Fußball-Ticker

Perfekt: Leno wechselt für 25 Millionen Euro zu Arsenal

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Wechsel von Bernd Leno zu Arsenal perfekt

Nationaltorhüter Bernd Leno (26) vom Bundesligisten Bayer Leverkusen hat den Transfer zum englischen Topclub FC Arsenal unter Dach und Fach gebracht. Am Dienstag bestätigte Bayer den Wechsel des Ex-Stuttgarters, der einen Fünfjahresvertrag erhält und 25 Millionen Euro Ablöse kosten soll. Am Dienstag stand auch der Medizincheck bei den Gunners auf dem Programm.

In London wird Leno Teamkollege der deutschen Weltmeister Mesut Özil und Shkodran Mustafi. Neuer Teammanager bei Arsenal ist der Ex-Paris-Coach Unai Emery als Nachfolger von Arsene Wenger.

Die Leverkusener hatten als Ersatz für Leno, der seit 2011 im Verein war, bereits den Frankfurter Lukas Hradecky ablösefrei verpflichtet. Bundestrainer Joachim Löw hatte Leno nach dem Trainingslager in Eppan noch aus dem vorläufigen WM-Kader für Russland gestrichen. An Leno waren auch der SSC Neapel und Atletico Madrid interessiert gewesen.

Halil Altintop beendet seine Profikarriere

Der frühere türkische Nationalstürmer Halil Altintop beendet seine aktive Karriere im Profifußball. Zu diesem Zweck hat der 35-Jährige seinen Vertrag beim Zweitliga-Absteiger 1. FC Kaiserslautern vorzeitig aufgelöst, das teilte der Club am Dienstag mit. Nun laufen Gespräche über eine Einbindung Altintops als Trainer im Jugendbereich des FCK.

"Halil kann auf eine lange und große Karriere zurückblicken, hat als Fußballer viel erreicht und viel Erfahrung gesammelt", sagte FCK-Sportvorstand Martin Bader: "Jetzt besprechen wir eine mögliche Perspektive für ihn an unserem Nachwuchsleistungszentrum, beispielsweise als Co-Trainer bei unserer U19 und als Individualtrainer für unsere jungen Talente."

Der gebürtige Gelsenkirchener Altintop hatte seine Karriere bei der SG Wattenscheid 09 begonnen, anschließend schaffte er in Kaiserslautern den Durchbruch. Für die Roten Teufel erzielte er allein in der Saison 2005/06 20 Bundesligatore und landete damit auf Rang drei der Torjägerliste hinter Miroslav Klose (Werder Bremen/25) und Dimitar Berbatow (Bayer Leverkusen/21).

Anschließend wechselte Altintop zu Schalke 04 und spielte in Deutschland später auch noch für Eintracht Frankfurt und den FC Augsburg. Nach Kaiserslautern kehrte er erst im vergangenen Winter zurück. In der Rückrunde erzielte Altintop in 14 Spielen einen Treffer. Den Abstieg des Klubs konnte er nicht mehr verhindern. Insgesamt lief der Angreifer 351-mal in der Bundesliga auf und erzielte dabei 67 Tore. In 38 Länderspielen (8 Tore) stand er zudem für die Türkei auf dem Platz.

Ronaldo-Büste auf Madeira entfernt

Eine umstrittene Büste von Weltfußballer Cristiano Ronaldo ist jetzt am Flughafen der portugiesischen Insel Madeira ersetzt worden. Die alte Büste, die Hohn und Spott ausgelöst hatte, sei auf Bitte des Managements des Superstars entfernt worden, wurde ein Sprecher der Flughafenverwaltungsbehörde ANA am Montagabend von Medien zitiert. Die neue Büste sei vom Ronaldo-Museum gespendet worden, das von Ronaldos Bruder Hugo Aveiro verwaltet werde, hieß es.

Die Büste war im März 2017 anlässlich der feierlichen Umbenennung des Airports von Funchal auf Madeira nach dem auf der Atlantik-Insel geborenen Ronaldo enthüllt worden. Das Bronze-Werk des Künstlers Emanuel Santos hatte sofort viel Kritik ausgelöst, weil es kaum Ähnlichkeit mit dem Fußballer hatte. Die Gesichtszüge wirkten verzogen, ein Auge hing zu tief, der Mund lächelte schief und Ronaldo trug eine seltsame Tolle. Im Netz wurde die Büste unter anderem mit der Hauptfigur des Films „Chucky - Die Mörderpuppe“ verglichen.

