Transfer des U-20-Nationalspielers

Deniz Naki soll für drei Jahre ans Millerntor wechseln

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Der FC St. Pauli ist mit Bayer Leverkusen, das eine Transferbeteiligung bei einem Weiterverkauf erhält, dem Spieler und Berater einig.

Hamburg. Takyi und Naki. Was klingt wie ein putziges Eichhörnchen-Duo aus dem Comic-Heft, könnte sich für den FC St. Pauli als erfolgreiches Offensiv-Tandem entpuppen. Deniz Naki, 19-jähriger U-20-Nationalspieler von Bundesligaklub Bayer Leverkusen, soll in den kommenden Tagen für drei Jahre an die Hamburger gebunden werden. Und wie bereits bei der Rückholaktion von Spielmacher Charles Takyi (Greuther Fürth) sind die Verantwortlichen beim Kiezklub bereit, eine Ablösesumme in Höhe von etwa 250.000 Euro zu bezahlen. Allen anderslautenden Ansagen zum Trotz.

"Unsere Transferplanungen sind vorerst abgeschlossen", hatte St. Paulis Sportchef Helmut Schulte die Fragen nach einem neuen Angreifer in den vergangenen Tagen stets beantwortet. Dabei buhlt Schulte nach Abendblatt-Informationen schon seit Wochen intensiv um den Offensivallrounder. Naki, der in seinen sechs Einsätzen bei den deutschen U-20-Junioren drei Tore erzielte und mit der U 19 im vergangenen Jahr Europameister geworden war, kam in der Rückrunde als Leihspieler für Rot Weiss Ahlen auf elf Einsätze (davon neun Einwechslungen) und traf in vier der letzten fünf Saisonpartien. Den Fans des FC St. Pauli dürfte das Talent noch in bester Erinnerung sein. Am 3. Mai erzielte Naki in Ahlen den späten 1:0-Siegtreffer gegen Braun-Weiß.

Nun soll er die Seiten wechseln. Darüber ist sich St. Pauli mit Bayer, das eine Transferbeteiligung bei einem Weiterverkauf erhält, Spieler und Berater einig. Ein zunächst angedachter Transfer zu Alemannia Aachen soll letztlich am Veto des in Düren geborenen Deutsch-Türken kurdischer Abstammung gescheitert sein. Auch Galatasaray Istanbul, Nürnberg und Rostock hatten Interesse angemeldet.

Naki ist bei St. Pauli nach Max Kruse, Matthias Lehmann und Takyi der vierte neue offensive Mittelfeldspieler, kann zudem auch als Angreifer eingesetzt werden und gilt daher nicht nur aufgrund seines Alters als legitimer Nachfolger von David Hoilett. Entscheidender Unterschied: Anders als der kanadische Leihspieler wird er längerfristig gebunden. Schließlich soll "Takyi und Naki" für St. Pauli zur echten Erfolgsserie werden.

( (lwö) )

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