HSV-News

Flieht Drobny zum Club eines anderen früheren HSV-Keepers?

Beschreibung anzeigen

Abgelehnter Kandidat attackiert Hunke & Co. hart. Jansen plant ein Legendenspiel. Geburtstagskind Wintzheimer belohnt sich.

Elf gegen Elf im Abschlusstraining

Zweimal werden wir noch wach, heißa, dann ist Abflugtag. Doch zwei Tage vor der Reise ins Trainingslager nach Spanien mussten die HSV-Profis heute noch einmal in der Hamburger Kälte schuften.

Bei der vorerst letzten Einheit am Volksparkstadion ließ Trainer Hannes Wolf alle zur Verfügung stehenden Spieler in einem Elf gegen Elf ran. Dort belohnte sich dann prompt Geburtstagskind Manuel Wintzheimer (seit heute 20) mit dem ersten Treffer (Vorarbeit Lewis Holtby).

Kurz vor Ende war dann auch noch Pierre-Michel Lasogga zum Endstand von 1:1 erfolgreich. Den Treffer hatte Khaled Narey aufgelegt. Einem weiteren Lasogga-Treffer war zuvor wegen Abseits die Anerkennung verweigert worden.

Die Profis aus dem internen Testspiel werden dann auch ein Ticket für La Manga erhalten. Lediglich Kyriakos Papadopoulos soll in Hamburg bleiben, um sich nach seinem Knorpelschaden in Ruhe mit den Reha-Trainern auf sein Comeback konzentrieren zu können.

Auch Jairo Sampeiro wird wegen seiner Kreuzbandrisse gleichwohl fehlen – wobei der Spanier derzeit ohnehin in seiner Heimat weilt und von dort aus seinen HSV-Kollegen zumindest einen Besuch abstatten möchte.

Wechselt Drobny im Karriereherbst noch einmal?

In Hamburg hatten sie sich knapp verpasst, bei Fortuna Düsseldorf könnten die früheren HSV-Torhüter Raphael Wolf und Jaroslav Drobny nun doch noch in den internen Konkurrenzkampf treten.

Wie das Internetportal des Weser Kuriers "Mein Werder" berichtet, steht Drobny vor einem Wechsel von Bremen zum rheinischen Bundesliga-Konkurrenten.

Demnach soll der 39-jährige Tscheche, der bei Werder nur noch die Nummer vier ist, nach seiner vorzeitigen Rückkehr aus dem Trainingslager der Bremer in Südafrika am Freitag in Düsseldorf den Medizincheck absolvieren.

Fortuna-Trainer Friedhelm Funkel hatte im Trainingslager des Aufsteigers in Marbella erklärt, dass er sich noch einen dritten Torwart mit Erfahrung wünsche.

Als Begründung nannte der Coach die Verletzungsanfälligkeit seiner beiden Keeper Michael Rensing, der als Nummer eins in der Hinrunde zudem nicht hundertprozentig überzeugen konnte, und Wolf.

Der 30-Jährige stand von 2004 bis zum Sommer 2009 beim HSV unter Vertrag, machte in dieser Zeit allerdings kein Pflichtspiel. Ein Jahr später kam Drobny von Hertha BSC zu den Rothosen, die er 2016 dann mit einigem Unverständnis in Richtung Bremen verlassen musste.

Hoffmann: HSV wird auch in 1. Liga wettbewerbsfähig sein

Nicht-Kandidat Ferslev: "Eitle Selbstdarsteller!"

Schon auf seine Nicht-Zulassung für die Präsidentschaftswahl hatte Rainer Ferslev mit scharfer Kritik an dem Vorgehen des Beirats reagiert, jetzt hat der abgelehnte Kandidat noch einmal nachgelegt.

"Wenn beim HSV die Insolvenz vor der Türe steht, entscheidet ein peinliches Gremium, dass Insolvenz-Fachleute für den e.V. ungeeignet sind", wetterte Ferslev am Donnerstag via Twitter. "Eitle Selbstdarsteller und Erfüllungsgehilfen mit Vorbelastungen aber offensichtlich nicht!"

