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Arp trifft für die DFB-Junioren – und jubelt Richtung Wolf?

Wollte Fiete Arp mit seinem Torjubel in der deutschen U19 HSV-Trainer Hannes Wolf etwas sagen?

Wollte Fiete Arp mit seinem Torjubel in der deutschen U19 HSV-Trainer Hannes Wolf etwas sagen?

Foto: Tullio M. Puglia / Getty Images

Der HSV-Stürmer feiert sein Tor fürs U-19-Nationalteam mit besonderer Botschaft. Doch der Trainer erneuert seine Kritik.

Hamburg. Bei seinem Torjubel machte Fiete Arp deutlich, dass er die jüngste Kritik an seinen Leistungen durchaus mitbekommen hat. Als der HSV-Stürmer am Mittwoch im EM-Qualifikationsspiel der deutschen U-19-Auswahl gegen Kroatien (2:1) das zwischenzeitliche 1:0 erzielte, hielt er sich beim Jubel mit den Fingern die Ohren zu. Eine Reaktion auf die Worte von HSV-Trainer Hannes Wolf, der nach dem Spiel gegen Darmstadt die Trainingsleistungen des Sturmtalents bemängelt hatte?

In Abwesenheit von Arp und acht weiteren Nationalspielern im Kader ließ Wolf am Mittwoch im Volkspark seine verbliebenen Profis gegen eine Auswahl aus der eigenen U21 und U19 spielen. Ohne Gideon Jung und Pierre-Michel Lasogga (beide grippaler Infekt) sowie Bakery Jatta (Reizung am Fuß) wurde Wolfs Team von Kahled Mohssen, Maximilian Geißen, Christian Stark und Ogechika Heil verstärkt. Das Spiel über zweimal 20 Minuten endete 0:0.

Wolf erneuert Kritik an Arp & Co.

Anschließend erneuerte der HSV-Coach seine Kritik an den Nachwuchsspielern, die bei den Profis mittrainieren. „Wir haben hier viele junge Spieler im Kader, aber die müssen besser trainieren. Ganz klar. Es geht um Leistung“, sagte Wolf und wiederholte damit die Worte, mit denen er schon Arp am Sonntag angestachelt hatte. In der Länderspielpause lässt Wolf mit einer sehr kleinen Gruppe trainieren, anstatt sie mit Talenten aus dem Nachwuchs zu vergrößern. „Man muss sich schon qualifizieren für das Training. Und zwar nicht einmal und dann ist man dabei. Man muss sich jeden Tag neu qualifizieren“, so Wolfs Botschaft.

Einen stabilen Eindruck im Training hinterließ Kyriakos Papadopoulos. Der Verteidiger könnte acht Monate nach seinem Knorpelschaden bereits im kommenden Spiel beim VfL Bochum in den Kader zurückkehren. „Der Eindruck ist gut. Wenn er das Training gut verkraftet, kann er nach der Länderspielpause schnell ein Thema sein“, sagte Wolf. Sehr schnell, um genau zu sein.