Fussball

Hain bastelt an seiner Zukunft beim FC St. Pauli

Foto: WITTERS / Witters

Der Grund für den verlängerten Urlaub von Mathias Hain war ein dreiwöchiger Trainerlehrgang in München. Nächsten Sommer will er den A-Schein machen.

Hamburg. Als Trainer Holger Stanislawski ihm nach ein paar Aufwärmübungen mit seinen Kollegen Benedikt Pliquett, Arvid Schenk und Neuzugang Thomas Kessler sagte, er solle erst mal laufen gehen anstatt im Trainingsspiel mitzuwirken, ärgerte er sich kurz, drosch ein paar Bälle ins Netz und fluchte vor sich hin. Mathias Hain ist wieder im Training - und alles ist beim Alten. Die schwere Gesichtsverletzung ist weitgehend verheilt, Hain ist heiß auf Fußball wie eh und je. Und fit dürfte der Routinier auch sein. Der Grund für seinen verlängerten Urlaub war ein dreiwöchiger Trainerlehrgang in München, wo er seine B-Lizenz erwarb - und da wird auch körperlich gearbeitet, wie der 38-Jährige berichtete.

Hain arbeitet an seiner Zukunft. Nächsten Sommer will er möglichst den A-Schein machen, damit dürfte er Jugendliche bis zur höchsten Spielklasse sowie Amateurmannschaften trainieren. "Ich spiele seit 20 Jahren Fußball, das ist, was ich am Besten kann. Es wäre toll, wenn ich einen fließenden Übergang in den Trainerjob hinkriegen würde", sagt Hain. Dabei ist es ihm zunächst mal egal, ob er als Cheftrainer einer Jugendmannschaft oder als Torwarttrainer arbeitet. Wichtig ist ihm nur, sich weiterzubilden und sich breit aufzustellen, um mehr Möglichkeiten zu haben.

Die Option, diese Saison schon den Übergang zum Torwarttrainer beim FC St. Pauli in die Wege zu leiten, ist allerdings erst mal vom Tisch. Hain bereitet sich wie gewohnt darauf vor, beim ersten Pflichtspiel zwischen den Pfosten zu stehen. Das DFB-Pokalspiel gegen den Chemnitzer FC findet am Sonnabend, 14. August statt, wie der DFB gestern bekannt gab. "Ich werde nichts anders machen als die letzten 20 Jahre", sagt Hain. Neuzugang Thomas Kessler hat er gestern erst kennen gelernt. "Wir sind Kollegen, keine Konkurrenten", sagt er und schiebt allen Gedanken, er könne sich als Nummer eins bedroht fühlen, einen Riegel vor. "Ich werde versuchen, meine Erfahrungen aus der Bundesliga an die anderen drei Torhüter weiter zu geben. Ich möchte, dass sie besser werden." Hört sich schon fast an wie ein Trainer.