Die Regionalregierung hatte die Umbenennung des Flughafens trotz heftiger Kritik aus Lissabon entschieden, nachdem Portugal 2016 mit Ronaldo Europameister geworden war.

Waldhof droht hoher Punktabzug

Dem Regionalligisten Waldhof Mannheim drohen nach den schweren Ausschreitungen rund um das abgebrochene Play-off-Rückspiel gegen Drittliga-Aufsteiger KFC Uerdingen mehrere empfindliche Sanktionen. Im am Dienstag an den Klub zugestellten Strafantrag fordert der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) neun Punkte Abzug für die neue Saison, eine Geldstrafe von 50.000 Euro und die Erfüllung von insgesamt acht Auflagen bis zum Start der Spielzeit 2018/2019.

Zu den Auflagen, die auch schon vom Club selbst vorgeschlagen wurden, zählen unter anderem die Aufhebung der Selbstverwaltung des Ordnungsdienstes auf der Osttribüne des Carl-Benz-Stadions, die Verlegung des dortigen Fan-Bereichs, der Ausbau der Videoüberwachung sowie ein Verbot von Blockfahnen.

Die Mannheimer haben nun bis Freitagmittag Zeit, über den Strafantrag zu beraten. Stimmen sie ihm zu, mündet er anschließend in ein rechtskräftiges Urteil des DFB-Sportgerichts. Stimmen sie ihm nicht zu, so wird der Kontrollausschuss seinen Strafantrag beim DFB-Sportgericht zur Entscheidung vorlegen.

In der Schlussphase das Relegationsspiels Ende Mai hatten Zuschauer im Mannheimer Bereich massiv Pyrotechnik gezündet, die auch aufs Spielfeld geworfen beziehungsweise geschossen wurde. Die Partie war daraufhin kurz vor Ende der regulären Spielzeit abgebrochen worden und letztlich mit 2:0 für Uerdingen gewertet worden.

Im Nachhinein war bekannt geworden, dass die Feuerwerkskörper offenbar im Rahmen einer am Vorabend veranstalteten Grillparty der Mannheimer Ultras in der Arena deponiert wurden.

Frankfurt holt Wiedwald zurück

Eintracht Frankfurt hat Felix Wiedwald (28) zurückgeholt und damit eine weitere Alternative zum neuen Stammtorwart Frederik Rönnow verpflichtet. Wiedwald kommt vom englischen Zweitligisten Leeds United zum Pokalsieger und erhält einen Dreijahresvertrag. Schon von 2013 bis 2015 hatte er in Frankfurt gespielt.

"Felix ist ein zuverlässiger Torhüter und in den vergangenen Jahren weiter gereift", sagte Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner: "Er ist als Back-Up für Frederik Rönnow eingeplant und wird zusammen mit ihm und Jan Zimmermann dafür sorgen, dass wir auf der Torhüterposition qualitativ und quantitativ überdurchschnittlich besetzt sind."

Frankfurts bisheriger Stammtorwart Lukas Hradecky wechselt zur kommenden Saison zum Ligarivalen Bayer Leverkusen. Die Eintracht hatte daher den dänischen Nationalkeeper Rönnow von Bröndby IF verpflichtet.

Wiedwald verfügt über die Erfahrung aus 70 Bundesliga- und 47 Zweitligaspielen für Frankfurt, Werder Bremen und den MSV Duisburg. In der englischen Championship stand er in der vergangenen Saison in 28 Partien für Leeds zwischen den Pfosten.

Holstein Kiel erhält auch neuen Co-Trainer

Rainer Ulrich wird Co-Trainer bei Holstein Kiel. Der 69-Jährige wurde am Dienstag als Assistent vom neuen Cheftrainer Tim Walter vorgestellt. Ulrich hatte in gleicher Position schon bei Bayern München II mit Walter gearbeitet. „Ich habe es geschafft, ihn aus seiner gewohnten Umgebung wegzueisen, wo er schon 20 Jahre lebt“, sagte Walter. Ulrich erhält in Kiel wie sein Cheftrainer einen Vertrag bis 2020.

