Krise beim HSV

Lasogga und Adler trainieren wieder – Reicht es für Hertha?

Hoffnungsschimmer für den HSV: Stammtorwart Adler und Torjäger Lasogga, der gegen Hertha unbedingt spielen will, haben das Training wieder aufgenommen. Westermann pausiert hingegen.

Hamburg. Im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga kehrt zumindest ein bisschen Hoffnung zurück zum HSV. Nationaltorhüter René Adler und Torjäger Pierre-Michel Lasogga haben das Training wieder aufgenommen.

Der 29 Jahre alte Schlussmann absolvierte am Montag eine individuelle Einheit mit Torwarttrainer Ronny Teuber. Adler hatte mehrere Wochen wegen einer im Dezember erlittenen Sprunggelenksverletzung pausiert. Wann er ins Mannschaftstraining einsteigt, ist ungewiss.

Adlers Comeback wird sehsüchtig erwartet. Ersatztorwart Jaroslav Drobny machte bei der Niederlage in Hoffenheim keinen guten Eindruck. Beim ersten Gegentreffer ließ er den Schuss von Roberto Firmino durch die Hosenträger rutschen. Auch beim 0:2 durch Abwehrspieler Niklas Süle irrte der Tscheche durch seinen Fünfmeterraum. Während der kompletten 90 Minuten strahlte Drobny kaum Sicherheit aus.

Lasogga will hingegen schon am Sonnabend gegen Hertha BSC (18.30 Uhr/Sky und im Liveticker bei abendblatt.de) wieder auf dem Platz stehen. Der Angreifer, der bis zum Saisonende von den Berlinern ausgeliehen ist, fehlte am Wochenende beim 0:3-Debakel in Hoffenheim wegen eines Faserrisses im Oberschenkel.

Während Abwehrspieler Heiko Westermann eine Belastungspause einlegte und sich lediglich mit Krafttraining fit hielt, absolvierte Lasogga Lauftraining am Montag.

Die Zukunft des bulligen Stürmers bleibt weiterhin ungewiss. Nachdem Hertha vom US-Investor KKR durch einen Anteilsverkauf von 9,7 Prozent und ein Millionendarlehen insgesamt 61,2 Millionen Euro zur Verfügung hat, will Clubmanager Michael Preetz nun zügig neue Gespräche mit Lasogga führen und den im Sommer 2015 auslaufenden Vertrag verlängern.

Dem 22-Jährigen liege bereits ein Angebot vor, bestätigte Sportdirektor Michael Preetz am Rande der Partie gegen den 1. FC Nürnberg (1:3).

Im Abstiegskampf kann der HSV dringend Typen wie Lasogga auf dem Platz gebrauchen. Der Stürmer gibt immer 100 Prozent und könnte seine zuletzt leidenschaftslosen Kollegen mitreißen.

Die Verantwortlichen des HSV stellen Trainer Bert van Marwijk für die Partie gegen die achtplatzierten Berliner indes einen Freifahrtschein aus. „Auch eine Niederlage gegen Berlin würde nichts an unserem Vertrauen in van Marwijk ändern“, wird HSV-Boss Carl-Edgar Jarchow im kicker zitiert.

Sportchef Oliver Kreuzer hat ebenfalls nach wie vor vollstes Vertrauen in die Arbeit des Niederländers - unabhängig vom Ausgang der Partie am Wochenende: „Wenn wir gegen Hertha verlieren, dann gewinnen wir eben gegen Braunschweig.“