Fußball-Ticker

Europa League: Bayer Leverkusen schlägt Zürich mit 1:0

Leverkusens Tin Jedvaj (l) erzielt das 1:0 gegen Torwart Yanick Brecher vom FC Zürich.

Leverkusens Tin Jedvaj (l) erzielt das 1:0 gegen Torwart Yanick Brecher vom FC Zürich.

Foto: dpa

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Bayer Leverkusen schlägt Zürich mit 1:0

Bayer Leverkusen hat dank eines Arbeitssiegs in der Europa League sein erstes Etappenziel weiter fest im Blick. Die Werkself gewann das Spitzenspiel der Gruppe A gegen Spitzenreiter FC Zürich verdient mit 1:0 (0:0) und steht damit vor dem Einzug in die K.o.-Runde. Tin Jedvaj sorgte nach genau einer Stunde mit seinem ersten Europa-League-Treffer dafür, dass die Werkself gute Chancen hat, im Europacup zu überwintern und weiter von ihren zweiten internationalen Titel nach 1988 träumen darf.

Leipzig verliert gegen Celtic Glasgow

Fußball-Bundesligist RB Leipzig hat in der Europa League die Chance auf den vorzeitigen Einzug in die K.o.-Runde liegen gelassen. Die Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick verlor das Rückspiel bei Celtic Glasgow 1:2 (0:1).

Nach der zweiten Niederlage im vierten Spiel stehen die Sachsen vor den letzten beiden Partien der Vorrunde mit sechs Punkten weiter auf Rang zwei in der Gruppe B, punktgleich dahinter lauert Glasgow.

Frankfurt besiegt Apollon Limassol

Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt ist in der Europa League mit dem vierten Sieg im vierten Spiel vorzeitig in die Zwischenrunde eingezogen. Der DFB-Pokalsieger gewann bei Apollon Limassol auf Zypern mühelos mit 3:2 (1:0). Mit zwölf Punkten stehen die Hessen, die schon das Hinspiel zuhause mit 2:0 für sich entschieden hatten, vor den letzten beiden Vorrunden-Begegnungen an der Spitze der Gruppe H.

FC Barcelona muss auf Coutinho verzichten

Philippe Coutinho wird dem FC Barcelona und der brasilianischen Nationalmannschaft wegen einer Oberschenkelverletzung zwei bis drei Wochen fehlen. Coutinho (26) verpasst somit auf jeden Fall das Barcelona-Heimspiel gegen Betis Sevilla sowie auch die Test-Begegnungen der Seleção am 16. November gegen Uruguay sowie vier Tage später gegen Kamerun. Beide Spiele finden in London statt.

Champions League: Videobeweis früher?

In der Champions League kommt der Videobeweis möglicherweise noch in dieser Saison zum Einsatz. Nach Angaben der BBC diskutiert die Europäische Fußball-Union (Uefa) schon seit Wochen darüber, den eigentlich erst für die kommende Saison geplanten Start vorzuziehen. Die Entscheidung könnte schon Anfang Dezember bei der nächsten Sitzung des Uefa-Exekutivkomitees bekannt gegeben werden, berichtet die BBC. In der Königsklasse war es zuletzt zu mehreren Fehlentscheidungen gekommen. Erst am Mittwoch hatte Manchester City gegen Schachtjor Donezk einen Foulelfmeter erhalten, als Englands Nationalspieler Raheem Sterling nach einem Tritt in den Rasen zu Fall gekommen war.

José Mourinho provoziert wieder

Mit Manchester United hat der umstrittene Trainer José Mourinho (55) Italiens Meister Juventus Turin die erste Saison-Niederlage (2:1) zugefügt und mal wieder provoziert. Dass er die Hand ans Ohr hielt, sollte heißen: „Das“, und er hielt sich wieder die Hand ans Ohr, „ist keine Beleidigung. Das bedeutet: Ich will ein bisschen mehr hören.“ Der „Corriere dello Sport“ nennt ihn am Donnerstag „Provokateur Mourinho“. Den Juve-Profis konnte das nicht gefallen. Leonardo Bonucci kam mit Paulo Dybala auf Mourinho zu und redete auf ihn ein. „Ich trainiere Manchester, ich denke nicht an meine Vergangenheit bei Inter oder Real. Sie sind es, die nicht vergessen können“, sagte Mourinho später in Richtung der Fans.

