Fußball-Ticker

DFB ermittelt wegen Heiko Herrlichs Trainerschwalbe

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Fatih Terim zum vierten Mal Galatasary-Trainer

Der frühere türkische Nationaltrainer Fatih Terim wird erneut Chefcoach bei Galatasaray Istanbul. Das gab der türkische Rekordmeister am Donnerstag bekannt. Der 64-Jährige ist damit zum vierten Mal Coach des Spitzenclubs. Zuletzt saß Terim von 2011 bis 2013 auf der Galatasaray-Bank, ehe er die Nationalmannschaft der Türkei zum dritten Mal übernahm. Der türkische Verband hatte die Zusammenarbeit mit Terim aber im Juli beendet.

Mit dem Renommierclub Galatasaray hatte Terim außer nationalen Erfolgen im Jahr 2000 auch den Gewinn des UEFA-Cups gefeiert. Es war der erste europäische Club-Titel für einen türkischen Verein. Galatasaray, Zweiter in der Süper Lig, hatte sich am Montag von seinem bisherigen Trainer Igor Tudor getrennt.

Zwei Ex-Bundesliga-Profis wollen Fußball-Chef in den USA werden

Die früheren Bundesliga-Profis Paul Caliguri und Eric Wynalda wollen Fußball-Chef in den USA werden. Der 53 Jahre alte Caligiuri und der 48-jährige Wynalda sind zwei von acht Kandidaten, die für das Präsidentenamt im US-Fußball kandidieren. Dies gab die United States Soccer Federation (USSF) am Donnerstag bekannt.

Neben Caligiuri, der unter anderem für den Hamburger SV spielte, und Wynalda, der in der Saison 1992/93 für den 1. FC Saarbrücken in der Bundesliga auflief, stehen noch Marketing-Chefin Kathy Carter, Vizepräsident Carlos Cordeiro, die Anwälte Steve Gans und Michael Winograd, der ehemalige Nationalspieler Kyle Martino sowie die frühere Nationaltorhüterin Hope Solo auf der Kandidatenliste.

Der Nachfolger des bisherigen Fußball-Chefs Sunil Gulati wird am 10. Februar in Orlando im US-Bundesstaat Florida gewählt. Gulati hatte nach der verpassten WM-Qualifikation angekündigt, nicht für eine vierte Amtszeit kandidieren zu wollen.

Ajax Amsterdam trennt sich von Trainer Keizer

Nach nur 174 Tagen im Amt hat Ajax Amsterdam Trainer Marcel Keizer (48) freigestellt. In einer Erklärung der Vereinsführung vom Donnerstag heißt es, man habe „ungenügendes Vertrauen“ in die Aufrechterhaltung des fußballerischen Niveaus. Neben Keizer wurden auch die Assistenztrainer Hennie Spijkerman und Dennis Bergkamp beurlaubt. Man verhandele nun über die Beendigung der Verträge. Bis auf weiteres wurde der bisherige Jugendtrainer Michael Reiziger mit der Leitung der Erstliga-Mannschaft betraut.

Keizer hatte den Trainerposten bei Ajax übernommen, nachdem Peter Bosz bei Borussia Dortmund angeheuert hatte. In der Erklärung der Vereinsführung heißt es unter anderem: „Wir haben einen unglücklichen Sommer und einen rumpligen Saisonstart erlebt.“ Der Tiefpunkt sei das Ausscheiden in der Qualifikation der Europa League durch ein 2:3 gegen den norwegischen Verein Rosenborg Trondheim gewesen. Als Tabellenzweiter liegt Ajax derzeit fünf Punkte hinter Spitzenreiter PSV Eindhoven.

DFB ermittelt wegen Herrlichs Trainerschwalbe

Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes wird das Verhalten von Bayer Leverkusens Cheftrainer Heiko Herrlich im Pokalspiel bei Borussia Mönchengladbach (1:0) überprüfen. Dies teilte der DFB am Donnerstag mit. In der 75. Minute der Partie der beiden Bundesligisten hatte sich Herrlich nach einem Schubser des Gladbacher Spielers Denis Zakaria an der Seitenlinie fallen gelassen. Es bestehe der Verdacht, dass sich der Coach damit „unsportlich verhalten hat“, hieß es in der DFB-Mitteilung.

