HSV-News

Hartnäckigster HSV-Verfolger wünscht sich Kölner Sieg

HSV-Trainer Hannes Wolf erklärt, wie er seine Mannschaft aus der Krise führen und beim Spitzenreiter in Köln bestehen will.

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FC denkt an Jubilar Wolf. Bilder vom Spiel noch heute im Free-TV. Ex-HSV-Profi blutig geschlagen. Beckers indirekter Dank an Titz.

Die HSV-News am Montag, den 15. April 2019:

  • Nitro-Premiere zum Topspiel in Köln
  • Becker-Dank an Titz wegen Santos
  • Zwei HSV-Profis droht Sperre
  • Geburtstags-Kuriosum um Wolf
  • Union-Coach hofft auf FC-Sieg
  • Ex-HSV-Profi Stendel blutig geschlagen
  • Otto Addo vor Wechsel zum BVB

HSV-Zusammenfassung im Free-TV

Livebilder vom Spitzenspiel beim 1. FC Köln (20.30 Uhr/im Liveticker auf abendblatt.de) gibt es zwar nur im Bezahlsender Sky. Doch auch im Free-TV laufen noch heute Abend erste Bilder des Topduells.

Nitro zeigt ab 22.15 Uhr eine Zusammenfassung – und wartet dabei mit einer Premiere auf: Erstmals sendet der Privatsender für die Zusammenfassung eines Zweitliga-Montagsspiels live aus dem Stadion.

Moderieren im Rhein-Energie-Stadion werden Laura Wontorra und Thomas Wagner. Auch exklusive Stimmen zum Spiel will Nitro dem Zuschauer liefern.

HSV macht sich bei der Fortuna warm

In der Dritten Liga ist der HSV gottlob nur zum Aufwärmen gelandet: Am Mittag bereiteten sich die Profis bei Fortuna Köln auf das Abendspiel beim großen Lokalrivalen vor. Dafür durfte der HSV sogar den Platz des Drittligisten im Südstadion nutzen.

Mit dabei auch Rick van Drongelen mit frisch rasierter Glatze. Der HSV bestätigte, dass es sich bei dem Spieler auf einem selbst getwitterten Bild um den niederländischen Abwehrspieler handelte und nicht etwa um den ihm ähnelnden, allerdings aussortierten Fiete Arp.

Für den FC geht es heute auch um die Wurst

Wie heiß der 1. FC Köln auf das Kräftemessen mit dem HSV ist, verdeutlicht Timo Horn. "Jetzt gegen den direkten Konkurrenten zu spielen, ist eine Riesenmöglichkeit, sich endgültig abzusetzen – um in den dann kommenden Spielen den Deckel draufzumachen", wird Kölns Torhüter auf der vereinseigenen Homepage zitiert. "Das wissen wir. Und wir wollen uns das nicht mehr nehmen lassen."

Dabei gibt es noch eine Zusatzmotivation für den Schlussmann. Sollte der FC gegen den HSV ohne Gegentreffer bleiben, lädt Torwarttrainer Andreas Menger die Mannschaft zum Grillen ein. "Ich hoffe, gegen Hamburg erspielen wir uns noch mal welche", sagt Horn zu Mengers Dauer-Offerte in dieser Saison.

Zum Vergleich: Beim HSV gab es eine ähnliche Grill-Erfahrung vor sechs Jahren – damals aber eher mit negativer Konnotation. Schließlich wurden im April 2013 rund 600 Fans von den Profis als Wiedergutmachung für die historische 2:9-Niederlage beim FC Bayern München bewirtet.

Union-Coach drückt Köln die Daumen

Für den HSV gilt es in Köln auch darum, den Abstand auf Rang drei zu vergrößern. Dieser beträgt nach Union Berlins spätem Remis gegen Jahn Regensburg (2:2) vor dem Anpfiff noch zwei Punkte.

Klar, dass auch Unions Trainer Urs Fischer das direkte Duell der vor ihm liegenden Mannschaften verfolgt. Dabei formuliert der Schweizer einen eindeutigen Wunsch. "Ich würde lügen, wenn ich nicht ein bisschen hoffen würde, dass Köln dieses Spiel gewinnt."

Schließlich würden sich bei diesem Szenario die Chancen der Köpenicker erhöhen, im "Endspiel" um Platz zwei gegen den HSV am übernächsten Spieltag an Hamburg vorbeizuziehen.

