Hamburger SV

Erfahrungswerte verheißen nichts Gutes für Beister

Zukunft ungewiss: Hamburgs Offensivspieler Maxi Beister

Zukunft ungewiss: Hamburgs Offensivspieler Maxi Beister

Foto: Witters

Fraglich, ob aussortierter HSV-Publikumsliebling jemals wieder hundertprozentig fit werden kann. Düsseldorf-Fans wollen Beister zurück.

Hamburg.  Am Sonntag konnte oder wollte der HSV noch nichts Neues in Sachen Kaderplanung verkünden. Alles im Fluss, Gespräche laufen, Entscheidungen werden vorbereitet. Aber perfekt war offiziell noch nichts.

Auch das Gerücht aus Freiburg, dass sich der HSV nun mit Angreifer Admir Mehmedi, 24, einig sei, konnte der Verein noch nicht bestätigen. Der Schweizer hat beim Bundesligaabsteiger zwar einen Vertrag bis Mitte 2019, wird die Breisgauer aber voraussichtlich verlassen, um in der Bundesliga zu spielen. Neben dem HSV galten jedoch auch Werder Bremen und Bayer Leverkusen als interessiert.

Unterdessen wird der Flirt von Ex-Kapitän Rafael van der Vaart, 32, mit dem spanischen Erstligaaufsteiger Betis Sevilla offenbar intensiver. Trainer Pepe Mel bestätigte in der Sportzeitung „Marca“: „Er ist ein interessanter Spieler. Bevor er hierher kommt, muss er aber mit mir reden. Noch ist nichts entschieden.“ Van der Vaarts Mutter stammt aus Andalusien, seine Großeltern wohnen noch in der Region. Betis soll den Niederländer nach Informationen der „Bild“-Zeitung im Relegationsrückspiel beim Karlsruher SC beobachtet haben.

Fortuna-Fans kämpfen um Beister

Maximilian Beister hat die Fantasie bei den Fans von Fortuna Düsseldorf geweckt. Nachdem der HSV am Freitagnachmittag dem 24 Jahre alten Angreifer mitgeteilt hatte, dass er trotz noch ein Jahr laufenden Vertrages in den Planungen für die kommende Saison keine Rolle mehr spielt, überschlugen sich in den Fan-Foren der Fortuna die Kommentare.

„Zurück an den Rhein“, fordert ein Anhänger, und ein anderer: „Junge, komm heim.“ Beister spielte zwischen 2010 und 2012 zwei Jahre auf Leihbasis bei der Fortuna in der Zweiten Liga und stieg mit den Düsseldorfern am Ende in die Bundesliga auf. Sportlich war das wohl seine beste Zeit, in der er in 59 Spielen 18 Tore schoss und 19 vorbereitete.

Nach seiner schweren Knieverletzung (Kreuzbandriss, Meniskusschaden) im Wintertrainingslager Anfang 2014 ist Beister noch nicht wieder zu alter Form gekommen. Viele Sportärzte bezweifeln, dass ein Spieler mit einem derartigen „Kollateralschaden“ überhaupt wieder hundertprozentig fit werden kann. Beister trainierte zwar seit Anfang dieses Jahres wieder im Bundesligakader mit, konnte aber keinen der Trainer Joe Zinnbauer, Peter Knäbel und Bruno Labbadia überzeugen.

„Ich hätte mich sehr gerne beim HSV durchgesetzt. Logisch, dass ich nicht glücklich bin mit der Entscheidung“, sagte Beister dem Abendblatt-HSV-Blog „Matz ab“: „Ich muss jetzt mit der neuen Situation umgehen und schauen, wie es weitergeht.“

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Video: abendblatt.tv