Das Pokalspiel Gladbach – Leverkusen in der Zusammenfassung

Der Kontrollausschuss habe Herrlich angeschrieben und zu einer Stellungnahme aufgefordert. „Nach Vorliegen und Auswertung der Stellungnahmen wird der Kontrollausschuss über den weiteren Fortgang des Verfahrens entscheiden“, teilte der DFB mit.

Der Bayer-Trainer hatte sich nach dem Pokal-Spiel für seine theatralische Einlage entschuldigt. „Das sah sicher blöd aus“, sagte der 46-Jährige. „Ich möchte mich dafür entschuldigen.“ Er habe damit „sicher keine Rote Karte fordern“ wollen.

Rangnick rüffelt Werner

Sportdirektor Ralf Rangnick vom deutschen Vizemeister RB Leipzig hat sich nach der 2:3-Heimniederlage am vergangenen Sonntag gegen Hertha BSC Timo Werner zur Brust genommen. Der Nationalspieler, der nach starken Auftritten in den letzten Monaten in der Nationalelf zum Stürmer Nummer eins aufgestiegen war, dürfe sich einen solchen Ausfall nicht erlauben.

"Er hat großes Potential, aber bevor er uns zum WM-Titel schießt, muss er seine Leistung bei uns auf Topniveau bestätigen und stabilisieren", sagte Rangnick der "Bild"-Zeitung etwas launig und meinte: "Was in ihm steckt, wissen wir alle gut genug. Aber gegen Hertha habe ich ihn wie viele andere auch 90 Minuten nicht gesehen."

Wie in der Liga musste RB auch in der Champions League Rückschläge einstecken. Nach Platz drei in der Gruppenphase stiegen die Sachsen in die Europa League ab, von der Rangnick nicht viel hält. Am 15. und 22. Februar treffen die Leipziger dort auf den SSC Neapel.

Bayern verlängert mit Coman

Der FC Bayern München hat den französischen Fußball-Nationalspieler Kingsley Coman anscheinend langfristig an sich gebunden. Nach Informationen der „Bild“-Zeitung und der Zeitschrift „Sport-Bild“ soll der neue Vertrag des 21 Jahre alten Talentes bis 2023 laufen. Coman werde in Zukunft auch mehr verdienen.

Vom Verein gab es zunächst keine Bestätigung. Die Ausdehnung des ohnehin bis 2020 laufenden Kontraktes sollte offenbar erst zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben werden.

Eintracht darf Stadion nicht kaufen

Die Stadt Frankfurt hat erneut Vorschläge zum möglichen Verkauf des Waldstadions an Eintracht Frankfurt abgelehnt. „Wir wollen das Stadion nicht verkaufen“, sagte Sportdezernent Markus Frank der „Frankfurter Rundschau“. Der CDU-Politiker befürchtet, dass die Stadt bei einem Verkauf keinen Einfluss auf den Veranstaltungsmix im Stadtwald haben könnte. „Auch Helene Fischer oder verrückte Veranstaltungen wie die Monstertrucks sollen dort möglich sein“, meinte Frank.

Eintracht Frankfurt als Hauptmieter des in Commerzbank-Arena umbenannten Stadions klagt seit Jahren über die zu hohe Miete von jährlich knapp zehn Millionen Euro. Daher hatte der Bundesligaverein sich selbst als Eigentümer oder Betreiber ins Spiel gebracht. Der Vertrag mit dem jetzigen Betreiber, dem Hamburger

Spielertrainer übernimmt in Swansea

Leon Britton soll den walisischen Club Swansea City als Spielertrainer in der nächsten Premier-League-Partie gegen Crystal Palace am Sonnabend betreuen. Der 35-Jährige übernimmt den Posten übergangsweise, während sein Club nach einem langfristigen Nachfolger sucht, wie der Tabellenletzte der höchsten englischen Spielklasse am Donnerstag mitteilte.

Swansea hatte sich am Mittwoch von seinem Chefcoach Paul Clement getrennt. Der Engländer war von Juli bis Dezember 2016 Assistenztrainer von Carlo Ancelotti beim deutschen Rekordmeister FC Bayern München gewesen. Clement wechselte im Januar zu Swansea. Bei den Bayern wurde Ancelotti im September von Jupp Heynckes abgelöst.