Hintergrund: Jürgen Hunke, neben Marcell Jansen und Ralph Hartmann einer der drei verbliebenen möglichen neuen Präsidenten des Gesamtvereins, hatte im Abendblatt gesagt, dass die Existenz des HSV auf dem Spiel stehe.

Auf dem Neujahrsempfang des Abendblatts hatte sich Hunke am Montag zudem als den geeigneten Mann für schwierige Situationen bezeichnet. "Ich habe immer mit Insolvenzen zu tun gehabt", sagte der 75-Jährige mit Verweis auf die Trabrennbahn und die HSV-Handballer.

Auch Rechtsanwalt Ferslev selbst gilt als Insolvenzexperte, war von dem Beirat aber nicht für die Wahl nominiert worden. Bereits Mitte Dezember hielt der Jurist dem Gremium deshalb "taktische Wahlmanöver" vor und forderte dessen Mitglieder zum Rücktritt auf.

In seinem aktuellen Wut-Posting erneuert Ferslev seine Vorwürfe. "Auch wegen dieser Klüngelei sind wir kaputt", schrieb er zu den Personalentscheidungen vor der Mitgliederversammlung am 19. Januar in der Wilhelmsburger edel-optics.de-Arena.

Jürgen Hunke über seinen Horrorurlaub und den HSV

Marcell Jansen plant ein Legendenspiel

Diese Idee hat mit Klüngelei indes wenig zu tun: Marcell Jansen plant ein Legendenspiel mit ehemaligen Top-Spielern des HSV. Die Veranstaltung soll ein verspätetes Abschiedsspiel für verdiente Profis sein. "Wie beim HSV im Moment des Abschieds häufig mit Spielern umgegangen wurde, ist meines Erachtens nach nicht immer sehr gut gewesen", sagte Jansen der Morgenpost.

Er wolle jetzt mit den Entscheidungsträgern des Zweitligisten sprechen, kündigte das 33 Jahre alte Mitglied des HSV-Aufsichtsrates an. Er hofft, das Spiel "in den nächsten ein, zwei Jahren umzusetzen". Jansen denkt an Spieler wie Ivica Olic, Paolo Guerrero, Zé Roberto, Mladen Petric, David Jarolim und Joris Mathijsen.

Marcell Jansen: HSV-Präsident soll sich um den Sport kümmern

Narey will die Kiel-Pleite wiedergutmachen

Khaled Narey erwartet, dass die 1:3-Pleite bei Holstein Kiel eine Lehre zum richtigen Zeitpunkt war. "Definitiv, es war kein schönes Gefühl, mit dieser Niederlage in die freien Tage zu gehen“, räumte der 24 Jahre alte Offensivakteur in einem Interview auf der HSV-Homepage ein. Statt seine Tabellenführung auszubauen, blieb der HSV (37 Punkte) knapp Erster vor dem 1. FC Köln (36) und dem unerwartet starken Lokalrivalen FC St. Pauli (34).

Daher gelte es, den Rückschlag im ersten Punktspiel des neuen Jahres am 30. Januar gegen den SV Sandhausen sofort wettzumachen. "Unser Fokus liegt auf Wiedergutmachung gegen Sandhausen. Wir wollen an das Niveau vor dieser bitteren Niederlage in Kiel anknüpfen", betonte Narey. Die Basis für eine erfolgreiche zweite Saisonhälfte mit dem direkten Wiederaufstieg wollen Trainer Hannes Wolf und sein Team in dem am Sonnabend beginnenden einwöchigen Trainingslager im spanischen La Manga legen.

"Wir haben dieses klare Ziel vor Augen und müssen dafür nun in der Vorbereitung weiter hart arbeiten“, forderte Narey von sich und den Teamkollegen. Jedoch sei die Rückrunde "generell immer schwieriger", da viele Teams der unteren Tabellenhälfte um die Existenz kämpfen würden: "Die geben dann 200 Prozent in den Spielen und kommen noch mehr über die Aggressivität. Diesen Kampf müssen wir annehmen."