Fußball-WM

Hamburgs WM-Hochburgen heute: Rahlstedt und Billstedt

32 Nationen treten bei der Fußball-WM in Russland an, Bürger aus allen Staaten wohnen in Hamburg. Wo am lautesten gejubelt wird.

Hamburg nennt sich nicht umsonst das Tor zur Welt: Bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland treten neben Deutschland 31 weitere Nationen von sechs Kontinenten an – und Bürger aller Staaten leben auch in der Hansestadt. Die meisten kommen aus Polen (fast 30.000), gefolgt von Portugal (knapp 10.500) und Gastgeber Russland (9215); die wenigsten Hamburger mit WM-Staatsbürgerschaft stammen aus Uruguay, ganze 22 Männer und Frauen. Fast doppelt so viele kommen aus Panama (37), noch einmal gut doppelt so viele aus Costa Rica (80) und Island (87 – "HU!").

Auf den interaktiven Karten des Hamburger Abendblatts können Sie sehen, in welchen Stadtteilen bei welcher Begegnung am lautesten gejubelt werden dürfte (Stadtteile, in denen weniger als drei Staatsbürger einer Nation leben, werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt).

Kolumbien-Japan (Winterhude-Rotherbaum)
Polen-Senegal (Billstedt-Wilhelmsburg)

Zwei Spiele in der Gruppe H stehen am Dienstag an: Kolumbien-Japan und Polen-Senegal. Die erste Partie ist gleichzeitig ein Duell Winterhude gegen Rotherbaum, dort wohnen mit 54, respektive 110 die meisten Kolumbianer und Japaner. Insgesamt wohnen 964 Menschen aus Kolumbien und 1433 aus Japan in der Stadt. Das sind übrigens auch zusammen weniger als der Stadtteil mit den meisten Polen zur Statistik beiträgt: 2577 polnische Staatsbürger wohnen allein in Billstedt. Daneben nehmen sich die neun Senegalesen (von insgesamt 182), die in Wilhelmsburg eine Heimat gefunden haben, mager aus. Aber es gewinnt schließlich nicht immer derjenige mit den besseren Statistiken.

Russland-Ägypten (Rahlstedt-Billstedt)

Die ersten Partien in allen acht Gruppen sind gespielt, Zeit für eine neue Runde. Den Anfang macht am Dienstagabend Gastgeber Russland, in Hamburg am stärksten in Rahlstedt vertreten: 454 der 9215 russischen Staatsbürger wohnen dort. Für die 2296 Ägypter ist Billstedt mit 142 Menschen aus dem Reich des Nils die Hamburg-Hochburg.

Einem bunten Fest der Völker steht – zumindest hier in Hamburg – nichts entgegen: Insgesamt sind es mehr als 100.000 Männer und Frauen, die mit ihren Nationalteams fiebern könnten – und vielleicht auch ein bisschen mit der deutschen Mannschaft. Die hat nach der Niederlage gegen Mexiko etwas Aufmunterung bitter nötig.