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Schock-Diagnose! Wadenbeinbruch bei Anssi Suhonen

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HSV-Profi Anssi Suhonen muss nach seinem Wadenbeinbruch operiert werden.

HSV-Profi Anssi Suhonen muss nach seinem Wadenbeinbruch operiert werden.

Foto: Witters

Immer wieder erwischt es den jungen Finnen. Diesmal hat er sich schwer verletzt. Doch seine Geschichte macht ihm Hoffnung.

Hamburg. Als HSV-Profi Anssi Suhonen am Mittwoch mit einem Golfcart vom Trainingsplatz im Volkspark gefahren wurde, ließ sich bereits nichts Gutes erahnen. Nachdem es zunächst hieß, der 21 Jahre alte Finne sei am Sprunggelenk verletzt, folgte am Donnerstagvormittag die niederschmetternde Diagnose: Der Mittelfeldspieler hat sich einen Wadenbeinbruch zugezogen.

Wie der HSV mitteilte, erlitt Suhonen keinen komplizierten Bruch. Er wird noch am heutigen Donnerstag im UKE operiert. Somit fällt der Youngster, der in dieser Saison sein Profidebüt gegeben hatte und zuletzt als Stammkraft im Mittelfeldzentrum agierte, für mehrere Monate aus. Voraussichtlich wird er auch am ersten Spieltag der neuen Saison noch nicht wieder zur Verfügung stehen, auch wenn die genaue Ausfallzeit nicht genau prognostiziert werden kann.

In jedem Fall wird Suhonen seinen Kollegen am letzten Spieltag in Rostock (Sonntag, 13.30 Uhr/Sky und im Abendblatt-Liveticker) sowie bei einer möglichen Relegation als Zuschauer die Daumen drücken. Als mögliche Alternativen auf seiner Achterposition testete Walter am Donnerstag David Kinsombi und Maximilian Rohr.

HSV-Profi verletzt: Immer wieder Suhonen

Suhonens persönliche Leidensgeschichte wird somit um ein weiteres Kapitel ergänzt. In der Vergangenheit wurde der laufstarke Mittelfeldmann, der sich mit seiner Spielweise in die Herzen der HSV-Fans gespielt hat, immer wieder durch Verletzungen zurückgeworfen. Unmittelbar vor dem Start der Vorbereitung für die Saison 2020/21, als er erstmals bei den damals von Daniel Thioune trainierten Profis mitwirken sollte, riss er sich das Kreuzband und verpasste somit eine komplette Spielzeit.

Ein Jahr später erhielt Suhonen im vergangenen Sommer die nächste Chance unter Trainer Tim Walter. Der 46-Jährige war derart begeistert von den Qualitäten des hochveranlagten Finnen, dass Suhonen beim Saisonauftakt auf Schalke in der Startelf stehen sollte. Doch dann folgte wie so häufig in seiner noch jungen Karriere: eine Verletzung. Oberschenkelprobleme zwangen den 21-Jährigen zu einer Zwangspause.

Sein ersehntes Zweitliga-Debüt gab Suhonen schließlich drei Wochen später beim Stadtderby auf St. Pauli (2:3). Eine weitere Woche später stand der Finne das erste Mal in der Startelf. „Anssi lässt für uns sein Leben auf dem Platz“, hatte Walter nach dem 2:2 am 4. Spieltag gegen Darmstadt gesagt.

HSV-Profi Suhonen bei Walter hoch im Kurs

Doch diese Eigenschaft konnte Suhonen nicht immer auf dem Platz zeigen, denn wegen zwei muskulärer Verletzungen und zwei Corona-Infektionen fiel er in dieser Saison bereits 60 Tage aus. „Ich hoffe, dass er jetzt verletzungsfrei bleibt, denn Verletzungen haben ihn in der Vergangenheit immer wieder zurückgeworfen“, hatte Walter vor gut einem Monat gesagt, nachdem sich Suhonen einen Stammplatz erkämpft hatte. Es sollte bei der Hoffnung bleiben.

Der nun diagnostizierte Wadenbeinbruch wird den Finnen erneut zurückwerfen. Doch Suhonen wird sich zurückkämpfen. So, wie er es schon häufig getan hat.

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