Neuer HSV-Trainer

Hannovers Präsident: „Slomka wird Klassenerhalt schaffen“

Aufsichtsrat stimmt Verpflichtung Slomkas zu. Martin Kind, Präsident von Hannover 96, traut dem neuen HSV-Trainer den Klassenerhalt mit seinem neuen Club zu. Der 46-Jährige wird um 13 Uhr vorgestellt.

Er muss es wissen: Martin Kind, Präsident von Hannover 96, traut dem neuen HSV-Trainer Mirko Slomka den Klassenerhalt mit seinem neuen Club zu. “Slomka bringt alle Voraussetzungen mit, um mit dem HSV die Klasse zu halten. Er ist zwar kein typischer Feuerwehrmann, sondern eher ein Konzepttrainer, der das Team aber mitreißen kann“, sagte Kind, der fast vier Jahre mit Slomka als Cheftrainer bei den Niedersachsen zusammenarbeitete, dem Hamburger Abendblatt.

„Slomkas Stärken liegen darin, dass er ein Team überzeugen und weiterentwickeln kann. Es sind noch 13 Spieltage, er wird es schaffen“, ist Kind überzeugt.

Nicht ganz so positiv sieht das der freigestellte Ex-Trainer des HSV. Bert van Marwijk, 61, hat der Mannschaft die Klasse für die Bundesliga abgesprochen. „Ich hatte immer Hoffnung und glaube auch heute noch an die Chance. Sie ist aber nur sehr klein“, sagte der Niederländer der Hamburger Morgenpost: „Letztlich fehlt es auch an Qualität.“

Der Aufsichtsrat hatte am Montagmorgen der sogenannten überplanmäßigen Ausgabe für den Coach einstimmig zugestimmt. Slomka wird um 13 Uhr auf einer Pressekonferenz beim HSV als Nachfolger von Bert van Marwijk vorgestellt und leitet am Nachmittag das erste Training. Zuvor war Slomka, der am 27. Dezember bei Hannover 96 entlassen worden war, auf dem Gelände des stark abstiegsbedrohten Clubs eingetroffen. Der 46-Jährige soll einen Zweijahresvertrag erhalten, der auch für die 2. Bundesliga gilt.

Damit sind die Rücktritte der Aufsichtsräte Manfred Ertel, Björn Flohberg und Ali Eghbal perfekt. Diese hatten ihre Abdankung angekündigt, sobald ein neuer Trainer verpflichtet ist. Schon am Sonntag hatten Marek Erhardt und Uli Klüver ihre Rücktritte bekanntgegeben. Die Spitze des Aufsichtsrates scheint bezüglich eines Rücktritts noch unentschlossen.

Schon 2008 war er als Trainer beim HSV im Gespräch. Den Zuschlag erhielt damals allerdings Martin Jol. 2011 handelten sich die Hanseaten im Werben um den Coach eine Absage von 96-Boss Martin Kind ein. Slomka blieb in Hannover. Nun hat man doch noch zusammengefunden.