Transfermarkt

Schnappt sich der HSV ein Juwel von Eintracht Frankfurt?

Bei der Eintracht sah Marc Stendera den Ball zuletzt eher nur im Training.

Bei der Eintracht sah Marc Stendera den Ball zuletzt eher nur im Training.

Foto: Imago/Jan Hübner

Ehemaliger U-19-Europameister könnte mit Verspätung den Weg zu Dieter Hecking finden. HSV Fußball AG stockt Aufsichtsrat auf.

Hamburg. In die Kaderplanung des HSV könnte Bewegung kommen. Nach übereinstimmenden Medienberichten soll die neue sportliche Leitung des Fußball-Zweitligisten ihre Fühler nach Marc Stendera von Eintracht Frankfurt ausgestreckt haben. Wie unter anderem der Hessische Rundfunk (HR) berichtet, soll der 23 Jahre alte Mittelfeldspieler demnach selbst auf einen schnellen Wechsel drängen. Allerdings müsse sich der HSV im Werben um Stendera auch der Konkurrenz der Erstligisten Freiburg und Köln sowie von Absteiger Hannover 96 erwehren.

Stendera galt lange Zeit als hoffnungsvolles Talent bei der Eintracht, im Jahr 2014 wurde er mit der deutschen U-19-Nationalmannschaft Europameister. Anschließend ging auch seine Stern in der Bundesliga auf. Nach je 26 Bundesliga-Einsätzen in den ersten beiden Spielzeiten als Profi wurde es zuletzt ruhig um den zentralen Offensivspieler. In der abgelaufenen Saison spielte Stendera unter Trainer Adi Hütter so gut wie keine Rolle mehr (sieben Kurzeinsätze). Allerdings wurde er auch durch anhaltende Rückenbeschwerden zurückgeworfen.

Hecking wollte Stendera schon früher

Geboren wurde Stendera in Kassel – dort hatte der neue HSV-Trainer Dieter Hecking seine längste Zeit als Profi verbracht. Und es gibt noch mehr Berührungspunkte zwischen Hecking und Stendera: Als Trainer des 1. FC Nürnberg wollte Hecking das große Talent nach Franken lotsen. Doch Stendera entschied sich für Frankfurt und debütierte dort 2013 als 17-Jähriger in der Bundesliga gegen die Bayern. Als HSV-Trainer könnte Hecking nun mehr Werbungserfolg haben. Als Pfund könnte auch der enge Kontakt von Sportvorstand Boldt zu Stenderas Berater Sascha Bürger wiegen.

HSV AG hat jetzt sieben Aufsichtsräte

In den Feldspielern Jan Gyamerah, Lukas Hinterseer (beide VfL Bochum), Jeremy Dudziak (FC St. Pauli) und David Kinsombi (Holstein Kiel) sowie Torhüter Daniel Heuer Fernandes (Darmstadt 98) hat der HSV für die kommende Saison bislang fünf neue Profis unter Vertrag genommen. Für die U21 wurde außerdem unter anderem bereits ein weiteres Talent von Eintracht Frankfurt an die Elbe gelotst: Der frühere Junioren-Nationalspieler Jean Patrice Kabuya (19/Rechtsaußen) ist zunächst für die Regionalliga eingeplant, könnte die Vorbereitung aber auch bei den Profis absolvieren.

Unterdessen erhält auch der Aufsichtsrat der Fußball AG ein neues Gesicht. Am Montagabend wurde das Gremium auf der Hauptversammlung auf sieben Mitglieder aufgestockt. Der Aufsichtsrat besteht nun aus den Vorsitzenden Max-Arnold Köttgen und Dr. Andreas C. Peters (Stellvertreter) sowie Thomas Schulz, Michael Krall, Felix Goedhart, e.V.-Präsident Marcell Jansen und dem neu aufgenommenen Mitglied Markus Frömming.

Die HSV-Transfers 2019/20: