Fußball-Ticker

Ballack: Löw hätte nach der WM zurücktreten müssen

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Polen unterliegt bei Lewandowski-Jubiläum Portugal mit 2:3

Im 100. Länderspiel von Kapitän Robert Lewandowski hat Polen am Donnerstag in der Nations League eine 2:3 (1:2)-Niederlage gegen Europameister Portugal kassiert. Der Bayern-Stürmer, der in der Bundesliga schon seit drei Spieltagen nicht getroffen hat, blieb in Chorzow weitgehend unauffällig. Alleiniger Rekordnationalspieler Polens ist nun der Ex-Dortmunder Jakub Blaszczykowski, der in seinem 103. Länderspiel nach 63 Minuten eingewechselt wurde und prompt sein 21. Länderspieltor erzielte.

In Abwesenheit von Superstar Cristiano Ronaldo drehten die Portugiesen einen 0:1-Rückstand durch Serie-A-Torjäger Krzystof Piatek (18.) schon bis zum Halbzeit durch einen Treffer von Andre Silva (31.) und ein Eigentor von Kamil Glik (41.) zur 2:1-Führung. Bernardo Silva von Manchester City erhöhte nach einem schönem Solo mit einem straffen Flachschuss von der Strafraumgrenze (52.) auf 3:1. Blaszczykowski konnte mit seinem Treffer zum 2:3 dem Spiel keine Wende mehr geben. Damit führen die Portugiesen die Gruppe 3 der Nations League A souverän mit 6 Punkten an. Polen und Italien (je 1) dürfen sich nur noch im Falle von zwei Siegen Hoffnungen auf den Einzug ins Halbfinale machen.

Dortmund-Gegner Monaco wirft Trainer raus

Die AS Monaco, Gegner von Borussia Dortmund in der Gruppenphase der Champions League, hat sich von Trainer Leonardo Jardim (44) getrennt. Die Monegassen belegen nach neun Spielen der Ligue 1 mit sechs Punkten den 18. und drittletzten Tabellenplatz.

In der Königsklasse hatte Monaco beim BVB mit 0:3 verloren. Der Portugiese Jardim war seit 2014 im Fürstentum tätig gewesen. Als heißer Kandidat auf die Nachfolge wird Thierry Henry (41), französischer Weltmeister von 1998 und Ex-Profi in Monaco, gehandelt.

Mbappé auf "Time"-Titel

Der französische Weltmeister Kylian Mbappé (19) ist vom amerikanischen "Time magazine" als Coverfigur für die aktuelle Ausgabe ausgewählt worden. Überschrieben ist die Titelseite des Blattes, das am Donnerstag erschien, mit den Worten "Mbappé ist die Zukunft des Fußballs". Zudem hoben die Autoren den besonderen Verlauf seiner Karriere hervor, die in den Vorstädten von Paris begann, und betitelten das Supertalent als "Anführer der nächsten Generation".

Der Jungstar hatte in diesem Jahr den WM-Titel mit der französischen Nationalmannschaft gewonnen und wurde zum besten Nachwuchsspieler des Turniers in Russland gewählt. In der französischen Liga sorgte Mbappé am vergangenen Sonntag für Schlagzeilen, als er beim 5:0-Sieg von Paris Saint-Germain gegen Olympique Lyon binnen 13 Minuten einen Viererpack erzielte. Zudem ist Mbappé für den prestigeträchtigen Ballon d'Or nominiert, der am 3. Dezember von der Zeitschrift "France Football" verliehen wird.

Ballack von Löws Verbleib "überrascht"

Bundestrainer Joachim Löw hätte nach Meinung des früheren Nationalmannschaftskapitäns Michael Ballack als Konsequenz aus dem WM-Desaster in Russland seinen Hut nehmen müssen. "Ich war wie viele andere Leute auch überrascht, dass er seinen Job behalten hat. Er hat lange mit dem Team gearbeitet. Manchmal funktioniert es einfach nicht mehr, wenn jemand so lange mit einer Mannschaft zusammen ist wie er", sagte Ballack der Deutschen Welle.

