Vor Partie gegen den HSV

St. Paulis James Lawrence hält das Derby für ein Privileg

Lawrence ist bei St. Pauli derzeit unverzichtbar.

Lawrence ist bei St. Pauli derzeit unverzichtbar.

Foto: Martin Rose / Bongarts/Getty Images

Der Innenverteidiger beim FC St. Pauli freut sich auf das Duell mit dem Stadtrivalen HSV: "Es ist das Spiel der Spiele."

Hamburg.  An sein letztes derbyähnliches Spiel kann sich James Lawrence noch gut erinnern. Am 13. April traf der RSC Anderlecht, wo der ausgeliehene Abwehrchef des FC St. Pauli noch bis 2021 unter Vertrag steht, in Belgiens Eliteliga auf den verhassten Erzrivalen Standard Lüttich. „Das Spiel musste abgebrochen werden, weil es zu viel Einsatz von Pyrotechnik gab“, erinnert sich der 27-Jährige, der weiß, dass es auch beim letzten Stadtderby gegen den HSV im März das eine oder andere Feuerwerk auf den Tribünen gab. „Rein sportlich, das weiß ich, gibt es nach dem 0:4 damals noch Raum für Verbesserung“, sagt der Waliser und kann sich ein Grinsen nicht verkneifen.

Dem Innenverteidiger merkt man an, wie groß seine Lust auf das Duell mit dem Stadtrivalen ist. In den vergangenen Tagen fragte er seine Mitspieler immer wieder über die Bedeutung der Partie aus. „Es ist das Spiel der Spiele“, sagt Lawrence, „bei so einem Spiel dabei sein zu dürfen, ist ein Privileg. Das ist eine der Partien, auf die man nach der aktiven Karriere zurückschaut“, freut sich der Profi, der in der Länderspielpause im Kader der walisischen Nationalmannschaft stand, dort aber gegen Aserbaidschan (2:1) und Weißrussland (1:0) nicht zum Einsatz kam. „Vor dem zweiten Spiel habe ich einen heftigen Tritt im Training abbekommen und konnte nicht spielen. Aber ich bin wieder fit“, gibt Lawrence, der das Training am Freitag ohne Probleme absolvieren konnte, Entwarnung für das Stadtderby.

Und ein fitter Lawrence ist bei St. Pauli derzeit unverzichtbar. Gerade gegen den HSV, der die beste Offensive der Zweiten Liga hat, ist die defensive Stabilität der Schlüssel. „Du kannst auf dem Platz nicht nur mit Emotionen spielen, du musst auch dein Gehirn benutzen. Es ist wichtig, die Emotionen so zu kanalisieren, dass sie uns besser machen“, gibt Lawrence die Marschrichtung für die Partie am Millerntor vor.