HSV-News

Holtby bindet sich an den HSV – lebenslang

So schnell kann einen die Aktualität einholen – kurz nach Fertigstellung ist der HSV wieder an die Spitze der Randale-Tabelle gestürmt.

Beschreibung anzeigen

U-21-Torjäger Knöll kartet nach und erklärt Wechsel nach Nürnberg. Club wechselt Kooperationspartner. Interesse an Struna?

Japan besiegt Kolumbien ohne Gotoku Sakai

Nach Filip Kostic und Albin Ekdal ist auch der dritte HSV-Profi bei der WM erfolgreich gestartet. Kapitän Gotoku Sakai erlebte den 2:1-Sieg der Japaner gegen Kolumbien allerdings nur auf der Bank. Seiner Freude tat es sichtlich keinen Abbruch. Einen ausführlichen Spielbericht lesen Sie hier.

Holtby wird lebenslanges Mitglied

Die Vertragsverlängerung hat Lewis Holtby bereits im Mai erledigt: Trotz des Abstiegs bleibt der frühere Nationalspieler beim HSV, vorerst für ein Jahr. Mit dem Club aber wird der 27-Jährige noch länger verbunden bleiben – sogar sein Leben lang. "Wie stark ich mich mit unserem HSV mittlerweile verbunden fühle, möchte ich mit meiner lebenslangen Mitgliedschaft noch mal untermauern", schrieb Holtby bei Facebook und veröffentlichte dazu ein Video, in dem ihm das entsprechende Mitgliedschaftspaket zugestellt wird.

Holtbys Mitgliedsnummer ist natürlich die seines Trikots: acht. "Fehlt eigentlich nur noch das Tattoo auf der Brust, oder?", fragt Holtby, der seit vier Jahren beim HSV ist. Das ist dann wohl Geschmackssache.

Der HSV hatte Anfang des Monats die lebenslange Mitgliedschaft zum Preis von 1887 Euro eingeführt. Die Mitgliedsnummer eins hatte Vereinsidol Uwe Seeler erhalten. Auch Holtbys Mentor und Trainer Christian Titz gehört zu den bislang etwa 200 "Lebenslangen".

Holtby meldet sich zurück

Zuvor hatte sich Holtby nach dem Urlaub gleich in zwei Zeitungsinterviews zu Wort gemeldet und sich voller Tatendrang gezeigt. Das klang dann in der „Bild“-Zeitung so: „Ich habe großen Bock, den Karren mit aus dem Dreck zu ziehen. Wir haben die große Chance, etwas Neues aufzubauen, eine neue Ära zu starten.“ Und der „Hamburger Morgenpost“ sagte der frühere Nationalspieler: „Ich freue mich, dass es in Hamburg wieder losgeht. Ich sehe das so: Ich darf für den Verein spielen. Da ist die Liga im ersten Moment nicht entscheidend. Außerdem will ich auch das ausbügeln, was letzte Saison mit dem Abstieg passiert ist.“

Holtby (27) hatte vor vier Wochen seinen auslaufenden Vertrag um ein Jahr verlängert – für weniger als die Hälfte jener 3,5 Millionen Euro, die er bisher verdient hat. „Ich habe beim HSV in den letzten Wochen erlebt, wie es ist, wenn man Fußball spielt und zusammenhält“, sagte er der „Morgenpost“: „Das ist einfach ein unfassbar geiler Club. Das ist mir am letzten Spieltag noch mal ganz bewusst geworden. Deswegen ist meine Entscheidung auch schnell gefallen.“

In der Schlussphase hatte Holtby unter seinem Mentor Christian Titz zu einstiger Topform zurückgefunden und allein in den letzten sieben Spielen fünf Tore erzielt. „Christian ist ein fantastischer Trainer, der mir vertraut“, sagte Holtby der „Bild“: „Unter ihm können wir alle uns noch mehr entwickeln.“

Knöll kartet gegen HSV nach

Sein erstes Bundesligaspiel hat Törles Knöll für den HSV gemacht: Für 17 Minuten wechselte ihn der damalige Trainer Markus Gisdol im Herbst im Spiel bei Hannover 96 ein. Sein zweites Bundesligaspiel wird der Torjäger aber wohl im Trikot des 1. FC Nürnberg bestreiten. Zur neuen Saison wechselt Knöll (20) ablösefrei zum Aufsteiger.