Letztlich sei Löw für das Scheitern verantwortlich zu machen und sollte "professionell genug sein", um die richtigen Konsequenzen für seine Zukunft zu ziehen, ergänzte Ballack: "Es war ganz offensichtlich, dass einige Spieler nicht auf der Höhe waren. Und man konnte es schon vorher sehen, dass eine oder mehrere Positionen nicht optimal besetzt waren. Deshalb sollten die Verantwortlichen beurteilen, ob Löw immer noch der richtige Mann ist."

Ballack (42) kritisierte auch das Vorgehen der DFB-Spitze um Präsident Reinhard Grindel, Löw voreilig das Vertrauen ausgesprochen zu haben. "Die Weltmeisterschaft war eine große Enttäuschung, und dafür gab es Gründe. Man sollte sie ernsthaft analysieren und nicht sagen 'Wir analysieren das', während in Wahrheit bereits beschlossen ist, am Trainer festzuhalten. Das ist keine echte Analyse", sagte er.

Ballack war 2002 Vize-Weltmeister und von 2004 bis 2010 Kapitän der Nationalmannschaft. Er schied im Unfrieden aus der DFB-Auswahl, nachdem Löw das Amt des Kapitäns an Philipp Lahm übertragen hatte.

Mutko soll an Verbandsspitze zurückkehren

Der umstrittene stellvertretende russische Ministerpräsident Witali Mutko (59) wird offenbar erneut Präsident des nationalen Fußballverbandes RFS. Noch am Donnerstag soll Medienberichten zufolge seine Rückkehr an die Spitze des Verbandes bekannt gegeben werden.

Mutko, der als Schlüsselfigur im russischen Staatsdoping-Skandal gilt, war im vergangenen Dezember – mutmaßlich auf Druck des russischen Präsidenten Wladimir Putin – zunächst als Präsident des Verbandes und kurze Zeit später auch als Chef des Organisationskomitees der WM 2018 zurückgetreten. Im Mai 2018 wurde er zum Vize-Ministerpräsidenten für Bauaufsicht und Regionen ernannt.

Wenige Wochen vor seinem Rücktritt im Dezember war Mutko vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) lebenslang für alle olympischen Funktionen gesperrt worden. Das IOC sah es als erwiesen an, dass Mutko als Sportminister verantwortlich für das Betrugssystem war, das während der Winterspiele in Sotschi 2014 seinen Höhepunkt erreichte. Dort wurden offenbar mithilfe des Geheimdienstes FSB Dopingproben russischer Athleten und Medaillengewinner ausgetauscht und manipuliert.

Herrmann: "Feuer ist zurück"

Sportpsychologe Hans-Dieter Hermann sieht die deutsche Nationalmannschaft rund dreieinhalb Monate nach der WM-Pleite in Russland wieder auf einem erfolgversprechenden Weg. „Der Schock wirkt nach. Das möchte keiner mehr erleben“, sagte der 58-Jährige der „Heilbronner Stimme“. Er habe von den Spielern viel Selbstkritik gehört und gelesen. „Und auch, als wir uns zum ersten Mal wieder getroffen haben, war zu spüren, dass das Feuer zurück ist“, erklärte Hermann, der seit Ende 2004 auch für das Nationalteam arbeitet.

Wenige Tage vor dem Nations-League-Spiel in den Niederlanden am Sonnabend (20.45 Uhr/ZDF) zeigte er sich überzeugt davon, dass Bundestrainer Joachim Löw die DFB-Auswahl in die Erfolgsspur zurückführen kann. „Ich habe ihn auch in der Phase der WM-Aufarbeitung erlebt. Und ich habe mitbekommen, welche Dinge er verändern möchte beziehungsweise schon verändert hat. Nicht so öffentlichkeitswirksam, aber nachhaltig.“ Und vor allem sehe er Löws Freude daran, die Mannschaft wieder auf Kurs zu bringen.

Hermann erklärte, keine Hauptgründe für das WM-Scheitern gefunden zu haben. Weder hätten die Nationalspieler auf dem Platz zu wenig Einsatz gezeigt, noch habe die Affäre um Mesut Özil ihr Spiel beeinflusst. Auch habe es im Kader keine Gruppenbildung gegeben. Für den Misserfolg seien stattdessen viele kleine Gründe verantwortlich gewesen, „die angegangen werden müssen.“

Neuer Job für Terry

Der ehemalige Kapitän der englischen Nationalmannschaft, John Terry, wird Assistenztrainer bei Zweitligist Aston Villa und damit rechte Hand von Teammanager Dean Smith. Der 37-jährige Terry hatte erst vor Kurzem seine aktive Laufbahn beendet.