Ramalho kehrt nach Salzburg zurück

Bayer Leverkusen und André Ramalho gehen künftig getrennte Wege. Wie der Bundesligaclub am Donnerstag mitteilte, wechselt der Abwehrspieler zum 1. Januar 2018 zum österreichischen Meister Red Bull Salzburg, wo der 25-Jährige bereits zwischen 2014 und 2015 unter Vertrag stand. Der Brasilianer bestritt für Bayer 28 Pflichtspiele.

Anschlag auf BVB-Bus: Angeklagter schweigt

Acht Monate nach dem Bombenanschlag auf die Mannschaft von Borussia Dortmund ist der erste Prozesstag ohne Einlassung des Angeklagten zu Ende gegangen. Die Staatsanwaltschaft wirft Sergej W. laut Anklageschrift versuchten Mord in 28 Fällen, das Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion sowie gefährliche Körperverletzung in zwei Fällen vor.

Offenbar wurde im Saal 130 des Landgerichts Dortmund am Donnerstag jedoch die Strategie der Verteidigung. Sie ist anscheinend nicht mehr darauf ausgerichtet, eine Täterschaft des 28-Jährigen zu bestreiten, der in Handschellen in den Saal geführt wurde - vielmehr soll infrage gestellt werden, ob die in drei Sprengsätzen verbauten gut 200 Metallbolzen den BVB-Bus am 11. April überhaupt treffen sollten. Laut Anklage ist dies eindeutig der Fall.

Noch vor Verlesung der Anklage hatte Verteidiger Carl W. Heydenreich die Unvoreingenommenheit der Schöffen bezweifelt. Es habe eine "beispiellose mediale Vorverurteilungskampagne" gegeben, sagte der Bonner Rechtsanwalt. Er beklagte das Durchstechen sensibler Unterlagen an die Presse und eine vermeintlich fehlende Alternativhypothese der Staatsanwaltschaft zum Tathergang. Der Prozess wird am 8. Januar fortgesetzt.

Deutschland überwintert an der Spitze

Die deutsche Nationalmannschaft geht als Weltranglistenerster ins WM-Jahr. Der Weltmeister liegt mit 1602 Punkten weiter vor Brasilien (1483), Europameister Portugal (1358), Argentinien (1348) und Belgien (1325). Weil seit der letzten Ausgabe des Rankings nur wenige Länderspiele stattfanden, gab es kaum Veränderungen, wie der Weltverband Fifa am Donnerstag bekanntgab.

Der größte Gewinner des Jahres 2017 ist vor allem wegen der starken WM-Qualifikation Dänemark. Der Zwölfte der Rangliste gewann im Jahresverlauf 456 Punkte dazu und damit so viele wie kein anderes Team. Palästina als 80. und Luxemburg auf Rang 83 haben ihre besten Platzierungen in der Geschichte der Weltrangliste erreicht.

Wagner-Wechsel perfekt

Der Transfer von Nationalspieler Sandro Wagner von 1899 Hoffenheim zu Bayern München ist perfekt. Der Angreifer unterschreibt beim deutschen Rekordmeister einen ab 1. Januar 2018 gültigen Vertrag bis 2020. Medienberichten zufolge soll der 30-Jährige eine Ablöse in Höhe von 13 Millionen Euro kosten. Wagner ist bei den Bayern als Ersatzmann für Robert Lewandowski eingeplant.

„Wir sind überzeugt, dass Sandro Wagner die Qualität unserer Mannschaft durch seine Klasse und seine Erfahrung weiter erhöhen wird“, sagte Sportdirektor Hasan Salihamidzic. Wagner betonte, er freue sich „riesig“ über die Rückkehr in seine Geburtsstadt München, wo er schon bis 2008 für die Bayern stürmte (vier Bundesligaspiele). Wagners Familie lebt im Vorort Unterhaching.

„Eine lange Reise geht für mich zu Ende, ich komme wieder nach Hause zu meinem Verein, in meine Heimat“, sagte Wagner: „Ich bin sehr glücklich, dass alles geklappt hat. Bayern ist der beste Verein in Deutschland und einer der besten der Welt. Als das Angebot kam, musste ich nicht lange überlegen.“

Pokalgipfel Quotensieger

Der Klassiker zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund gab am Mittwochabend im TV den Ton an. Im Schnitt 8,39 Millionen Zuschauer verfolgten ab 20.45 Uhr im Ersten, wie der deutsche Meister die Gäste aus dem Ruhrgebiet im DFB-Pokal mit 2:1 nach Hause schickte und ins Viertelfinale einzog. Der Marktanteil betrug 26,8 Prozent.