Der HSV tat offenbar wenig, um das zu verhindern – und das obwohl Knöll in der vergangenen Regionalligasaison 21 Tore für die zweite Mannschaft des HSV erzielt hat – in der Nordstaffel traf kein Spieler häufiger. „Der HSV hat mir zwar ein Angebot gemacht“, sagte Knöll der „Bild“-Zeitung, „hatte aber keinen richtigen Plan mit mir. Nürnberg dagegen schon, und das auch in der 2. Liga.“

Dass er von Gisdols Nachfolgern Bernd Hollerbach und Christian Titz nicht mehr berücksichtigt wurde, kann Knöll nicht verstehen: „Ich hatte schon den Eindruck, dass es in der letzten Saison nicht immer nach Leistung ging. Da wurde lieber auf Alteingesessene gesetzt, statt der Jugend mal das Vertrauen zu schenken.“

HSV tauscht den Kooperationspartner

Vor zwei Jahren kam Jan Sieracki von den Junioren von Lech Posen zur A-Jugend-Bundesligamannschaft des HSV. Es war zugleich der Beginn einer strategischen Kooperation beider Vereine im Nachwuchsbereich. Jetzt wechselt 18 Jahre alte Innenverteidiger zurück in seine Heimat: Kommende Saison läuft Sieracki für die zweite Mannschaft von Pogon Stettin in der dritten polnischen Liga auf.

Mit ihm wechselt auch der HSV: Statt mit Posen kooperiert der Absteiger künftig mit Pogon. HSV-Nachwuchschef Bernhard Peters und Dieter Gudel, Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, besiegelten am Montag in Stettin die neue Partnerschaft. „Pogon hat uns mit seinem Projekt überzeugt und begeistert. Es ist uns besonders wichtig, dass wir in unserem Nachbarland einen Partner haben, mit dem wir, unsere Trainer und Scouts über die Ausbildung junger Talente sprechen können“, sagte Gudel.

Pogon war zuletzt mit seinen Nachwuchsmannschaften sehr erfolgreich: U15 und U17 spielen um die nationale Meisterschaft. Der Verein will aber auch von der Jugendarbeit des HSV lernen. Einige Erfahrungen, die in Hamburg mit dem neuen Campus gesammelt haben, fließen in die Planung des neuen Nachwuchsleistungszentrums ein, das mitsamt einem neuen Stadion bis 2020 entstehen soll.

Trainer beider Clubs sollen sich zu gegenseitigen Hospitationen besuchen. Auch Leihgeschäfte von Spielern sind geplant. „Aber dafür muss die Kooperation erst einmal gelebt anlaufen“, sagte Peters. Ähnliche Nachwuchspartnerschaften unterhält der HSV bereits mit Käpylän Pallo in Helsinki (Finnland) und mit Kashiwa Reysol in Japan.

HSV angeblich an Struna interessiert

Sportlich sind Werder Bremen und der HSV nach dem Abstieg der Hamburger vorerst keine direkten Konkurrenten mehr, aber auf dem Transfermarkt kommen sich die alten Nordrivalen offenbar weiterhin ins Gehege. Nach einem Bericht des italienischen Portals „Tuttomercatoweb“ sind beide Clubs an Innenverteidiger Aljaz Struna von US Palermo interessiert.

Der Slowene Struna (27) steht seit 2012 und noch bis 2019 bei Palermo unter Vertrag und wurde seither für insgesamt drei Jahre verliehen. Die Sizilianer hatten am Sonnabend durch eine 0:2-Niederlage im Play-off-Rückspiel bei Frosinone den Aufstieg in die Serie A verpasst, nachdem sie das Hinspiel mit 2:1 gewonnen hatten. Der Club hat aber einen Protest gegen die Wertung angekündigt, weil Fans des Gastgebers das Spielfeld möglicherweise noch vor Abpfiff der Partie gestürmt hatten.

Struna ist auch auf der Position des rechten Verteidigers und im rechten Mittelfeld einsetzbar. Nach dem Bericht seien auch andere italienische sowie englische Vereine interessiert. Strunas aktueller Marktwert wird vom Portal „Transfermarkt“ auf eine Million Euro geschätzt.