Fußball-Ticker

Slapstick-Torwart der Bundesliga schlägt wieder zu

SC Freiburg: Ersatztorwart Mark Flekken leistete sich erneut einen Slapstick nach seinem "Trick" mit der Trinkflasche und dem peinlichen Gegentor im Jahr 2018.

SC Freiburg: Ersatztorwart Mark Flekken leistete sich erneut einen Slapstick nach seinem "Trick" mit der Trinkflasche und dem peinlichen Gegentor im Jahr 2018.

Foto: Getty Images

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Mönchengladbach patzt im Berliner Rauch

Bayern München hat mit Interims-(?)-Trainer Hansi Flick in drei Spielen dreimal gesiegt. Nach dem 4:0 bei Fortuna Düsseldorf sind die Bayern bis auf einen Punkt an Tabellenführer Borussia Mönchengladbach herangerückt.

Gladbach verlor mit 0:2 bei Union Berlin, wo mal wieder Rauch von den Rängen das Spielfeld einnebelte. Der SC Freiburg kletterte durch ein 1:1 (1:1) bei Bayer Leverkusen vorerst auf Rang drei.

Slapstick-Einlage von Pannen-Keeper Flekken

In Leverkusen ereignete sich beim 1:1 eine kuriose Szene bereits nach 84 Sekunden: Freiburgs Torhüter Mark Flekken, der zum vierten Mal den verletzten Alexander Schwolow ersetzte, rutschte beim Abschlag aus, stand auf und schoss den Ball vor dem anstürmenden Nadiem Amiri ins Seitenaus. Slapsticker Flekken hatte bereits im vergangenen Jahr aus seiner Flasche einen Schluck genommen und "vergessen", bei einem Torschuss abzuwehren.

Der FC St. Pauli ist seit sieben Pflichtspielen sieglos. Ist Trainer Jos Luhukay noch der Richtige?

Weil er den Ball zweimal hintereinander berührt hatte, gab Schiedsrichter Deniz Aytekin einen indirekten Freistoß aus etwa sieben Metern. Den Schuss von Kerem Demirbay fälschte Nicolas Höfler an die Latte ab.

Die in dieser Saison wiedererstarkten Schalker sind nach dem 2:1-Sieg bei Werder Bremen Vierter. Werder ist im achten Spiel hintereinander sieglos. Eintracht Frankfurt unterlag dem VfL Wolfsburg trotz langer Überzahl 0:2 (0:1).

Mourinho mit Sieg und coolem Spruch

So geht Comeback: José Mourinho hat bei seinem Einstand als Trainer des Champions-League-Finalisten 2019, Tottenham Hotspur, einen Sieg errungen. Sein neues Team gewann 3:2 (2:0) bei West Ham United. „Ich war wirklich glücklich, bis wir diese zwei Gegentore kassiert haben. Wir haben gut gespielt und die Dinge aus dem Training umgesetzt“, sagte Mourinho: „Das Wichtigste war aber zu gewinnen, egal wie." Und selbstbewusst ergänzte er: "Wir haben Glück, dass ich so viele Jahre in der Premier League bin. Zur Halbzeit habe ich die Spieler gewarnt, dass das Spiel noch offen ist, auch wenn wir in der 85. Minute 3:0 führen.“

Die Tore schossen Heung-Min Son, Lucas Moura (43.) und Harry Kane (49.). West Hams Michail Antonio (73.) und Angelo Ogbonna (90.+6) verkürzten. Tottenham hatte sich nach fünf Ligaspielen in Folge ohne Sieg am vergangenen Dienstag von Teammanager Mauricio Pochettino getrennt.

Streik wegen Rassismus

Wegen rassistischer Vorfälle in den Niederlanden sind in den beiden höchsten Fußballligen Schweigeminuten geplant. Die erste Minute nach Anpfiff sollten die Spieler nicht spielen, auf den Anzeigetafeln soll eingeblendet werden: „Rassismus? Dann spielen wir nicht!“ Auf den Trikots des FC Den Bosch wird bis zum Saisonende „Gemeinsam gegen Rassismus“ zu lesen sein. Dies ist Teil der Reaktion darauf, dass Den-Bosch-Fans bei einem Spiel einen gegnerischen Spieler rassistisch beleidigt hatten, wie der Verein mitteilte. Die Fans des Vereins, der in der zweithöchsten niederländischen Liga spielt, hatten am vergangenen Sonntag unter anderem Affengeräusche gemacht und Gesänge vom „Zwarte Piet“ (Schwarzer Peter) angestimmt, wenn Excelsior Rotterdam Spieler Ahmad Mendes Moreira am Ball war.

Lucien Favre sitzt in Barcelona auf der Bank

Steht Trainer Lucien Favre (62) bei Borussia Dortmund vor der Entlassung Die Reaktionen der Mannschaft nach dem desaströsen 3:3 gegen Bundesliga-Aufsteiger Paderborn sowie von Sportdirektor Michael Zorc lassen vor dem vorentscheidenden Spiel in der Champions League beim FC Barcelona (Mittwoch, 21 Uhr) nichts Gutes erahnen. Aber Zorc relativierte am Sonnabend gegenüber der Funke-Mediengruppe: „Es ist ja klar, dass das Thema öffentlich diskutiert wird, denn unsere Situation ist mehr als unbefriedigend. Natürlich analysieren wir das sehr intensiv. Aber wir gehen mit Lucien Favre in das Spiel in Barcelona und erwarten, dass wir da eine deutliche Leistungssteigerung sehen“, so Michael Zorc zu Funke Sport.

