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Warum der HSV Hannes Wolf für Sky freigab

Hannes Wolf (l.) im April bei Sky mit Hansi Küpper.

Hannes Wolf (l.) im April bei Sky mit Hansi Küpper.

Foto: imago sport / imago images / Jan Huebner

Für seine neue Rolle beim Bezahlsender bat der Trainer seinen Ex-Verein um Erlaubnis. Der HSV willigte ein – nicht ganz uneigennützig.

Hamburg.  Am Freitagabend machte es sich Hannes Wolf vor dem Fernseher gemütlich: Hamburg gegen Bochum, Ex-Club gegen Geburtsstadt. „Als Fußballfan kann es doch gar nicht viel mehr in der Zweiten Liga geben“, sagte der frühere HSV-Trainer, der natürlich noch immer die Entwicklung bei seinem Ex-Club genau verfolgt. „All zu viele Spieler aus meiner Zeit sind ja gar nicht mehr übrig geblieben“, sagte Wolf, der den 1:0-Sieg des HSV am Freitag via Sky verfolgte.

Erwähnenswert ist das vor allem deshalb, weil Wolf an diesem Wochenende erstmals selbst für den Bezahlsender im Einsatz sein wird. Am Sonntag wird er aus dem Studio in Unterföhring die Partien Frankfurt gegen Hoffenheim und Union Berlin gegen RB Leipzig analysieren. „Ich freue mich sehr auf diese Partien, da hätte ich auch schlechtere erwischen können“, sagte Wolf, der neben Sonntagsspieltagen auch unregelmäßig als Sky-Experte bei Premier-League-Spielen zum Einsatz kommen soll.

Die Bilder vom HSV-Sieg gegen Bochum:

Hannes Wolf bat den HSV um Erlaubnis

Bevor Wolf als Experte bei Sky unterschrieb, sicherte sich der Trainer zunächst bei seinem Noch-Arbeitgeber HSV ab. Zur Erinnerung: Bislang ist Wolf beim HSV offiziell nur beurlaubt – muss sich deswegen andere Tätigkeiten genehmigen lassen. Die HSV-Verantwortlichen zögerten bei der Wolf-Anfrage allerdings nicht lange mit einer Zustimmung.

Erstens soll sich der 38-Jährige auch nach seiner Beurlaubung stets einwandfrei verhalten haben. Und zweitens hofft man beim HSV auf den HSV-Effekt. Denn die Hamburger haben Wolf einst auch deshalb als Trainer verpflichtet, weil er im vergangenen Sommer als ARD-Experte eine sehr gute Rolle abgegeben hat. Sollte ein anderer Club nun auf eine ähnliche Idee kommen, würde der HSV möglicherweise viel Geld sparen können.