FC St. Pauli

Daniel Buballa droht für das Spiel in Aue auszufallen

Linksverteidiger Daniel Buballa (29) spielt seit Sommer 2014 bei FC St. Pauli.

Linksverteidiger Daniel Buballa (29) spielt seit Sommer 2014 bei FC St. Pauli.

Foto: Witters

St. Paulis Kapitän leidet an einer Kniestauchung, die er sich nach einem Torschuss an seinen Kopf zugezogen hatte.

Hamburg. Rund zweieinhalb Stunden schuftete Daniel Buballa am Montag im Kraftraum. „Das war noch länger, als ich selbst gedacht hätte. Aber es war gut“, sagte am Montag der Linksverteidiger, der einer der trainingsfleißigsten Profis des FC St. Pauli ist und zudem regelmäßig mit dem Fahrrad zu den Übungseinheiten fährt. Dennoch ist es kein gutes Zeichen, dass der 29-Jährige jetzt dieses Spezialprogramm absolvierte. Er konnte nämlich nicht am Mannschaftstraining teilnehmen, das rund eine Stunde kürzer war als seine individuelle, von den Athletiktrainern ausgearbeitete Einheit. Der Grund dafür ist Buballas Knieverletzung, die er sich vor einer Woche im Training zugezogen hatte – auf ungewöhnliche Art und Weise.

Beim Trainingsspiel war Buballa aus kurzer Distanz am Kiefer getroffen worden, als er einen Torschuss von Stürmer Viktor Gyökeres blockte. Buballa ging zu Boden und verletzte sich beim Sturz am linken Knie. Die Untersuchungen ergaben, dass eine Stauchung vorliegt. Der obere Knochen war auf den unteren geprallt. „Es wird jetzt von Tag zu Tag besser, nachdem sich am Anfang fast gar nichts getan hatte. Aber das ist normal“, sagt Buballa. „Wenn ich gehe, kann man kaum noch etwas sehen.“

Buballa hatte bisher noch nie eine Knieverletzung

Auch die Blessur am Kopf wurde eingehend untersucht. „Zwei Tage nach dem Trainingsunfall habe ich im Klinikum Boberg alle möglichen Tests gemacht, um die Hirnfähigkeit zu testen. Lustigerweise waren die Ergebnisse etwas besser als beim ersten Mal ohne Verletzung. Vor der Saison hatten wir Vergleichswerte genommen, um für den Fall, dass etwas passiert, eine Orientierung zu haben“, erklärte Buballa am Montag. Von dieser Seite aus spricht also nichts dagegen, dass er im Training und auch in den Spielen wieder mitmischt.

Doch ob die Beschwerden im linken Knie jetzt so schnell abklingen, dass er am Freitagabend (18.30 Uhr) zum Zweitliga-Auswärtsspiel beim FC Erzgebirge Aue antreten kann, ist fraglich. „Es kann eine Sache von Tagen sein – oder auch von ein bis zwei Wochen“, sagte jetzt Buballa. Erfahrungswerte besitzt er nicht. „Ich hatte in meiner Karriere bisher noch nie eine Knieverletzung“, versicherte er – für einen Fußballer mit jahrelanger Profierfahrung eine höchst ungewöhnliche Tatsache. Auch diesmal ist bei der Stauchung nicht wirklich viel passiert. „Es ist nichts kaputt“, stellte er erleichtert fest.

Reißt die Serie?

Und doch ist die aktuelle Tendenz so, dass die Zeit bis zum Spiel in Aue nicht reichen wird. „Wenn ich mich nicht bei 100 Prozent fühle, macht es keinen Sinn zu spielen“, sagte er denn auch. Gerade als Spieler, der von seiner Laufstärke und Sprintfähigkeit lebt, ist dies eine vernünftige Einstellung. Wenn er in Aue passen muss, ginge eine Serie von 18 Pflichtspielen in Folge zu Ende, in denen er keine Minute verpasst hat. „Jede Serie ist mal vorbei, hoffentlich am Freitag auch die, dass wir in Aue nicht gewinnen“, sagte Buballa. „Ich fange dann eben wieder eine neue an.“

Als Kapitän würde er von Jan-Philipp Kalla vertreten, der auch Linksverteidiger spielen kann. Und wer ist Kapitän, wenn Kalla nicht in der Startelf steht? „Das weiß ich nicht, da müssen Sie den Trainer fragen“, sagte Buballa.