Der neue Sportchef Fabian Wohlgemuth kündigte dazu die Verpflichtung von acht oder neun neuen Spielern an. „Wir haben einige Stabilisatoren verloren, sind aber sehr zuversichtlich, sie adäquat ersetzen zu können“, sagte er. Bei Neuzugängen will der Verein weniger als zuletzt auf Leihspieler setzen.

Juventus trennt sich von Höwedes

Italiens Rekordmeister Juventus Turin will sich von Weltmeister Benedikt Höwedes trennen. Höwedes hatte Schalke im vergangenen Sommer nach 16 Jahren verlassen und war für ein Jahr nach Turin ausgeliehen worden. Nach einer von Verletzungen gekennzeichneten Saison will Juve den 30 Jahre alte Innenverteidiger von Schalke nicht weiterverpflichten. Dies berichtet die „Gazzetta dello Sport“.

Die Trennung hatte sich bereits angedeutet. „Stand jetzt gehe ich erst mal zurück. Darüber hinaus werden die kommenden Wochen entscheiden, wo es hingeht“, hatte der Innenverteidiger am Donnerstag vergangener Woche beim „Mercedes-Benz-Sportpresse-Club“ am Rande des Tennisturniers in Stuttgart gesagt. In der abgelaufenen Serie-A-Saison hatte er lediglich drei Spiele für Juventus bestritten.

Höwedes ist nicht der einzige Spieler, von dem sich die „Alte Dame“ trennt. Auch der Schweizer Nationalspieler Stephan Lichtsteiner (FC Arsenal) und der Ghanaer Kwadwo Asamoah werden abgegeben. Damit setzt Trainer Massimiliano Allegri seine Strategie der Verjüngung des Kaders fort.

Der deutsche Nationalspieler Emre Can vom FC Liverpool gilt dagegen als sicherer Neuzugang bei Juve. Der Vertrag soll laut „Gazzetta“ Ende dieser Woche unterzeichnet werden.

De Gea steigt zum Topverdiener auf

Spaniens David de Gea soll der am besten verdienende Fußball-Torhüter der Welt werden. Nach einem Bericht der Sportzeitung „Marca“ hat sich der 27-Jährige auf eine vorzeitige Vertragsverlängerung mit Manchester United über fünf Jahre geeinigt und soll dafür 21 Millionen Euro brutto pro Spielzeit bekommen.

De Gea genießt in der Premier League das Vertrauen von Trainer José Mourinho. Bei der Weltmeisterschaft in Russland hatte der Keeper allerdings beim 3:3 zum Auftakt der Spanier gegen Portugal bei Cristiano Ronaldos zweitem Treffer gepatzt. De Gea war auch bei Real Madrid im Gespräch, wo Schlussmann Keylor Navas (31) aus Costa Rica häufig in der Kritik stand.

Bleibt Littbarski in Wolfsburg?

Die Zukunft von Weltmeister Pierre Littbarski beim Bundesligisten VfL Wolfsburg ist offen. Der Vertrag des 58-Jährigen als Chefscout des VfL läuft Endes des Monats aus; noch ist unklar, ob und in welcher Funktion es weitergeht. „Es ist noch gar nichts beschlossen“, sagte Littbarski der „Wolfsburger Allgemeinen Zeitung“.

Der Weltmeister von 1990 war 2010 als Co-Trainer nach Wolfsburg gekommen und arbeitete 2011 kurzzeitig auch als Chefcoach für den VfL. Seit 2012 ist Littbarski Chefscout bei den Niedersachsen.

Rom verlängert mit Di Francesco

Champions-League-Halbfinalist AS Rom hat den Vertrag mit Trainer Eusebio Di Francesco am Montag um zwei Jahre verlängert. Der 48 Jahre alte Coach, der von einem Jahr Luciano Spalletti ersetzt hatte, führte den Hauptstadtclub auf Rang drei der Serie A.

Di Francesco stand bei AS Rom von 1997 bis 2011 als Spieler unter Vertrag. „Ich hoffe, dass wir nächste Saison noch erfolgreicher sein werden“, sagte Di Francesco.