Mit seinem Volleyschuss legte Cristiano Ronaldo in der 65. Minute laut italienischen Medien ein „Meisterwerk“ hin. Juan Mata glich die Führung in der 86. Minute aus, ehe die Engländer von einem Eigentor von Turins Alex Sandro (90.) profitierten. In der Tabelle liegt United nun zwei Zähler hinter Spitzenreiter Juve auf Rang zwei und hat gute Chancen auf den Achtelfinaleinzug. Der „Telegraph“ sprach mit Blick auf ManUnited und Mourinho von einem „wunderbaren Comeback“.

Schwalbe: Raheem Sterling entschuldigt sich

Mega-Shitstorm für den englischen Nationalspieler Raheem Sterling nach seiner Schwalbe im Champions-League-Spiel von Manchester City gegen Schachtjor Donezk: Sterling hat sich immerhin entschuldigt. "Ich weiß nicht, was passiert ist. Ich habe keinen Kontakt gespürt und möchte mich beim Schiedsrichter entschuldigen", sagte der 23-Jährige nach dem 6:0-Sieg. Er war in der 24. Minute beim Stand von 1:0 auf das Tor zugelaufen, trat mit seinem linken Bein in den Rasen und ging zu Boden. Schiedsrichter Viktor Kassai gab einen Elfmeter, den Gabriel Jesus sicher verwandelte.

Sterling musste in den sozialen Netzwerken Hohn und Spott über sich ergehen lassen. "Kann Sterling seine Karriere nach dem Brutalo-Foul überhaupt noch fortsetzen?", fragte ein Nutzer, ein anderer meinte: "Böses Foul vom ungemähten Rasen." Trainer Pep Guardiola nahm die Szene zum Anlass, um den Einsatz eines Videoschiedsrichters (VAR) zu fordern. "Wir haben sofort realisiert, dass es kein Elfmeter war. Raheem hätte das sagen können", sagte Guardiola bei BT Sport:

Lothar Matthäus weiß, wie Bayern zu retten ist

Altrekordnationalspieler Lothar Matthäus hat den FC Bayern dafür kritisiert, nicht rechtzeitig zum sportlichen auch das Funktionärspersonal ausgetauscht zu haben. "Man merkt beim FC Bayern jetzt, dass man einen Umbruch versäumt hat. Dass man auch in der Chefetage einen Jüngeren hätte einbauen sollen mit größerer Verantwortung, als sie Hasan Salihamidzic hat. Die Entscheidungen im Sommer waren nicht so supertoll wie bei Borussia Dortmund." Anstatt Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge hätte man Philipp Lahm oder Oliver Kahn dazuholen müssen.

Matthäus zeigte sich als Fan des derzeitigen Spiels bei Borussia Dortmund: "Dortmund hat im Sommer die richtigen Veränderungen vorgenommen, auf dem Platz und außerhalb. Viele haben ja gelacht oder zumindest geschmunzelt über die Verpflichtung von Matthias Sammer oder Sebastian Kehl, aber da ist hoher Sachverstand dazugekommen. Und auf dem Platz haben sie jetzt einige Leader." Trotzdem sei Bayern noch die Wende zuzutrauen.

"Wir sind nicht Barcelona – wir müssen verteidigen"

Hat Trainer Julian Nagelsmann (TSG Hoffenheim) in diesem ersten Jahr in der Champions League seine Lektion schmerzlich gelernt? Schon in der Vorsaison musste er ja einsehen, dass in der Qualifikation gegen den FC Liverpool und Jürgen Klopp die Cleverness fehlte. Doch diesmal ist alles anders: Seine Mannschaft überzeugte durch das 2:2 bei Olympique durch Kampfgeist. Doch das Aus ist nahe. "Natürlich ist der Punkt besser als nichts. So bleibt ein Hintertürchen für uns offen. Aber ich bin ein sehr inhaltsgetriebener Trainer - und ich habe zu viele Baustellen gesehen."

Mit "Baustellen" beschrieb Nagelsmann die großen Defensiv-Schwächen seiner Mannschaft, die Lyon eigentlich einen Kantersieg ermöglicht hatten - ein halbes Dutzend hochkarätige Chancen ließen die Franzosen leichtfertig liegen. "Wir sind nicht der FC Barcelona, sondern die TSG Hoffenheim - bei uns ist Verteidigen wichtig." Nie zuvor war es einem Team in der Champions League gelungen, einen Rückstand von zwei Toren in Unterzahl aufzuholen. Andrej Kramaric (65.) und Pavel Kaderabek (90.+2) verhinderten am vierten Spieltag das vorzeitige Aus, zuvor war Kasim Adams mit Gelb-Rot vom Platz geflogen (51.). Nabil Fekir (19.) und Tanguy Ndombele (28.) hatten Lyon in Führung gebracht.

