Vorfall in Stockholm

Rassismus-Vorwurf nach U21-Spiel Schweden gegen Italien

dpa
Soll rassistisch beleidigt worden sein: Anthony Elanga.

Soll rassistisch beleidigt worden sein: Anthony Elanga.

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Stockholm. Ein Fußballer des schwedischen U21-Nationalteams ist nach eigener Aussage bei einem Länderspiel gegen Italien in Monza rassistisch beleidigt worden.

Der schwedische Fußballverband machte den Vorfall auf seiner Website öffentlich. Bei dem betroffenen Spieler handelt es sich um Anthony Elanga, der in England bei Rekordmeister Manchester United unter Vertrag steht.

"Wir haben unsere Version der Ereignisse mitgeteilt und sowohl den Schiedsrichtern als auch den Spieldelegierten einen mündlichen Bericht vorgelegt", wurde U21-Trainer Claes Eriksson auf der Verbandswebsite zitiert. Man warte nun auf Rückmeldung und werde dann über das weitere Vorgehen entscheiden. Details zu mutmaßlichen Tätern wurden zunächst nicht bekannt.

Der italienische Verband FIGC widerspricht den Darstellungen "auf entschiedene Weise", wie tags darauf mitgeteilt wurde. Kein Spieler der Azzurri habe sich rassistisch gegenüber einem Gegenspieler verhalten. Auch sei kein Vorfall von den Unparteiischen notiert worden. Die FIGC werde auf jede erdenkliche Art das Bild von sich und jenes ihrer Spieler verteidigen. Der ganze italienische Fußball und vor allem die Nationalmannschaften bekämpften Rassismus intensiv.

"Niemand sollte Rassismus ausgesetzt sein", hatte Trainer Eriksson klargestellt. "Wir stehen alle hinter Anthony und unterstützen ihn in der Sache." Die Partie in Monza, ein Qualifikationsspiel für die U21-Europameisterschaft, endete 1:1.

© dpa-infocom, dpa:211013-99-582533/3

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( dpa )