HSV-Einzelkritik

Papadopoulos bester Hamburger – Jatta typisch ungefährlich

Nach der Generalprobe gegen RSC Anderlecht bleibt: HSV-Coach Dieter Hecking hat bis zum Saisonstart noch viel Arbeit vor sich.

Hamburg. Der HSV verspielt gegen RSC Anderlecht bei der Saison-Generalprobe eine 2:0-Führung. Außer zwei wirklich schönen Toren durch Aaron Hunt und Lukas Hintereseer war vom HSV nicht viel zu sehen. HSV-Coach Dieter Hecking hat bis zum Saisonstart gegen Darmstadt nächste Woche noch viel Arbeit vor sich.

Einzelkritiken der HSV-Spieler

Fernandes (bis 45.): Nur einmal geprüft. Wurde nach dem Spiel mehr beim Autogrammschreiben als während der Partie von Anderlecht gefordert.

Pollersbeck (ab 46.): Stand noch nicht einmal 45 Sekunden auf dem Platz, ehe er das erste Mal jubeln durfte. Hatte spätestens beim 2:2 dann aber gar nichts mehr zu jubeln. Ohne wenn und aber: Den muss der Keeper halten.

Gyamerah (bis 72.): In zwei Buchstaben – Hm. In drei Buchstaben – Puh. In vier Buchstaben – Naja. Mehr Buchstaben gibt es dann hoffentlich beim Saisonauftakt gegen Darmstadt.

Wintzheimer (72.): Kam zu spät, um Bäume auszureißen.

Papadopoulos (bis 72.): Bester Hamburger, auch wenn er vor dem 1:2 Gegenspieler Gerkens entwischen ließ.

David (ab 72.): Bekam eine 18-Minuten-Motivationsspritze.

Van Drongelen: Ein aufbauender Innenverteidiger wird der Niederländer eher nicht mehr. Aber zerstören kann er.

Leibold: Hielt sich sehr vornehm zurück.

Fein: Wirkt in manchen Momenten wie ein junger Toni Kroos. Einziges Problem: Er dosiert diese Momente eindeutig zu stark.

Hunt (bis 61.): Sein Tor kann man sich gut und gerne 90 Minuten lang in einer Dauerschleife anschauen. Dass der Rest des Spiels Kategorie „so lala“ war, fällt da nur bedingt ins Gewicht.

Kittel (ab 61.): Konnte sich nicht mehr in Szene setzen.

Dudziak (bis 76.): Erlaubte sich nach einer guten Saison-Vorbereitung eine eher nicht so gute Saison-Generalprobe.

Moritz (ab 76.): Stand nicht einmal zwei Minuten auf dem Platz, ehe er mit einem Katastrophenpass das 2:2 vorbereitete. Klarer Fall von: Dumm gelaufen.

Narey: Alles, was in den ersten 45 Minuten schief lief, machte er in den ersten 45 Sekunden der zweiten Halbzeit wieder gut. Starke Vorarbeit zum 2:0.

Hinterseer (bis 61.): Nach seinen Toren mit Ingolstadt durfte er sich nun endlich über seinen ersten Volksparktreffer als Hamburger freuen.

Wood (ab 61.): Musste darunter leiden, dass die Hamburger nach seiner Einwechslung kaum noch nach vorne spielten.

Jatta (bis 76.): Ein typischer Jatta. Verlor viele Bälle, erkämpfte sich viele Bälle zurück. Lief hin und her - und ist und bleibt chronisch torungefährlich.

Jairo (ab 76.): Willkommen zurück!