Vor dem Braunschweig-Spiel

FC St. Pauli will Platz zwei behalten

Die Fans sind erwartungsvoll: Das Nord-Duell am Sonntag (13.30 Uhr/im Liveticker auf abendblatt.de) am Millerntor ist ausverkauft.

Hamburg. Der FC St. Pauli will sich mit einem Sieg über Eintracht Braunschweig auf einem Aufstiegsplatz festsetzen. Die Fans sind erwartungsvoll, denn das Nord-Duell in der 2. Fußball-Bundesliga am Sonntag (13.30 Uhr/im Liveticker auf abendblatt.de) am Hamburger Millerntor ist restlos ausverkauft. „Ich schaue schon auf die Tabelle, aber es bereitet mir keinen Wutausbruch, wenn wir nicht oben stehen“, sagte Mittelfeldspieler Florian Bruns am Freitag. Den zweiten Platz will er zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht überbewerten. „Vom Aufstieg werde ich erst am letzten Spieltag reden, wenn man wirklich etwas erreichen kann.“

Das Duell gegen die Niedersachsen stuft Trainer André Schubert als schweres Stück Arbeit ein. „Die Braunschweiger haben Stärken im schnellen Umschalten“, berichtete der Coach und warnte seine Mannen vor der harten Gangart des Rivalen. „Sie verteidigen enorm aggressiv, sind bissig am Mann. Manchmal ist das am Rande der Fairness, aber letztlich korrekt.“ Auch Schubert möchte, dass sein Team Platz zwei verteidigt. „Düsseldorf spielt besser als wir, aber wir sind eben Zweiter“, sagte er süffisant.

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In unguter Erinnerung ist den Hamburgern das Hinspiel, das vor sechs Monaten in Braunschweig mit 0:1 verloren ging. Das Gegentor resultierte aus einem Eckball. Schubert warnte vor der Gefährlichkeit der Gäste gerade bei Standards. Verzichten muss er auf Abwehrspieler Lasse Sobiech, der über Entzündungen an beiden Sprunggelenken klagt, und Marius Ebbers. Für den 32 Jahre alten Stürmer kommt ein Einsatz nach überstandener Muskelverletzung zu früh. Dagegen hofft er, das Abwehrspieler Carlos Zambrano seine Erkältung rechtzeitig auskuriert hat.

Sorgen bereitet dem Coach auch das Spielfeld. Der ramponierte Rasen im Millerntor-Stadion soll demnächst ersetzt werden. „Gegen Braunschweig müssen wir ihn noch mal umackern“, meinte Schubert. Als Entschuldigung für Fehlleistungen will er das Geläuf aber nicht gelten lassen. Insbesondere seinen Offensivleuten redete er ins Gewissen: „Defensivaufgaben fangen schon vorn an.“ (dpa/abendblatt.de)