FC St. Pauli

Lasse Sobiech als Ballakrobat und Dolmetscher

In Oberstaufen erwies sich Abwehrkante Lasse Sobiech als Ballakrobat

In Oberstaufen erwies sich Abwehrkante Lasse Sobiech als Ballakrobat

Foto: Witters

St. Paulis langer Innenverteidiger ist rechtzeitig wieder fit geworden und hilft Neuzugang Miyaichi im Alltag.

Oberstaufen.  Am Mittwochnachmittag ging es für Lasse Sobiech und seine Teamkollegen des FC St. Pauli in luftige Höhen. Mit der Seilbahn ließen sich die Spieler des Zweitligisten auf eine nahe gelegene Hochalm transportieren, um noch einmal von oben einen eindrucksvollen Blick über das Allgäu zu genießen, ehe sie an diesem Donnerstagabend nach zehn Tagen Trainingslager in Oberstaufen wieder in Hamburg ankommen werden.

Für Innenverteidiger Sobiech endet dieses Trainingslager mit der positiven Erkenntnis, dass er seine Blessur in der Oberschenkelmuskulatur überwunden hat. „Ich habe am Sonnabend gegen Winterthur 55 Minuten und am Dienstagabend gegen Freiburg eine Halbzeit ohne Einschränkung spielen können und spüre auch jetzt keine Probleme“, sagte der 24-Jährige. Wie zum Beweis dafür glänzte er beim Fußballtennis mit einigen Fallrückziehern.

St. Pauli konnte Sobiech im Juni ablösefrei vom HSV an Land ziehen, nachdem er in der vergangenen Saison nur als Leihgabe für den Kiezclub gespielt und vor allem ohne Rücksicht auf eigene Blessuren um den Klassenverbleib gekämpft hatte. Der Preis für diesen immens wichtigen Einsatz war, dass die Verletzung im rechten Oberschenkel in vier Wochen Sommerpause nicht vollständig auskuriert werden konnte. Nach den ersten beiden Testspielen der aktuellen Vorbereitung musste Sobiech passen und konnte rund zehn Tage nicht am regulären Training teilnehmen.

Jetzt geht Sobiech davon aus, am Sonnabend (15.30 Uhr) bei der offiziellen Saisoneröffnung im Testspiel gegen den spanischen Erstligisten Rayo Vallecano noch ein paar Minuten länger im Einsatz zu sein. Dort will er die defensive Stabilität, die er mit seinen Kollegen schon gegen Winterthur und nun auch gegen die in starker Besetzung angetretenen Freiburger bewiesen hatte, erneut bestätigen.

Gleichzeitig freut sich Sobiech darauf, erstmals im komplett neuen Millerntor-Stadion aufzulaufen. „Ich war kürzlich noch mal auf der Geschäftsstelle und habe gesehen, wie die neue Nordtribüne jetzt aussieht. Das ist beeindruckend“, sagt der 1,96 Meter große Hüne. Im ersten Zweitliga-Heimspiel gegen Arminia Bielefeld am 25. Juli (15.30 Uhr) wird das Bauwerk auch mit Zuschauern voll besetzt sein.

Unterdessen hat Sobiech die Aufgabe übernommen, dem Japaner Ryo Miyaichi zu helfen und mit ihm auf Englisch zu kommunizieren. „Ich habe mit ihm auch schon Wohnungen besichtigt und eine passende gefunden. Mir macht es Spaß, weil er charakterlich top und sehr lernwillig ist. Auch seine Frau, die bald nach Hamburg kommt, lernt Deutsch“, erzählt Sobiech und hofft, dass der flinke Miyaichi schnell voll einsatzfähig ist.