Der Routinier war in der vergangenen Saison Kapitän beim Klub aus Birmingham gewesen. Terry hatte den Großteil seiner Karriere beim FC Chelsea verbracht, im September ließ Terry einen Wechsel nach Russland zu Spartak Moskau aus familiären Gründen platzen.

Clubs fordern weniger Länderspielpausen

Viele Clubs der Bundesliga fordern eine Änderung der Abstellungszeiträume für Länderspiele. Drei Pausen im September, Oktober und November seien zu viel. Dies ergab eine Umfrage des Fachmagazins „Kicker“. Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge unterstützt Bestrebungen, statt drei Pausen mit jeweils zwei Länderspielen nur noch zwei Pausen mit jeweils drei Länderspielen einzuführen: „Das wäre aus meiner Sicht eine Verbesserung im Vergleich zum aktuellen Status.“ Bayern-Präsident Uli Hoeneß sagte: „Wir haben drei Unterbrechungen in der Hinrunde, das ist Wahnsinn!“

Florian Kohfeldt meinte, dass man die Länderspieltermine verschieben könne. „Wenn einer davon auf die Zeit direkt vor Weihnachten oder in die Rückrunde gelegt würde, hätte ich nichts dagegen“, sagte der Coach von Werder Bremen. Zwei statt drei Pausen wünscht sich auch Hans-Joachim Watzke. Aber der Clubchef von Borussia Dortmund weiß auch: „Dass irgendwann Länderspiele stattfinden müssen, ist klar. Aber wenn wir uns noch hundertmal beklagen – wir müssen das so annehmen und fertig.“

Rudi Völler beschäftigt sich gleichfalls mit der Frage, wie man die Bundesliga-Hinrunde entzerren könnte. „Auch wenn wir die WM hatten: Wir hätten einfach zwei Wochen früher anfangen müssen. Wahnsinn! Unfassbar!“ Für Bayer Leverkusens Geschäftsführer Sport sind die Länderspielpausen im Oktober und November am problematischsten: „Weil es vorher und hinterher englische Wochen gibt“.

Hitzfeld kritisiert Reschkes Korkut-Lüge: "respektlos"

Der frühere Erfolgstrainer Ottmar Hitzfeld hat Sportvorstand Michael Reschke vom VfB Stuttgart für die Art und Weise der Beurlaubung von Trainer Tayfun Korkut kritisiert. „So, wie das in Stuttgart passiert ist, ist das kein guter Stil. Ich finde das respektlos. Man sollte offen miteinander umgehen“, sagte Hitzfeld am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

Reschke hatte sich am Sonnabend nach der 1:3-Niederlage im Bundesligaspiel bei Hannover 96 zunächst vor Korkut gestellt, ihn wenige Stunden später aber dennoch beurlaubt. Anschließend gab er zu, bewusst die Unwahrheit gesagt zu haben.

„Es ist immer eine Frage der Formulierung. Auch wenn man nicht weiß, ob der Trainer bleibt oder nicht, muss man das rhetorisch besser ausdrücken, sodass man sich eine Hintertür offen lassen kann“, sagte der 69 Jahre alte Hitzfeld. Er selbst habe so etwas während seiner langen Trainerkarriere nicht erlebt. Hitzfeld hatte mit Borussia Dortmund 1997 und dem FC Bayern München 2001 die Champions League gewonnen.

Buchwald überrascht Zeitpunkt der Korkut-Entlassung

Aufsichtsrat und Ex-Weltmeister Guido Buchwald kann die Entscheidung des VfB Stuttgart zur Trennung von Ex-Trainer Tayfun Korkut nachvollziehen, hat den Zeitpunkt aber nicht erwartet. „Dass es so schnell gegangen ist, hat mich schon sehr überrascht. Vor allem, weil Sportvorstand Michael Reschke nach dem Spiel in Hannover noch betont hatte, dass es keine Trainerdiskussion gebe“, sagte der 57 Jahre alte Buchwald der „Heilbronner Stimme“.