Diese Möglichkeit habe sein Team in den vergangenen Spielen allerdings wiederholt liegenlassen, betonte Fischer: "Es gegen Fürth besser zu machen, das muss unser Anspruch sein. Und dann mal sehen, wie die Ausgangslage ist, wenn wir gegen den HSV spielen."

Darf sich der HSV wegen Santos bei Titz bedanken?

Im August 2016 standen sich Timo Horn und Douglas Santos im Olympia-Finale gegenüber – mit dem besseren Ende für den heutigen Hamburger. Und auch im Hinspiel behielt der Brasilianer mit dem HSV gegen Horns Kölner die Oberhand, Santos bereitete den Siegtreffer durch Pierre-Michel Lasogga mustergültig vor.

Dass Douglas Santos sich derart inspiriert zeigt, ist nicht unbedingt selbstverständlich. Wie der "Kicker" berichtet, soll der Linksverteidiger dem HSV im vergangenen Sommer eigentlich seinen Wechselwunsch zu Schalke offenbart haben. "Er saß bei mir im Büro und hat klar signalisiert, dass er es gern machen würde", wird HSV-Sportchef Ralf Becker entsprechend zitiert.

Demnach habe der heute 25-Jährige aber die Position des HSV akzeptiert, ihn als "unverkäuflich" zu deklarieren. "Er hatte ein, zwei Tage daran zu knabbern, Christian Titz hat die Sache damals zudem sehr gut moderiert – und dann hat Douglas nicht nur weitergemacht, sondern ist vorangegangen, hat unsere Erwartungen sportlich voll erfüllt", erzählte Becker dem Blatt.

In der kommenden Transferperiode wird sich Douglas Santos allerdings dennoch aller Voraussicht nach aus Hamburg verabschieden. "Ich habe meine Träume, daran wird sich nichts ändern", sagte er unlängst. Dem HSV soll Santos (Vertrag bis Juni 2021) bei einem Wechsel bis zu 20 Millionen Euro einbringen. Als hartnäckigster Interessent wurde zuletzt Bayer Leverkusen gehandelt.

Geballte Erstliga-Erfahrung

Wie gut bestückt die beiden Kontrahenten sind, beweist auch dieser Vergleich: Mit insgesamt 1275 (HSV) bzw. 1553 Bundesligaspielen (1. FC Köln) weisen die Kader der Aufstiegsfavoriten jeweils mehr Erstliga-Erfahrung auf als etwa die Teams der aktuellen Bundesligisten RB Leipzig, Fortuna Düsseldorf und 1. FC Nürnberg.

Zwei Gelbsperren drohen gegen Aue

Beim HSV müssen heute Orel Mangala und Khaled Narey auf eine besonders intelligente Zweikampfführung achten, denn beide Mittelfeldmänner stehen bei jeweils vier Gelben Karten.

Bei einer weiteren würde die Zuschauerrolle beim nächsten Heimspiel gegen Erzgebirge Aue am Ostersonnabend, den 20. April (13 Uhr) folgen. Dieses Schicksal ereilt Lewis Holtby bereits heute (fünf Gelbe Karten).

Erzgebirge in Hamburg ohne Kusic

Beim nächsten Heim-Gegner steht eine Sperre bereits fest: Aue Abwehrspieler Filip Kusic flog bei der Niederlage gegen Heidenheim nach einem üblen Foul an Denis Thomalla (81.) mit glatt Rot vom Platz.

Damit fehlt der 22 Jahre alte Deutsch-Serbe den Sachsen definitiv beim Spiel gegen den HSV – und noch zwei Partien darüber hinaus. Dieses Strafmaß setzte das DFB-Sportgericht am Montag fest. Aue hat das Urteil bereits akzeptiert, es ist damit rechtskräftig.

Hannes Wolf feiert heute und morgen

Mit einem Sieg im Topspiel könnte die Mannschaft ihrem Trainer sicher eines der größten Geburtstagsgeschenke machen. Hannes Wolf wird heute 38 Jahre alt. "Ich glaube nicht, dass ich so sehr daran denken werde", hatte der Jubilar bereits gestern angekündigt.

Einen freundlichen Reminder sendete am Montag dann ausgerechnet der spätere Gegner. "Alles Gute, Hannes Wolf", twitterte der 1. FC Köln. Selbstredend mit einem entscheidenden Zusatz: "Außer heute Abend, versteht sich."

Unabhängig vom Ausgang des heutigen Spiels und der kompletten Saison – einen Hannes Wolf wird es in der kommenden Erstligarunde in jedem Falle geben: RB Leipzig hat sich bereits die Dienste des gleichnamigen Profis aus Salzburg gesichert.