`"So kann es nicht weitergehen“, sagte Favre nach dem glücklichen Unentschieden, das Marco Reus in der Nachspielzeit sicherte. „Ich versuche weiter, positiv zu denken.“

Die Zuschauer pfiffen und forderten den Kopf des Trainers. Reus sagte: „Man hat sich richtig geschämt. So dürfen wir nie, nie wieder auftreten. Das war absolute Scheiße.“ Vor zwei Wochen war der BVB mit 0:4 bei Bayern München untergegangen. Laut Medienberichten vom Sonnabend soll Favre nach einem geheimen Krisengipfel mit Hans-Joachim Watzke und Anwälten wie Beratern noch in Barcelona coachen. Aber: Marco Reus, Lukasz Pisczcek und Lucien Favre hätten das Stadion erst drei Stunden nach dem Abpfiff verlassen. Die Mannschaft versammelte sich am Sonnabend auf dem Trainingsgelände in Brackel hinter verschlossenen Türen, allerdings ohne Vereinsführung.

Mamba traf, zeigte aber Nerven

Torschütze Streli Mamba hätte der große Held des SC Paderborn werden können. Zwei Treffer hatte er dem haushohen Favoriten Borussia Dortmund schon eingeschenkt, als er beim Stand von 3:1 für den Außenseiter Mitte der zweiten Halbzeit völlig frei vor BVB-Torhüter Roman Bürki auftauchte. Doch diesmal zeigte Mamba Nerven, er setzte den Ball am Tor vorbei. Seine persönliche Geschichte des Spiels spiegelte die gesamte Berg- und Talfahrt des tapfer kämpfenden Tabellenletzten wider. Nach der 3:0-Pausenführung reichte es am Ende „nur“ zu einem Punkt (3:3) beim deutschen Vizemeister.

„Wir werden dennoch mit viel Stolz nach Hause fahren“, sagte Trainer Steffen Baumgart, der allerdings auch einräumte, dass der spät hergegebene Sieg „auch ärgerlich“ sei: „Jeder Spieler war am Ende erschöpft.“

Lukas Podoski und Thorsten Fink siegen

Mit Lukas Podolski in der Startelf hat Vissel Kobe in der J-League den zwölften Saisonsieg gefeiert. Beim 1:0 (0:0) gegen Cerezo Osaka erzielte Kyogo Furuhashi in der 76. Minute den entscheidenden Treffer für die Mannschaft von Trainer Thorsten Fink. Podolski wurde in der 90. Minute, der spanische Torjäger David Villa bereits in der 67. Minute ausgewechselt. Kobe ist nach dem 32. Spieltag der japanischen Top-Liga mit 41 Punkten Tabellen-Zehnter.

125 Millionen Euro Ablöse für 17-Jährigen

Der FC Porto hat den Vertrag mit "Supertalent" Fabio Silva (17) vorzeitig bis 2022 verlängert und die Ausstiegsklausel für den Stürmer von 25 Millionen auf 125 Millionen Euro erhöht. Dies ist ein Rekord im portugiesischen Fußball. Unter anderem soll Atletico Madrid an Fabio Silva interessiert sein, der zuletzt auch mit Eintracht Frankfurt in Verbindung gebracht worden war. Der Angreifer ging in dieser Saison als bislang jüngster Spieler von Porto in der Liga und im Europacup sowie als jüngster Torschütze in die Vereinshistorie ein.

Entschuldigung nach Faustschlag gegen Schiedsrichter

Der Verbandsligist TuS Rüssingen hat seinen Spieler nach der Attacke auf einen Schiedsrichter-Assistenten (Linienrichter) im Pokal-Halbfinale des Südwestdeutschen Fußballverbandes (SWFV) suspendiert. „Er wird nie wieder für uns spielen“, sagte Spielleiter Dirk Dedores in der "Rheinpfalz" über den Akteur, dem wegen seines Faustschlags auch juristisch jede Menge Ärger droht.

Der attackierte Linienrichter Jens Schmidt wolle laut "Rheinpfalz" Anzeige wegen Körperverletzung erstatten. „Das linke Auge ist dick. Ich habe Kopfschmerzen und mir ist schwindelig. Ich habe mich in der Nacht zwei-, dreimal übergeben“, sagte Schmidt.

Beim Stand von 1:0 für Rüssingen gegen Alemannia Waldalgesheim hatte der TuS den zweiten Platzverweis kassiert. Daraufhin kam es zur Rudelbildung. Auf einem Video der Szene bei Twitter ist zu sehen, wie der Assistent durch den Schlag zu Boden geht. Der Unparteiische kam immerhin wieder auf die Beine und konnte den Platz ohne Hilfe verlassen.

Am Sonnabend bedauerte Yahya Sanyang seine tat. Er sagte der "Bild": „Ich möchte den Linienrichter um Entschuldigung bitten. Natürlich war es ein Fehler, ich weiß nicht, was ich da gemacht habe. Ich möchte mich bei allen Menschen dafür entschuldigen, es tut mir sehr leid."