Bernd Leno: Mehr Respekt für Investoren

Nationaltorhüter Bernd Leno (FC Arsenal) hat den in Deutschland fehlenden Respekt gegenüber Investoren bemängelt. "Ja, hier denke ich: Wie blöd sind wir eigentlich, dass wir in Deutschland die ganze Zeit nur von Werksklub, Kommerz, RB, Bayer oder Hopp in Hoffenheim reden?", sagte der 26-Jährige dem "Kicker". In England gebe es gefühlt in jedem Club einen oder mehrere Investoren und trotzdem keine derartigen Diskussionen. Als positives Beispiel für einen Investor führte Leno den verstorbenen Besitzer von Leicester City, Vichai Srivaddhanaprabha, an. "Ihn haben beispielsweise alle geliebt und falls nicht, dann respektiert", sagte der gebürtige Bietigheimer.

Achtung, Ironie: Stuttgart reagiert auf Klinsmann-Gerüchte

Sportvorstand Michael Reschke (61) von Bundesliga-Schlusslicht VfB Stuttgart hat mit Ironie auf die anhaltenden Gerüchte um eine mögliche Rückkehr von Jürgen Klinsmann reagiert. "Seine Tore könnten wir brauchen", sagte Reschke der "Bild"-Zeitung und lachte. "Dass in unserer Lage in alle Richtungen spekuliert wird, ist normal", ergänzte Reschke und stellte klar: "Das Thema Klinsmann beschäftigt mich nicht."

Hoeneß bleibt bei "Blut"-Aussage

Präsident Uli Hoeneß (66) von Bayern München hat Trainer Niko Kovac vor dem Bundesliga-Gipfel bei Borussia Dortmund am Sonnabend (18.30 Uhr/Sky) den Rücken gestärkt. Seine Aussage von Anfang Oktober, er werde Kovac "bis aufs Blut" verteidigen, habe nach wie vor Gültigkeit, sagte Hoeneß nach dem 2:0 (1:0) in der Champions League gegen AEK Athen: "Daran hat sich nichts geändert, meine Aussagen gelten nicht nur für zwei, drei Wochen."

Torjäger der Champions League: Lewandowski holt auf

Mit seinen Champions-League-Toren 48 und 49 hat Robert Lewandowski in der ewigen Torschützenliste Zlatan Ibrahimovic und Andrij Schewtschenko überholt (zwei Tore bei FC Bayerns 2:0 gegen AEK Athen). Thierry Henry ist mit 50 Treffern in Reichweite des Münchner Torjägers. Angeführt wird die Rangliste von Cristiano Ronaldo.

Das Ranking: Spieler Verein (Tore) Tore gesamt

  • 1. Cristiano Ronaldo: Manchester United (15 Tore), Real Madrid (105), Juventus Turin (1) 121
  • 2. Lionel Messi: FC Barcelona 105
  • 3. Raúl González: Real Madrid (66), FC Schalke 04 (5) 71
  • 4. Karim Benzema: Olympique Lyon (12), Real Madrid (47) 59
  • 5. Ruud van Nistelrooy: PSV Eindhoven (8), Manchester United (35), Real Madrid (13) 56
  • 6. Thierry Henry: AS Monaco (7), FC Arsenal (35), FC Barcelona (8) 50
  • 7. Robert Lewandowski: Borussia Dortmund (17), Bayern München (32) 49
  • 8. Zlatan Ibrahimovic: Ajax Amsterdam (6), Juventus Turin (3), Inter Mailand (6), FC Barcelona (4), AC Mailand (9), Paris Saint-Germain (20), Manchester United (0) 48
  • 9. Andrij Schewtschenko: AC Mailand (29), FC Chelsea (4), Dynamo Kiew (15) 48
  • 10. Filippo Inzaghi: Juventus Turin (17), AC Mailand (29) 46

Versteckte Zahlungen aus Abu Dhabi?

Roberto Mancini hat sich als Teammanager von Manchester City offenbar Teile seines Gehalts über einen Club in Abu Dhabi auszahlen lassen. Das berichtet der "Spiegel" und beruft sich auf Dokumente, die dem Nachrichtenmagazin im Rahmen der Football-Leaks-Enthüllungen zugespielt wurden. Der heutige italienische Nationaltrainer schloss demnach an einem Tag gleich zwei Verträge ab: einen als City-Coach, einen als Berater des Al Jazira Sports and Cultural Club in der Arabian Gulf League. Hinter beiden Clubs stand Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan.

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