Fun fact: Der Österreicher hat just einen Tag nach seinem Hamburger Namensvetter Geburtstag. Am 16. April wird der Spieler Wolf 19 Jahre alt. Leipzig hat für den Transfer des Offensivmannes satte zwölf Millionen Euro hingelegt.

Ex-HSV-Profi Stendel blutig geschlagen?

Ex-HSV-Profi Daniel Stendel ist in Englands dritter Liga unfreiwillig in die Schlagzeilen geraten. Nach dem 4:2-Sieg seines Teams FC Barnsley gegen Fleetwood Town attackierte Gäste-Coach Joey Barton den 45-Jährigen in den Stadionkatakomben offenbar so massiv, dass Stendel eine blutende Verletzung im Gesicht erlitt.

Berichten englischer Medien zufolge führte die Polizei Barton anschließend aus dem Stadion ab und leitete Ermittlungen gegen den früheren Profi ein.

Zuvor hatte Barnsley-Stürmer Cauley Woodrow auf Twitter geschrieben, dass Barton seinen Coach Stendel konfrontiert habe und dieser anschließend geblutet habe. Woodrow löschte seinen Tweet später wieder. Barnsley teilte mit, dass es einen Vorfall gegeben habe und der Club die Polizei in ihren Untersuchungen unterstütze.

Stendel musste nach Angaben des britischen TV-Senders SkySports noch in der Arena notärztlich versorgt werden. Der ehemalige Spieler des HSV (1992 bis 1997) und Coach von Hannover 96 erschien nach dem Zwischenfall wie auch Barton nicht zur obligatorischen Pressekonferenz.

Die Hintergründe der handgreiflichen Auseinandersetzung sind bislang noch unklar. Allerdings hatten sich beide Trainer unmittelbar nach Schlusspfiff noch am Spielfeldrand bereits einen lautstarken Disput geliefert.

Mit Barnsley peilt Stendel den direkten Wiederaufstieg in die zweitklassige Championship-Liga an. Der gebürtige Brandenburger hatte das Teammanageramt in Barnsley zu Saisonbeginn angetreten, nachdem Stendel im März 2017 in Hannover nach nicht einmal einjähriger Tätigkeit entlassen worden war. Für den HSV bestritt der ehemalige Stürmer Stendel sieben Bundesligaspiele und 128 Spiele für die zweite Mannschaft (39 Tore).

Saison für HSV-Schreck Türpitz gelaufen

Böse Zungen könnten behaupten, dass diese Nachricht eine Woche zu spät kommt: Für Magdeburgs Philip Türpitz ist die Saison aller Voraussicht nach vorzeitig beendet. Der 27-Jährige erlitt am Sonnabend im Spiel gegen Darmstadt 98 (0:1) eine Muskelverletzung im linken vorderen Oberschenkel. Das ergab eine MRT-Untersuchung am Montag. In der Vorwoche hatte der Mittelfeldspieler dem HSV mit seinem 2:1-Siegtreffer in der vierten Minute der Nachspielzeit noch eine bittere Last-Minute-Pleite beschert.

Die letzten Tickets fürs Pokal-Halbfinale

Einen Tag früher als geplant sind schon heute Morgen die restlichen Karten für das Pokal-Halbfinale gegen RB Leipzig am Dienstag, den 23. April (20.45 Uhr/Live in der ARD und im Ticker auf abendblatt.de) in den Verkauf gegangen.

Bei den Gästen sind die Karten zumindest für den Stehplatzbereich bereits ausverkauft. Der freie Vorverkauf für die übrigen Tickets ist aber auch in Leipzig noch im Gange.

Ex-HSVer Addo vor Wechsel zum BVB

Was macht eigentlich... Otto Addo? Der gebürtige Hamburger und ehemalige HSV-Profi steht laut übereinstimmenden Medienberichten vor einer Rückkehr zu Borussia Dortmund. Zurzeit bereitet der 43-Jährige in Mönchengladbach die Nachwuchsspieler auf eine Karriere in der Lizenzspielermannschaft vor. In gleicher Funktion soll er auch bei den Westfalen tätig sein. Das berichten der "Kicker" und die "Rheinische Post".

Addo hatte zwischen 1999 und 2005 97 Bundesligaspiele für den BVB (13 Tore) bestritten. Sein Vertrag bei den Fohlen läuft im Sommer aus. Seine Karriere als Spieler hatte Addo 2008 beim HSV II ausklingen lassen. Anschließend war er bis 2016 als Co- und Cheftrainer für Hamburgs U19 verantwortlich.