2. Bundesliga

Hannes Wolf stellt seinen HSV-Profis die K-Frage

Ausflug nach Ingolstadt? Nicht mit HSV-Trainer Hannes Wolf!

Duell der Gegensätze in der 2. Bundesliga: Schlusslicht Ingolstadt empfängt Spitzenreiter HSV. Die Pressekonferenz mit Hannes Wolf.

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Vor dem Spiel beim Tabellenletzten Ingolstadt hat der Trainer des Spitzenreiters eine große Sorge – die nichts mit Taktik zu tun hat.

Hamburg. In der Vorbereitung auf das Spiel gegen den FC Ingolstadt hatte HSV-Trainer Hannes Wolf eine Frage an seine Mannschaft: wie in dieser Saison denn das Spiel des 1. FC Köln gegen den MSV Duisburg ausgegangen sei. Ob alle die Antwort wussten, vermochte Wolf nicht zu sagen. "Aber jetzt wissen es alle." Köln nämlich, Anfang Oktober noch Tabellenführer der 2. Bundesliga, unterlag dem damaligen Tabellenletzten Duisburg mit 1:2. Es war der perfekte Einstand für den neuen MSV-Trainer Torsten Lieberknecht.

An diesem Sonnabend nun tritt Wolfs HSV, der aktuelle Spitzenreiter, beim aktuellen Schlusslicht Ingolstadt an. Dessen neuer Trainer Jens Keller wird zwar erst in der kommenden Woche die Nachfolge des entlassenen Alexander Nouri antreten – am Sonnabend (13 Uhr/Sky, Liveticker bei Abendblatt.de) wird zum ersten und vorerst letzten Mal U-19-Trainer Roberto Pätzold die Verantwortung tragen. Doch Wolfs größte Sorge scheint zu sein, jeden Anflug von Siegesgewissheit aus den Köpfen zu bekommen.

Wolf kratzt Informationen über Ingolstadt zusammen

Die Gegensätze könnten aber auch kaum größer sein. Der HSV hat seit acht Spielen nicht verloren und ist auswärts in dieser Saison unbesiegt. Ingolstadt wartet seit zehn Spielen auf einen Sieg. "Aber ich kenne die Ingolstädter Spieler", sagte Wolf in der Pressekonferenz am Freitag. "Das ist eine gute Mannschaft, viele Spiele waren eng, sie hätten durchaus mehr Punkte haben können. Wir brauchen eine Topleistung, um da zu gewinnen."

Welche Taktik der HSV braucht, da ist sich Wolf nicht so sicher: "Wir hatten wenig Informationen, auf die wir zurückgreifen konnten." Ein paar Videos der Ingolstädter U19 habe er sich angeschaut. Aber er wolle seiner Mannschaft auch nicht zu starre Vorgaben machen: "In jedem Spiel gibt es Veränderungen, jeder Trainer macht auch immer mal etwas anders als sonst. Darauf müssen wir gegebenenfalls schnell reagieren können." Deshalb sei es auch gar nicht weiter schlimm gewesen, dass die Vorbereitung auf den Gegner knapper ausgefallen sei als gewohnt: "So konnten wir uns auf uns konzentrieren."

Kommt Bates für Lacroix?

Die 18 Spieler, die sich am Nachmittag auf den Weg nach München machten, sind die gleichen, die am Montag beim 2:2 gegen Union Berlin den Kader gebildet hatten.

Allerdings könnte es in der Startelf eine Veränderung geben: Innenverteidiger David Bates bekam beim Abschlusstraining den Vorzug vor Léo Lacroix, der bei beiden Berliner Toren unglücklich agiert hatte. Lacroix stand am Freitagvormittag in der B-Elf – neben Gideon Jung, der erstmals nach seinem Knorpelschaden wieder in einem Trainingsspiel mitwirkte.

Öffentlich bestätigen wollte Wolf die Umstellung aber nicht: "Wir haben da schon eine Idee." Im Angriff dürfte erneut Hee-Chan Hwang den verletzten Torjäger Pierre-Michel Lasogga ersetzen.

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