Buchwald erfuhr von der Entlassung nach eigenen Angaben aus den Medien. Bei der Suche nach einem Nachfolger sei er nach seiner Meinung gefragt worden, in die Entscheidung für Markus Weinzierl aber nicht aktiv eingebunden gewesen. Die Trennung von Korkut kann Buchwald nachvollziehen. „Es wurde keine Stammformation gefunden. Man hat die neuen Spieler nicht so schnell integrieren können wie gedacht und erhofft“, sagte er.

Kuntz mahnt Grundlagenarbeit an

U-21-Nationaltrainer Stefan Kuntz hat auf Versäumnisse in der Nachwuchsarbeit im deutschen Fußball hingewiesen. „Wir sind zu stark den Trends der Topmannschaften hinterhergelaufen. Ballbesitzfußball, spielender Mittelstürmer, hängende Neun. Dabei haben wir Basics vergessen. Zweikämpfe führen, Flanken schlagen, im „Eins gegen eins“ bestehen. Beidfüßigkeit, Tempodribbling und Wachsamkeit – das kann jeder lernen“, sagte Kuntz in einem Interview der „Augsburger Allgemeinen“.

„Bevor man versucht, Schüsse von Ronaldo nachzumachen, sollte man Grundlegendes trainieren. Die Zusage für die EM 2024 muss der Startschuss sein. Weil wir jetzt auf Spieler Einfluss nehmen können, die dann erfolgreich spielen sollen“, sagte der 55-jährige Kuntz.

Kuntz mahnte den Rückgang an hochklassigen jungen Spielern an. „Früher hatten wir in jedem Jahrgang sieben Ausnahmetalente, jetzt sind es zwei. Und Bundesligisten holen im Nachwuchs verstärkt Spieler aus dem Ausland – auch wenn sie das Talent aus der Nachbarschaft bevorzugen. Fakt ist: In zwei, drei Jahren könnten wir auf ein Tal zusteuern“, warnte der Europameister von 1996.

Milan holt Brasiliens Jungstar Paqueta

Der italienische Renommierclub AC Mailand hat den Brasilianer Lucas Paqueta von Flamengo Rio de Janeiro ab Januar 2019 unter Vertrag genommen und lässt sich den Transfer 35 Millionen Euro plus Bonuszahlungen kosten. Das berichtete die "Gazzetta dello Sport". Der 21 Jahre alte Linksfuß kann sowohl im offensiven Mittelfeld als auch als Stürmer eingesetzt werden.

Milan konnte sich offenbar gegen die Konkurrenz von Paris Saint-Germain mit Trainer Thomas Tuchel durchsetzen. PSG hatte offenbar ebenfalls um die Gunst des Südamerikaners gebuhlt.

Leno stößt zum Nationalteam

Bundestrainer Joachim Löw hat am dritten Tag der Vorbereitung auf das Nations-League-Spiel am Samstag (20.45 Uhr/ZDF) in Amsterdam gegen die Niederlande erstmals seine komplette Nationalmannschaft zur Verfügung gehabt. Mit dem nachnominierten Torhüter Bernd Leno (FC Arsenal), der am Vorabend zum DFB-Team gestoßen war, nahmen am Donnerstagmorgen alle verbliebenen 21 Spieler an der Einheit im Hertha-Amateurstadion in Berlin teil.

Am Freitagmorgen fliegt die Auswahl von Berlin-Tegel nach Amsterdam, wo am Abend (17.30 Uhr) in der Johan-Cruyff-Arena das Abschlusstraining stattfindet. Nach dem 0:0 zum Auftakt gegen Weltmeister Frankreich steht die deutsche Nationalmannschaft im zweiten Spiel bereits unter Druck. Der Tabellenletzte der Dreiergruppe steigt in Liga B ab.

Ex-Bayern-Talent feiert Comeback in 9. Liga

2011 war Dale Jennings als 18-Jähriger zu Bayern München gewechselt, nach dem glücklosen Gastspiel beim Rekordmeister und schweren Schicksalsschlägen wagt der englische Stürmer nun ein Comeback in der 9. Liga seines Heimatlandes. Fast drei Jahre nach seinem letzten Pflichtspiel stand Jennings beim 3:0 von Runcorn Town über Silsden erstmals wieder auf dem Platz.

