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Reste-Kick beim HSV – nur sechs Feldspieler im Training

Wettstein würdigt Fanprojekte. DFL legt Spieltage 29 bis 32 fest: HSV muss noch einmal montags ran. Sonderzug geplant.

Reste-Kick am Volkspark: Nur sechs HSV-Feldspieler am Volkspark

Hamburg.  Dass es übersichtlicher zugehen würde als üblicherweise beim HSV-Training, war absehbar gewesen: Zehn Spieler des Profikaders befinden sich auf Nationalmannschaftsreise, zudem sind Aaron Hunt, Jairo Samperio, Hee-Chan Hwang und Stephan Ambrosius noch verletzt.

Aber der Anblick, der sich den Schaulustigen am Dienstagnachmittag am Volkspark bot, war dann doch arg sparsam: Ganze sechs Feldspieler fanden sich zum ersten Mannschaftstraining ein: Lewis Holtby, Douglas Santos, Gotoku Sakai, Khaled Narey, Léo Lacroix und Kyriakos Papadopoulos. Zu ihnen gesellten sich die Torhüter Julian Pollersbeck, Tom Mickel und Morten Behrens. Dagegen fehlten Gideon Jung, Bakery Jatta und Pierre-Michel Lasogga.

Trainer Hannes Wolf hatte bewusst darauf verzichtet, Spieler aus den Jugendmannschaften zu der Einheit einzuladen – offenbar hatte sich von den in Hamburg verbliebenen Talenten keines aufgedrängt. Zum Glück hatte sich Wolf passende Übungen ausgedacht.

Am Mittwoch steht wieder um 15.30 Uhr die nächste Trainingseinheit auf dem Programm.

Wettstein würdigt Arbeit der Fanprojekte

HSV-Finanzvorstand Frank Wettstein hat den Einsatz der Fanprojekte in ganz Deutschland gewürdigt. "Gerade wenn wir auf die Geschehnisse in jüngster Zeit in dieser Stadt zurückblicken, ist es wichtig, dass wir zur Konfliktbewältigung, aber auch zur Prävention solche Einrichtungen haben, die einen guten Zugang zu den Fans haben", sagte Wettstein bei der 26. Jahrestagung der Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte im Millerntorstadion des FC St. Pauli.

Im Derby beim FC St. Pauli am 10. März waren beide Fanlager mit permanenten Zündeleien aufgefallen. Wettstein warnte davor, die Urheber pauschal zu kriminalisieren: "Wir reden hier überwiegend über Jugendliche und junge Erwachsene. Und da waren wir wahrscheinlich nicht immer alle frei von Sünde."

Die aktuell 57 Fanprojekte werden aus öffentlicher Hand sowie von der Deutschen Fußball-Liga (DFL) und vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) finanziert. Die Sozialarbeiter begleiten vorwiegend Jugendliche auf dem Weg zum Erwachsenwerden und haben dabei auch mit Problemfeldern wie Drogenmissbrauch oder Gewalt zu tun.

HSV muss noch einmal montags ran

Bloß nicht wieder montags – das mögen sich viele HSV-Fans in Erwartung der letzten Spieltagsansetzungen dieser Zweitligasaison gedacht haben. Sechsmal bereits hatte die Deutsche Fußball-Liga ein Heimspiel des Bundesliga-Absteigers auf den Nachzüglertermin gesetzt.

Jetzt also hat die DFL auch die Spieltage 29 bis 32 terminiert. Die schlechte Nachricht ist: Der HSV muss noch einmal montags ran. Die gute: Diesmal ist es kein Heimspiel. Eine Woche nach dem Spiel gegen Magdeburg (8. April, 20.30 Uhr) trifft der HSV zum Spitzenspiel beim aktuellen Tabellenführer 1. FC Köln an (15. April, 20.30 Uhr).

Zwei HSV-Heimspiele sonnabends

Die beiden bislang noch offenen Heimspieltermine fallen dagegen auf einen Sonnabend: Jeweils um 13 Uhr geht es am 20. April gegen den FC Erzgebirge Aue und am 4. Mai gegen den FC Ingolstadt. Dazwischen tritt der HSV am Sonntag, den 28. April um 13.30 Uhr beim 1. FC Union Berlin zu einem möglicherweise richtungweisenden Duell um den Aufstieg an.

Die Termine der letzten beiden Saisonspiele, am 12. Mai beim SC Paderborn und am 19. Mai gegen den MSV Duisburg (jeweils 15.30 Uhr), hatten bereits vorher festgestanden.

Sonderzug nach Köln geplant

Bei einigen Fans kam die (allerdings erwartbare) Ansetzung des Topspiels in Köln gar nicht gut an. "Danke für nix, jetzt muss ich höchstwahrscheinlich meine Köln-Karte verkaufen", schreibt Twitter-Userin "Kimberly".

Für viele Anhänger hat die Sache aber auch ein Gutes: Sie können mit dem Sonderzug anreisen. Diesen hatte der HSV Supporters Club für den Fall geplant, dass das Spiel auf den 15. April fällt.