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St. Paulis Neuer grätschte schon Luka Modrić ab

Zwei Neue für St. Pauli: Sportchef Andreas Bornemann mit Matt Penney (l.) und James Lawrence (r.).

Zwei Neue für St. Pauli: Sportchef Andreas Bornemann mit Matt Penney (l.) und James Lawrence (r.).

Foto: Witters

Bornemann lotst die britischen Defensivspieler Matt Penney und James Lawrence ans Millerntor. Letzterer ist sogar A-Nationalspieler.

Hamburg. Der FC St. Pauli hat auf seine Personalprobleme reagiert und am Donnerstag gleich zwei Leihgeschäfte realisiert. Zunächst wurde der englische Außenverteidiger Matt Penney (21) bis 2020 vom englischen Zweitligisten Sheffield Wednesday verpflichtet. Trainer Jos Luhukay hat den Spieler 2018 in Sheffield trainiert.

Am Abend folgte James Lawrence, der die Lücke in der Innenverteidigung durch den längeren Ausfall von Kapitän Christopher Avevor schließen soll. Der 27-jährige Waliser wechselt ebenfalls bis Juni 2020 vom belgischen Erstligisten RSC Anderlecht zu den Kiezkickern. Im November 2018 feierte der Linksfuß sein Debüt für die walisische Nationalmannschaft.

Bleibt Miyaichi in der Defensive?

Ob Ryo Miyaichi durch die Wechselspiele weiter in der Defensive aufläuft, wird sich weisen. Im Trainingsspiel an der Kollaustraße erhielt der 26-Jährige am Donnerstag von seinen Mitspielern für eine Aktion als Rechtsverteidiger jedenfalls spontanen Applaus: ein langer Ball kommt auf Miyaichi zugeflogen. Der Japaner reagiert blitzschnell, leitet direkt den Gegenangriff ein und schaltet sich mit einem Tempolauf über die rechte Außenbahn ins Offensivspiel ein.

Es sind genau diese Qualitäten, die St. Paulis Trainer Jos Luhukay dazu bewogen haben, seinen Außenbahnspieler von seiner Stammposition auf dem offensiven Flügel auf den Rechtsverteidiger-Posten zu versetzen. Zuerst in der Schlussphase des DFB-Pokalspiels in Lübeck, im Zweitliga-Spiel beim VfB Stuttgart von Beginn an. „Er hat mich auf dieser Position aufgestellt, damit ich meine Geschwindigkeit nutze“, erklärt Miyaichi die Umstellung, „als Außenverteidiger habe ich viel Platz vor mir, so kann ich mein Tempo gut einbringen. Ich hoffe, das ist ein guter Effekt für das Team.“

Miyaichi ist die Position egal

Zwar gibt er zu, dass ihn die Entwicklung etwas überrascht habe, zumal er zuvor noch nie als Verteidiger eingesetzt worden ist, aber für Miyaichi, der seit Juli 2015 für die Hamburger spielt und noch einen Vertrag bis 2021 besitzt, ist es ohnehin nicht von großer Relevanz, wo er spielt: „Ich gebe in jeder Partie alles, egal auf welcher Position.“

Für Miyaichi ist es auch ein kleiner Neustart. Bisher kommt er verletzungsbedingt nur auf 50 Zweitliga-Partien. Doch aktuell ist Ryo Miyaichi top fit und hoch motiviert. Wahrscheinlich darf St. Paulis Nummer zwölf auch am Montagabend beim Heimspiel gegen Holstein Kiel (20.30 Uhr) die rechte Seite als Außenverteidiger bekleiden.