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Kostic schwänzte Sandhausen – Einigung über Ekdal-Ablöse

Filip Kostic und Albin Ekdal werden Lewis Holtby (v.l.) Tschüs sagen

Filip Kostic und Albin Ekdal werden Lewis Holtby (v.l.) Tschüs sagen

Foto: TimGroothuis / WITTERS

Der Serbe Kostic forciert seinen Abgang. Auch Ekdal steht endgültig vor dem Absprung. Neuzugang Mangala überzeugt beim Debüt.

Frankfurt/M.  Die Reisenden am Terminal eins vom Flughafen Frankfurt machten große Augen, als am Sonntagabend nach und nach die HSV-Profis an Gate A25 eintrudelten. Ist das nicht der Lewis Holtby? Und da: der Pierre-Michel Lasogga? Nur einer fehlte, als sich der HSV-Tross pünktlich um 19 Uhr mit der Maschine LH030 auf den Rückweg nach Hamburg machte: Filip Kostic. Der simple Grund: Der Serbe, der fest für den Sandhausen-Kader (3:0) eingeplant war, hatte auch schon auf der Hinreise in die kurpfälzische Provinz gefehlt.

„Wir hätten Filip sehr gerne mitgenommen, aber er hat uns gesagt, dass er andere Pläne hat“, sagte Sportvorstand Ralf Becker, der auf Nachfrage etwas deutlicher wurde: „Wir können nur diejenigen mitnehmen, die für den HSV Gas geben wollen. Filip sagte uns, dass das für ihn gerade nicht möglich ist. Das macht dann für uns aber keinen Sinn.“

So habe Kostic über das Wochenende Gespräche mit anderen Clubs führen wollen. „Wir tun alle gut daran, wenn das Thema bald gelöst wird“, sagte Becker, der zumindest im Fall von Albin Ekdal eine baldige Einigung in Aussicht stellte. Wenn Ekdal am Montag den Medizincheck in Genua erfolgreich absolviert hat, soll der Schwede einen Vierjahresvertrag unterschreiben. Nach Informationen aus Italien bietet Sampdoria Genua 2,5 Millionen Euro als Ablösesumme. „Wir gehen mal davon aus, dass wir zeitnah eine Lösung haben. Das wäre für alle Parteien das Beste“, kündigte Becker an.

Titz: Mangala beruhigt unser Spiel

Bei den Abgängen muss der Manager also noch ein paar Tage Arbeit investieren. Bei den Zugängen sind die Hausaufgaben mit den ausgeliehenen Orel Mangala und Léo Lacroix dagegen erledigt. Während Lacroix den 3:0-Sieg in Sandhausen noch von der Bank aus verfolgte, ließ Trainer Christian Titz Mangala direkt von Anfang an spielen.

„Orel hat unserem Spiel sehr gut getan“, lobte der Trainer, der verbale Unterstützung von Sportchef Becker bekam: „Orel hat ein sehr gutes Zweikampfverhalten und eine hohe Spielintelligenz. Er versteht es vor allem, unser Spiel zu beruhigen.“

Mangala wurde mit Videos fit gemacht

Entsprechend beruhigt machte es sich Mangala wenige Stunden später auf Platz 12F im Lufthansa-Flieger zurück nach Hamburg gemütlich. „Für mich war es ganz schön schwierig, weil ich das System vorher nicht kannte und nur ein paarmal mittrainiert habe. Insgesamt hat es aber gut geklappt“, sagte der Mittelfeldmann, der bis Saisonende aus Stuttgart ausgeliehen ist.

Die Assistenztrainer hätten ihm in den Tagen vor dem Sandhausen-Spiel viele Videos gezeigt, damit er das anspruchsvolle Titz-System schnell verinnerlichen kann. Um das Gasgeben, so viel scheint nach 90 Minuten schon festzustehen, braucht sich der HSV beim Belgier jedenfalls keine Gedanken zu machen.

Premierensieg in Liga zwei: