FC St. Pauli

Treueschwur: Rettig bekennt sich zu Lienen

Der abstiegsbedrohte FC St. Pauli geht mit Coach Lienen in die Mission Klassenerhalt 2017. Rettig und Göttlich vertrauen Trainerteam.

Hamburg. Die Verantwortlichen des FC St. Pauli haben sich erneut klar zu Trainer Ewald Lienen bekannt. „Wir haben natürlich alles auf den Prüfstand gestellt. Aber nach Abwägen aller Dinge und weil zuletzt ein deutlich positiver Trend erkennbar war, war auch klar, dass wir mit unserem Trainerteam weitermachen“, erklärte St. Paulis Geschäftsleiter Andreas Rettig am Dienstag. Clubchef Oke Göttlich sieht den Kiezclub nach fünf Punkten aus den jüngsten drei Spielen und nur noch drei Zählern Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsrang auf dem rechten Weg.

Göttlich zuversichtlich

„Wir sind in dieser Liga in keinster Weise abgeschlagen oder abgeschrieben“, betonte der Präsident des Tabellenletzten. In Lienen, mit dem die Mannschaft „hervorragend zusammenarbeite“, dem neu dazu geholten Co-Trainer Olaf Janßen und dem dicht ans Team herangerückten Interims-Sportchef Rettig sieht er „drei Erfolgsfaktoren“ für einen bessere sportliche Zukunft. „Das macht Mut, dass wir nach einer guten Rückrunde am Ende über dem Strich landen“, meinte Göttlich weiter.

Weitere Verstärkungen

Rettig kündigte an, dass nach Offensiv-Spieler Lennart Thy (Ausleihe von Werder Bremen) noch ein bis maximal zwei Verstärkungen geholt werden sollen. „Wir werden aber keine unvernünftigen Dinge tun, auch wenn wir wissen, dass ein möglicher Abstieg am meisten Geld kosten würde“, sagte der ehemalige DFL-Geschäftsführer. Für den Fall des Falles veranschlagt er einen zweistelligen Millionenbetrag. „Wenn es so kommen sollte, würden wir die Lizenz für die 3. Liga ohne größere Probleme bekommen“, stellte Rettig klar.