, Luis Perea und Luis Muriel für die WM vom 12. Juni bis 13. Juli absagen. Die Auswahl um den künftigen Dortmunder Bundesliga-Profi Adrián Ramos trifft in der Gruppe C auf die Elfenbeinküste, Griechenland und Japan.

Ecuador muss bei Fußball-WM auf Mittelfeldspieler Castillo verzichten

12.05 Uhr: Die Nationalmannschaft Ecuadors muss bei der WM in Brasilien auf Mittelfeldspieler Segundo Castillo verzichten. Das teilte der nationale Fußball-Verband (FEF) auf seiner Internetseite mit. Der 32-Jährige hatte sich im Testspiel gegen Mexiko (1:3) am 31. Mai eine Bänderverletzung im Knie zugezogen und wird nicht rechtzeitig fit für die Weltmeisterschaft vom 12. Juni bis 13. Juli. Für Castillo nominierte Trainer Reinaldo Rueda am Sonntagabend Oswaldo Minda von den Chivas USA nach. Ecuador trifft in der Gruppe E auf die Schweiz, Frankreich und Honduras.

WM 2022: ARD und ZDF sichern sich Übertragungsrechte

11.20 Uhr: Vier Tage vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien haben sich ARD und ZDF die deutschen Übertragungsrechte für das WM-Turnier 2022 gesichert. Der Weltverband Fifa habe die Rechte an die beiden öffentlich-rechtlichen Fernsehsender vergeben, teilten NDR und ZDF am Montag mit. Nach dem derzeitigen Stand findet die WM in acht Jahren in Katar statt, die Vergabe ist aber weiterhin umstritten. Damit sei sichergestellt, dass alle wichtigen Spiele der WM 2022 live im frei empfangbaren Fernsehen übertragen werden. Hierüber hätten sich die Fifa und SportA, die Sportrechte-Agentur von ARD und ZDF, verständigt. Der Abschluss stehe unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Gremien. Über die Konditionen des Vertrags wurde Stillschweigen vereinbart. „Nach Brasilien können die Zuschauer in Deutschland auch die nächsten beiden Turniere im frei empfangbaren TV und in der gewohnten hohen Qualität der Berichterstattung erleben“, sagte ZDF-Intendant Thomas Bellut laut Mitteilung. Der für Sportrechte bei der ARD federführende Intendant des BR, Ulrich Wilhelm, ergänzte: „Wie gewohnt werden ARD und ZDF sowohl von den WM-Spielen als auch über die politische, kulturelle und gesellschaftliche Situation intensiv berichten.“

Titelverteidiger Spanien in Brasilien angekommen

10.40 Uhr: Titelverteidiger Spanien ist am Sonntag in seinem Quartier für die WM in Brasilien (12. Juni bis 13. Juli) angekommen. Die 23 Spieler, Nationaltrainer Vicente del Bosque und der Rest des Teams landeten um 20.10 Uhr Ortszeit am Flughafen in Curitiba. Im Anschluss fuhr die Mannschaft nach Caju, wo sie in den nächsten Wochen ihr Basiscamp aufschlägt. Am Samstag hatten die Iberer in Washington in ihrem letzten WM-Test El Salvador mit 2:0 geschlagen. Spanien spielt in Gruppe B sein erstes Endrunden-Match am 13. Juni in einer Neuauflage des Finals von 2010 gegen die Niederlande in Salvador de Bahia. Es folgen die Partien gegen Chile in Rio de Janeiro (18. Juni) und gegen Australien in Curitiba (23. Juni).

Kein Bombenalarm im kroatischen WM-Camp

9.55 Uhr: Drei Tage vor dem WM-Eröffnungsspiel haben Meldungen über einen angeblichen Bombenalarm im Trainingscamp Kroatiens für Aufregung gesorgt. Der Fußballverband HNS dementierte dies jedoch umgehend und verurteilte die Berichte kroatischer Medien als Sensationshascherei. Die Mannschaft von Ex-Bundesligaprofi Niko Kovac ist am 12. Juni in Sao Paulo zum WM-Auftakt Gegner von Gastgeber Brasilien. „Im Campo de Croatia gab es keinen Bombenalarm, sondern eine Routineuntersuchung der Sicherheitskräfte. Es gab kein unterbrochenes Training, weil die Mannschaft zu dem Zeitpunkt gar nicht trainiert hat, und auch die Pressekonferenz begann nicht mit Verspätung, sondern hat rechtzeitig angefangen“, hieß es in der Mitteilung des Verbandes.

Niederländer heiß auf Spanien - van Persie: Es beginnt, zu kribbeln

9.10 Uhr: Im Lager der Niederländer steigt kurz vor dem Start der WM die Vorfreude auf die Final-Revanche gegen Spanien. „Es beginnt zu kribbeln. Von mir aus kann es losgehen“, sagte Kapitän Robin van Persie am Sonntag (Ortszeit) in Rio de Janeiro mit Blick auf das erste Gruppenspiel am Freitag in Salvador. „Spanien hat nach wie vor eine sehr starke Mannschaft, aber wir sind auch gut“, meinte der Torjäger von Manchester United. Die Leistenprobleme, die ihn ein paar Tage behinderten, sind kein Thema mehr. „Ich spüre nichts mehr und habe voll trainiert“, sagte van Persie. „Ich kann mich auch nicht daran erinnern, dass ich die vergangenen fünf Jahre einmal komplett schmerzfrei war.“ Bondscoach Louis van Gaal hat vor dem Duell mit dem Titelverteidiger daher nur noch eine Position in seiner ersten Elf zu vergeben. Im defensiven Mittelfeld streiten der noch leicht angeschlagene Jonathan de Guzman und Jordy Clasie um den Platz neben dem gesetzten Nigel de Jong. Wie motiviert das Oranje-Team ist, wurde auch durch eine Auseinandersetzung zwischen Arjen Robben und Bruno Martins Indi deutlich. Der junge Verteidiger hatte den Bayern-Star der Schwalbe bezichtigt, was dieser nicht auf sich sitzen ließ. Das Wortgefecht im Training war aber schnell wieder vergessen.

Mexikos Angreifer dos Santos: „Unser Ziel ist das WM-Finale“

8.30 Uhr: Mexikos Top-Stürmer Giovani dos Santos hat ein ehrgeiziges Ziel für die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien ausgerufen. „Unser Ziel ist das WM-Finale“, sagte der Angreifer vom FC Villarreal in einem Interview der Nachrichtenagentur dpa. Trotz der Zitterpartie um das WM-Ticket sei Mexikos Nationalmannschaft stärker als je zuvor, sagte der 25-Jährige. Die Auswahl von Trainer Miguel Herrera hatte sich erst in den Playoffs gegen Neuseeland durchgesetzt. „Das hat uns geeint und wir wissen heute, dass wir stärker sind als zuvor“, sagte dos Santos. Für die Partien in der Gruppe A gegen Gastgeber Brasilien, Kroatien und Kamerun vertraue er nun fest auf die Siegermentalität unter anderem der Spieler, die bei den Olympischen Spielen in London die Goldmedaille gewonnen hatten. Er selbst habe viel gelernt und sei als Spieler gereift. „Ich habe in verschiedenen Mannschaften gespielt und bin an einem sehr guten Punkt in meiner Karriere“, sagte dos Santos. Zugleich warnte er vor der Turnier-Konkurrenz. Es gebe heutzutage keine Teams mehr, die einfach zu besiegen seien, das sei Mexiko während der Qualifikation klar geworden. „Man muss in den Spielen hart arbeiten, um gute Ergebnisse zu erzielen“, betonte dos Santos.