"Ich habe mich so lange herumgequält, aber als es endlich positive Nachrichten gab, wusste ich, dass ich ein Comeback geben muss", sagte der 25-Jährige der BBC. Bei seiner Tochter Mila war 2017 Leukämie diagnostiziert worden, mittlerweile geht es ihr besser. "Zuletzt hat nur meine Tochter gezählt, nichts anderes. Mental leidet man da so schlimm", sagte Jennings.

Die Bayern hatten Jennings einst auch auf Vermittlung von Dietmar Hamann von den Tranmere Rovers verpflichtet und für den nahezu unbekannten Teenager bemerkenswerte 600.000 Euro gezahlt. Für die Münchner brachte es Jennings auch wegen einiger Verletzungen nur auf 36 Regionalliga-Spiele. Nach der Rückkehr in seine Heimat setzte sich Jennings auch beim FC Barnsley und bei den Milton Keynes Dons nicht durch, Ende 2015 verabschiedete er sich mit 22 aus dem Profigeschäft.

"Ich habe in Deutschland sechs Monate lang versucht, die Sprache zu lernen. Und das hat mich mehr beschäftigt als der Fußball", sagte Jennings: "Es ist mir damals alles über den Kopf gewachsen, weil mir nicht bewusst war, wie groß der Wechsel von Tranmere zu den Bayern war."

Ronaldo-Anwalt weist Vergewaltigungsvorwurf zurück

Cristiano Ronaldo hat den Vergewaltigungsvorwurf gegen ihn über einen neuen Rechtsbeistand aus Las Vegas erneut vehement zurückweisen lassen. Der Anwalt Peter Christiansen schrieb in einer am Mittwoch veröffentlichten Stellungnahme im Namen des portugiesischen Superstars, was 2009 in Las Vegas während des Treffens mit der Amerikanerin Kathryn Mayorga passiert sei, sei einvernehmlich geschehen.

Zugleich räumte Christiansen ein, dass es im Jahr 2010 eine Übereinkunft zwischen beiden Parteien gegeben habe. Diese sei allerdings nicht als Schuldeingeständnis von Ronaldo zu werten. Dem inzwischen bei Juventus Turin spielenden 33-Jährigen sei damals geraten worden, die Anschuldigungen gegen ihn privat beizulegen, um Versuche zu unterbinden, seinen Ruf zu zerstören.

Die 34 Jahre alte Mayorga hatte in einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ angegeben, sie sei dem ehemaligen Profi von Manchester United und Real Madrid am 12. Juni 2009 in einem Nachtclub in Las Vegas begegnet. In dem Bericht erhebt sie auch den Vorwurf der Vergewaltigung. Ihr Anwalt Leslie Stovall hat bei einem Gericht in Las Vegas eine Zivilklage eingereicht. Christiansen erklärte, in dem Bericht zitierte Dokumente mit Aussagen Ronaldos seien von einem Hacker gestohlen worden. Wesentliche Teile seien verändert oder sogar komplett gefälscht worden.

Leko wird Haftrichter vorgeführt

im Zuge der Betrugsermittlungen im belgischen Fußball festgenommene Brügge-Trainer Ivan Leko soll am Donnerstag einem Untersuchungsrichter vorgeführt werden. Dies berichtete die Agentur Belga unter Berufung auf Lekos Anwalt. Der Trainer von Borussia Dortmunds Champions-League-Gegner FC Brügge war am Mittwoch im Rahmen einer Großrazzia festgenommen worden.

Wegen des Verdachts auf Geldwäsche, Korruption und Spielmanipulationen hatte die Polizei Dutzende Gebäude in Belgien und im Ausland durchsucht und mehrere Personen festgenommen. Von den Ermittlungen sind Topclubs der ersten belgischen Liga wie der RSC Anderlecht, Standard Lüttich und der FC Brügge betroffen, aber auch Spieler-Berater, Schiedsrichter und Journalisten. Lekos Verein hat sich bislang nicht zu den Vorfällen geäußert.

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