2. Bundesliga

St. Pauli bedankt sich bei Himmelmann für torloses Remis

Thy hatte zu Beginn eine sehr gute Chance, ansonsten verteidigte Bielefeld gut. Am Ende rettete Torwart Himmelmann das Remis.

Hamburg. Der FC St. Pauli hat das erhoffte Erfolgserlebnis zum Saisonauftakt in der 2. Fußball-Bundesliga verpasst. Gegen Aufsteiger Arminia Bielefeld musste sich die Mannschaft von Trainer Ewald Lienen am Sonnabend vor eigenem Publikum mit einem torlosen Unentschieden begnügen. Vor der Rekordkulisse von 29.546 Zuschauern im nun komplett ausgebauten und ausverkauften Millerntor-Stadion spielten die Hausherren lange auf Sieg, die Gäste verdienten sich den einen Punkt aber durch eine geschlossene Mannschaftsleistung.

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St. Pauli hatte über weite Strecken mehr von der Partie, erwies sich aber im Spiel nach vorn als zu leicht ausrechenbar und im Abschluss einmal mehr als zu harmlos. Die Bielefelder, denen ein Treffer von Julian Börner (60.) wegen Abseits zurecht nicht anerkannt wurde, agierten aus einer sicheren Deckung und vertrauten meist auf Konter. Gegen die starke Defensive der Hanseaten führte dies aber nicht zum Erfolg. Auch, weil Torwart Robin Himmelmann in der Schlussphase St. Pauli mit zwei starken Paraden wenigstens einen Zähler rettete.

„Bielefeld hat es sehr gut gemacht und geschickt aus der Konterhaltung agiert“, sagte Lienen nach dem Duell mit seinem Ex-Club. Und ergänzte: „Wir haben es nicht geschafft, mehr Chancen herauszuspielen und das wichtige Führungstor zu erzielen.“ Arminia-Stümer Fabian Klos war ganz zurfrieden: "Wir haben ein bisschen gebraucht, bis wir im Spiel waren, hatten aber in der letzten halben Stunde genügend Chancen, um sogar zu gewinnen", sagte der Angreifer.

Leipzig siegt zum Auftakt, Fürth schlägt Karlsruhe

Topfavorit RB Leipzig hat gleich zum Auftakt den ersten Saisonsieg in der 2. Fußball-Bundesliga gefeiert und Ralf Rangnick damit ein erfolgreiches Comeback auf der Trainerbank beschert. Beim FSV Frankfurt gewannen die ambitionierten Sachsen 1:0 (0:0) und machte den ersten kleinen Schritt auf dem Weg zum erhofften Bundesliga-Aufstieg.

Bei der SpVgg Greuther Fürth gab der neue Trainer Stefan Ruthenbeck ein erfolgreiches Pflichtspiel-Debüt. Die Kleeblätter besiegten den Karlsruher SC 1:0 (0:0). Der FC St. Pauli kam trotz guter Leistung gegen Aufsteiger Arminia Bielefeld nicht über ein 0:0 hinaus.

Fast alle Augen richten sich zum Liga-Auftakt allerdings auf Leipzig. Durch die Übernahme des Traineramtes vom etatmäßigen Sportdirektor Rangnick und Investitionen in Höhe von 17 Millionen Euro in Neuzugänge war RB endgültig in die Rolle des Topfavoriten geschlüpft.

Gegen Frankfurt hatte Rangnick in Atinc Nukan (Besiktas Istanbul), Willi Orban (1. FC Kaiserslautern), Stefan Ilsanker, Marcel Sabitzer (beide RB Salzburg) und Acht-Millionen-Mann Davie Selke (Werder Bremen) fünf Neuzugänge aufgeboten. Sabitzer gelang gleich das goldene Tor (55.). Zum Sprung auf Platz eins reichte der Sieg indes noch nicht, die Spitzenposition hat zunächst der 1. FC Kaiserslautern nach seinem 3:1-Auftaktsieg beim MSV Duisburg am Freitagabend inne.

Der Fürther Sieg war zugleich ein weiterer Nackenschlag für den KSC. Vor knapp zwei Monaten war Karlsruhe in der Relegation gegen den Hamburger SV unglücklich gescheitert. Das Siegtor für Fürth gelang Marco Stiepermann erst in der 89. Minute.

„Schlussendlich war es ein glücklicher Sieg. Aber nach den 90 Minuten war es auch ein verdienter Sieg“, sagte ein überglücklicher Ruthenbeck nach dem Abpfiff bei Sky.

Die Statistik

St. Pauli: 30 Himmelmann - 7 Nehrig (ab 72. Kalla), 3 Sobiech, 26 Gonther, 23 Halstenberg - 11 Rzatkowski, 19 Alushi - 28 Sobota (ab 65. Choi), 29 Maier, 15 Buballa (ab 70. Verhoek) - 18 Thy. - Trainer: Lienen

Bielefeld: 1 Hesl - 23 Dick, 13 Börner, 11 Salger, 27 Schuppan - 6 Schütz, 20 Junglas - 3 Behrendt (ab 46. Hemlein), 37 Christian Müller, 7 Görlitz (ab 73. Mast) - 9 Klos. - Trainer: Meier

Schiedsrichter: Wolfgang Stark (Ergolding)

Zuschauer: 29.546 (ausverkauft)