Beim letzten Pokalaufeinandertreffen der beiden Clubs, beim Finale 2016, waren es im Frühjahr vergangenen Jahres 11,31 Millionen gewesen. Die anschließende Zusammenfassung der anderen Pokalspiele sahen am Mittwoch von 22.55 Uhr an noch 4,61 Millionen Zuschauer (22,7 Prozent).

Ginter hätte sich nach Anschlag Pause gewünscht

Weltmeister Matthias Ginter hätte sich nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund am 11. April eine Pause für den Fußball gewünscht. In einem Interview mit der Tageszeitung „Die Welt“ sagte der 23-Jährige: „Solche Extremsituationen erfordern dann eben auch mal außerplanmäßige Maßnahmen.“

Bei dem Anschlag, für den sich der mutmaßliche Attentäter Sergej W. von diesem Donnerstag an vor dem Landgericht Dortmund verantworten muss, wurde unter anderem BVB-Verteidiger Marc Bartra an der Hand verletzt. Bei der Abfahrt des BVB vom Dortmunder Hotel zum Champions-League-Heimspiel gegen AS Monaco waren neben dem Mannschaftsbus drei Sprengsätze explodiert. Die Partie am Abend wurde abgesagt, aber bereits am nächsten Tag nachgeholt.

Ginter, der inzwischen bei Borussia Mönchengladbach unter Vertrag steht, sagte mit einigem Abstand zum Geschehenen, dass der Fußball sogar einige Tage hätte ruhen sollen. „Nach dem Anschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz wurde auch keinem der Überlebenden von ihrem Chef gesagt: ‘Aber morgen um 7 Uhr bist du wieder im Büro.’“

Matthäus will kein Trainer mehr sein

Lothar Matthäus hält seine Trainerkarriere für so gut wie beendet. „Seit meiner letzten Station als bulgarischer Nationaltrainer hat es mich nicht wieder gereizt, auf die Trainerbank zurückzukehren. Es gibt zwar immer wieder Anfragen und auch konkrete Angebote, übrigens auch aus Deutschland, aber nein, wenn du nicht hundertprozentig dahinterstehst, lässt du besser die Finger davon“, sagte der 56-jährige Matthäus dem Sportmagazin „Socrates“ in einem Interview. „Man soll im Sport ja niemals nie sagen. Aber zu 99 Prozent ist das Trainerkapitel für mich abgeschlossen.“ Matthäus ist mit 150 Einsätzen deutscher Rekordnationalspieler.

Nashville erhält Major-League-Team

Die US-Stadt Nashville im Bundesstaat Tennessee hat den Zuschlag für ein neues Profi-Fußballteam erhalten. Das gab die nordamerikanische Fußball-Liga MLS bekannt. Details zum neuen Team wie Name, Vereinsfarben oder Logo würden zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht. Auch wann das Team den Spielbetrieb aufnimmt, ist noch offen. MLS-Chef Don Garber sagte jedoch, dass vor dem Jahr 2020 damit nicht zu rechnen sei.

Die Musikmetropole Nashville ist die erste Stadt, die den Zuschlag im jüngsten Liga-Erweiterungsprozess erhalten hat. Insgesamt hatten sich im Januar zwölf Städte für einen der vier zusätzlichen Plätze beworben. Aktuell spielen 22 Mannschaften in der MLS. Im nächsten Jahr kommt mit dem Los Angeles FC ein weiteres Team hinzu.

Eintracht-Profis erhalten Sonderurlaub

Die Profis von Eintracht Frankfurt haben sich durch den Einzug ins Viertelfinale des DFB-Pokals einen zusätzlichen Tag Urlaub verdient. „Ich habe den Spielern vor dem Spiel gesagt, wenn wir weiterkommen, dann habt ihr euch auch verdient, einen Tag länger Urlaub zu haben. Das haben sie geschafft“, sagte Trainer Niko Kovac am Mittwochabend nach dem 2:1 in der Verlängerung gegen Zweitligist 1. FC Heidenheim. „Von daher treffen wir uns am 29. Dezember vormittags und werden zweimal trainieren.“

Am 31. Dezember und 1. Januar bekommen die Spieler noch zwei Tage frei, ehe es am 2. Januar ins Trainingslager nach Spanien geht.